Hausstauballergie

Hausstauballergie Symptome und Behandlung bei einer Allergie gegen Milben

Immer mehr Menschen sind von der Hausstauballergie (Milbenallergie) und deren Symptomen betroffen, hier finden Sie wichtige Informationen und Tipps zur Allergie.


Die Hausstauballergie betrifft sehr viele Menschen in der heutigen Zeit, auch in unserer Familie sind direkt 2 Personen betroffen bei denen oft Symptome der Hausstaub-Milbenallergie auftreten. Das Thema begleitet uns jetzt schon seit über 15 Jahren und trotzdem erlebt man jeden Tag aufs neue wie belastend diese Allergieform sein kann. Allerdings kann man, wenn man die Ursachen und Symptome kennt sehr viel gegen die Hausstaubmilben machen und die Folgen oder das Auftreten der Allergie vermeiden. Wenn man die meisten Tipps die man so findet beachtet kann man sehr gut damit leben. Alleine der kauf von Allergiker Matratzen und Bettwäsche sowie die Anschaffung eines Staubsaugers der die Allergene filtern kann bringen schon sehr viele Erleichterungen im Alltag eines Haustauballergikers und man kann oft die damit verbundenen Krankheiten am Ausbruch hindern.

Symptome und Beschwerden bei der Hausstauballergie

Die Symptome der Hausstauballergie, eigentlich Hausstaubmilbenallergie, sind häufig Dauerschnupfen und Niesanfälle, Augenjucken, sowie angeschwollene, tränende Augenschleimhaut, Ohrenjucken, Halsschmerzen, Jucken oder Anschwellen der Nasen- oder Rachenschleimhaut, in einigen Fällen auch allergische Reaktionen, wie asthmatischer Husten. Aus einem allergischen Schnupfen kann sich nach Jahren ein Asthma entwickeln. Zudem entwickeln viele betroffene mit der Zeit auch eine Neurodermitis. Alle diese Symptome werden zumeist durch den Kot der Milben ausgelöst.

Folgende Symptome treten bei einer Hausstauballergie auf:

  • allergischer Schnupfen
  • Hausstauballergie MilbenJucken der Nase, Jucken an den Augen, Rötung der Augen
  • Laufende Nase, Naselaufen, Dauerschnupfen
  • Geruchslosigkeit
  • Niesanfälle, Niesattacken
  • Hautentzündungen, Juckreiz der Haut, Hautjucken
  • Ekzeme, Hautausschlag, Hautreizungen, Hautrötungen
  • Urtikaria, Nesselfieber, Quincke-Ödem, Quaddeln
  • Allergisches Asthma
  • In seltenen Fällen allergischer Schock, Anaphylaxie

Wer diese Symptome bei sich feststellt sollte in jedem Fall einen Arzt aufsuchen, die Symptome ähneln oft auch denen des Heuschnupfen. Ein Allergologe kann anhand eines Allergietests feststellen wogegen man allergisch reagiert. Wenn die Diagnose feststeht kann der Allergologe gezielt eine Behandlung vorschlagen.

Ursachen: Die Hausstaubmilbe, das Monster im Bett 

Ausgelöst wird die Hausstauballergie durch eine Reaktion des Immunsystems, nicht durch den Hausstaub direkt, sondern durch den Kot von Hausstaubmilben, die in dem Staub leben. Das hierbei wohl wichtigste Allergen ist das sogenannte P1-Antigen. Die nur unter dem Mikroskop sichtbaren Milben, insbesondere Dermatophagoides pteronyssinus und Dermatophagoides farinae ernähren sich von Hautschuppen, von denen jeder Mensch pro Tag ca. 1,5 g verliert. Milben ernähren sich von tierischen und menschlichen Hautschuppen sowie Haaren. Wenn der Kot trocknet, zerfällt dieser und mischt sich unter den normalen Hausstaub. Das Immunsystem reagiert dann abwehrend auf den Kot und es kann dann bei Allergikern zu den bekannten allergietypischen Symptomen kommen. Die Ursache einer Milbenallergie liegt in einer Überreaktion des Immunsystems auf die Allergene im Milbenkot.

Die kleinen Hausstaubmilben fühlen sich bei 20-25 Grad und einer relativen Luftfeuchtigkeit von ca. 70 Prozent besonders wohl und vermehren sich dann besonders fleissig. Gerade in unseren Betten ist das Klima für die Milben besonders gut, Sie leben aber auch auf Teppichen, Plüschtieren und Polstermöbeln, man sollte also darauf achten keine Stofftiere im Bett zu halten, wenn man schon mit den Milben leben muß 😉

Kann man sich vor den Milben schützen ?

Es gibt keinen wirksamen Schutz vor Haustaubmilben, sie treten in jedem Haushalt und in quasi jedem Bett auf. Das hat nichts mit Sauberkeit im Haushalt zu tun die Milben begleiten den Menschen schon seit Urzeiten. Man kann nur drauf achten das man den Milbenkot möglichst häufig und effektiv entfernt um eine Hausstauballergie zu vermeiden. Hierbei helfen Staubsauger, Luftreiniger und vor allem Bettwäsche und Bettbezüge die speziell für die Hausstaubmilbenallergie gefertigt werden.

Behandlung einer Hausstauballergie

Allergologen äußerten in der Vergangenheit die Vermutung, dass eine frühzeitig durchgeführte Hyposensibilisierung, Hausstaub Allergiker vor dem Auftreten weiterer Allergien schützt. Es  gibt eine Reihe von Studien, zur Wirksamkeit bei einer Milbenallergie welche darauf hin deuten das einige Medikamente davor schützen.

Sehr vielen Patienten mit der Diagnose einer Hausstauballergie, können ohne große Problem damit leben. Sie benötigen also auch nicht zwingend eine Therapie. Ruft die Hausstauballergie, Symptome hervor, können einige der genannten Maßnnahmen gegen Milben helfen. Einer der wichtigsten Punkte ist es, das Bett möglichst vom Milbenkot zu reinigen und Milbenfrei zu bekommen. Man sollte also in regelmäßigen Abständen das Bett und die Schlafzimmer reinigen, spezielle Überzüge „Encasings“ über die Matratze ziehen und die Bettwäsche täglich lüften. Reicht das nicht aus, sollte man nach einer Diagnose durch den Arzt eine Hyposensibiliserung in Betracht ziehen.

Durch eine Hyposensibilisierung werden nicht nur die Symptome der Hausstauballergie bekämpft, sondern auch die Ursache, durch die Hyposensibilisierung wird  der Körper langsam an die Allergene gewöhnt. Dadurch kann evt. eine chronische Schädigung der Atemwege vermieden werden.

Hausstauballergiker haben im Winter die meisten Probleme

Während viele Allergien wie zb. die Pollenallergie nur saisonal auftreten, müssen Hausstaub-Allergiker das ganze Jahr mit den Beschwerden der Hausstauballergie leben. Gerade  im Herbst und zum Winteranfang wenn für die Pollenallergiker die Beschwerden nachlassen, beginnt quasi die Saison für die Hausstaub-Allergiker. Durch die trockene Heizungsluft sterben viele Milben ab und das fördert zusätzlich die Verbreitung der Allergene, auch der Kot, der sich während des Sommers angesammelt hat, wird jetzt staubtrocken und wirbelt besonders leicht durch die Raumluft. Es gibt aber einige Tipps die einem bei dem Problem helfen können.

Die folgenden Maßnahmen sind zu empfehlen:

  • Das Tragen einer Atemschutzmaske, beim Reinigen der Wohnung verhindert die Aufnahme der Allergene
  • Regelmäßig Staubsaugen. man sollte dazu einen allergikergeeigneter Staubsauger mit Hepa-Filter oder eine Zentralstaubsauganlage nutzen.
  • Am besten feucht aufwischen, das erzeugt auch keine Staubwolke.
  • Die Luftfeuchtigkeit sollte durch Lüften dauerhaft niedrig gehalten werden.
  • Matratzen und Bettwäsche auswechseln und durch Allergiker Bettwäsche ersetzen.
  • bei Klima und Lüftungsanlagen regelmäßig die Filter wechseln.
  • Gardinen regelmäßig waschen, damit sich kein Hausstaub festsetzen kann.
  • Polstermöbel und andere Staubfänger aus dem Schlafzimmer verbannen.
  •  Teppichböden verwenden, dadurch wird weniger Staub aufgewirbelt, da streiten sich die Geister, aber tatsächlich wird bei Holzböden oder Fliesen, der Staub alleine durch den Luftzug wenn man durch das Zimmer geht aufgewirbelt. Nur tägliches Putzen würde davor schützen.

Produkte zum Schutz vor den Hausstaubmilben

Anbei einige Produkte die sehr Hilfreich sind wenn man unter einer Hausstauballergie leidet. Ausrotten kann man die Tierchen leider nicht aber man kann einiges gegen die Ausbreitung der Milben unternehmen und somit die Folgen der Krankheit vermeiden oder zumindest verringern.

Wer noch mehr Infos zu Produkten hat die einem bei der Milbenallergie helfen oder nützlich sind, kann diese gerne im Kommentar oder über unser Kontaktformular zusenden, wir erweitern dann die Liste der Produkte.

Folgen einer Hausstauballergie zb. Allergisches Asthma

Die Hausstaub-Milbenallergie kann verschiedene Krankheiten auslösen, Allergiker die über einen längen Zeitraum an einer Hausstauballergie leiden, kann Asthma entstehen. Diese Verlagerung der Erkrankung auf die Bronchien sowie der Lunge, wird als Etagenwechsel bezeichnet. Gerade Kinder sind besonders durch die Hausstaubmilben gefährdet. Um schwerwiegende Folgen zu vermeiden, sollten Sie frühzeitig einen Arzt aufsuchen und einen Allergietest durchführen um bei einer bestehenden Allergie schnellstmöglich Maßnahmen dagegen zu ergreifen. Ob man unter einer Hausstauballergie leidet, kann ein Arzt schnell mit einem Allergietest dem sogenannten Pricktest herausfinden. Dabei werden die in Frage kommenden Allergene direkt in die Haut gespritzt. Bei einer Reaktion bildet sich nach einiger Zeit ein juckender, roter Ausschlag, der Test gilt dann als Positiv.

 



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