Sodbrennen durch Glutenunvertäglichkeit

Sodbrennen durch Gluten

Sodbrennen ist unangenehm und Betroffene wollen es verständlicherweise schnell wieder loswerden. In manchen Fällen deutet das Sodbrennen aber auf eine Unverträglichkeit gegen bestimmte Lebensmittel hin, etwa gegen Gluten. Lesen Sie hier, warum das so ist.

Wenn das Immunsystem auf Gluten reagiert…

Das Immunsystem eines Glutenallergikers reagiert auf das Eiweiß, als wäre es ein gefährlicher Eindringling, und löst eine Immunreaktion aus, die Beschwerden bereitet. Bei einer Unverträglichkeit gegen Gluten verläuft die Reaktion meist weniger stark als bei einer Allergie. Eine Glutenallergie (Zöliakie) ist meist erblich bedingt.

Eine Unverträglichkeit gegen Gluten äußert sich von Person zu Person verschieden, viele haben gar keine Symptome. Typische Anzeichen treten vor allem bei Kindern auf. Dazu zählen:
• Durchfall
• voluminöser, breiiger und übelriechender Stuhlgang
Ein weiteres Anzeichen für die Allergie oder Unverträglichkeit gegen Gluten kann Aufstoßen oder Sodbrennen sein.

Woher kommt Sodbrennen?

Sodbrennen wird auch als Refluxkrankheit bezeichnet. Bei der Erkrankung fließt saurer Mageninhalt zurück in die Speiseröhre und löst Schmerzen aus. Auslöser von Sodbrennen können sein:
• Zu viel Magensäure, bedingt durch einseitige Ernährung, Medikamente, Alkohol oder auch Stress.
• Erhöhter Druck im Bauch zum Beispiel durch Übergewicht oder während der Schwangerschaft.
• Ein zu schlaffer Muskel am Mageneingang, der den Magen nicht mehr richtig verschließen kann. In der Folge kann Magensäure nach oben steigen. Grund für die Fehlfunktion des Muskels sind meist Medikamente oder Nikotin.
Außerdem wird ein Zusammenhang zwischen Unverträglichkeiten und Sodbrennen vermutet – etwa eine Glutenunverträglichkeit. Wir haben einige Tipps zu Sodbrennen für Sie zusammengestellt.

Tipps bei Sodbrennen

Bei Sodbrennen wegen einer Unverträglichkeit gegen Gluten ist es sinnvoll, die Essgewohnheiten zu verändern. Auf Gluten zu verzichten ist dabei essentiell, aber auch andere Tipps können gegen Sodbrennen helfen.

Tipp 1: Kleine Mahlzeiten
Wenn die Mahlzeiten eher klein sind, tritt Sodbrennen weniger auf, da nicht so viel Magensaft auf einmal produziert wird.

Tipp 2: Nicht zu fettig essen
Fettige Nahrungsmittel können Sodbrennen begünstigen, da Fette eher schwer verdaulich sind.

Tipp 3: Essenstagebuch
Überprüfen Sie, nach welchem Essen Ihr Sodbrennen auftritt. Eventuell reagieren Sie nur auf ein bestimmtes Nahrungsmittel mit Sodbrennen. Um das festzustellen, können Sie Tagebuch über Ihre Mahlzeiten führen. So müssen Sie sich nicht genau merken, wann Sie was gegessen haben.

Tipp 4: Zeit nehmen
Wer langsam ist und ausgiebig kaut, hat generell weniger Sodbrennen. Es sollte nicht in Eile gegessen werden. Außerdem kann ein kleiner Spaziergang nach dem Essen dem Brennen vorbeugen.

Tipp 5: Verzichten
Auf bestimmte Genussmittel sollten Sie bei Sodbrennen lieber verzichten. Dazu gehören Kaffee, Alkohol und Nikotin. Bei einer Allergie gegen Gluten sollten Sie zu glutenfreien Produkten greifen.

Tipp 6: Natron
Als Hausmittel kann Natron helfen: Dazu einen Teelöffel Backnatron in einem großen Glas mit stillem Wasser auflösen und langsam trinken. Das neutralisiert die Magensäure, sollte allerdings nicht zu oft angewandt werden.

Falls Ihre Symptome anhalten sollten Sie zum Abklären der Ursachen und zur eventuellen Therapie einen Arzt aufsuchen.