Hennaallergie

Die Henna-Allergie und Ihre Symptome, Tipps für Allergiker

Eine Henna-Allergie ist gar nicht so selten, eine allergische Reaktion tritt zumeist erst nach einiger Zeit auf. Gerne lässt man sich im Urlaub die schönen Motive aus Henna auf die Haut malen, da diese ja nach einiger Zeit wieder verschwinden. Leider bleibt bei vielen Menschen nach einiger Zeit eine Henna-Allergie zurück, das liegt zumeist an dem Farbstoff Henna der für die für Hautbilder verwandt wird, in vielen Farbstoffen sind allergene enthalten, so auch in Henna.


hennaallergieEine Allergie gegen Henna zeigt sich zumeist erst wenn das Immunsystem für den Farbstoff sensibilisiert wurde, besteht bereits eine Sensibilisierung auf Henna dann können auch Sofortreaktionen auftreten. Henna ist ein Extrakt aus dem Färbestrauch Lawsonia-Inermis der in Ägypten angebaut wird, dieser wird schon seit gut dreitausend Jahren zum Färben von Haaren, Nägeln und der Haut genutzt. Auch in Indien sind Hautverzierungen (Mehndi-Malerei) mit Henna schon seit Jahrhunderten weit verbreitet und gehören dort ins Alltagsbild. Henna wird aber auch in Salben, Kosmetika und Kerzen genutzt um diese zu färben. Der färbende Inhaltsstoff nennt sich Lawson (Rotes 2 Hydroxy 1,4 napthochinon). Henna wird zumeist für  kosmetische Veränderungen der Hautoberfläche (Henna-Tattoos) benutzt, die Henna-Zeichnungen bleiben bis zu 14 Tage erhalten.

Bei der Verwendung von reinem Henna Farbstoff wird zumeist nur eine leicht bräunliche Färbung erreicht, bei reinem Henna tritt die Hennaallergie sehr selten auf. Um einen kräftigen dunklen Farbton zu erhalten werden dem Henna oft zusätzliche Farbpigmente wie zb. PPD (P-Phenylendiamin) zugesetzt welches dafür bekannt ist allergische Reaktionen auszulösen.

Symptome der Henna-Allergie

Eine Allergie gegen Henna ist eine Kontaktallergie und zeigt oft die gleichen Symptome, allerdings treten diese zumeist Zeitverzögert auf, oft ist das Hennabild schon nicht mehr sichtbar.

  • Ekzeme, Pusteln und Wasserbläschen an den bemalten Hautstellen
  • Starke Rötung der Haut und Hautjucken
  • Aber auch Rhinitis sowie Asthma-Bronchiale können auftreten
  • Allergiker die bereits sensibilisiert sind können auch Sofort reagieren, in schlimmen fällen sogar mit einem allergischen Schock, zumeist eine Reaktion auf das enthaltene PPD.

Wer bei sich die oben genannten Symptome einer der Henna-Allergie feststellt sollte einen Allergologen aufsuchen, dieser kann mit einem Allergietest, feststellen gegen welche Farbstoffe oder Farbpigmente man allergisch reagiert. Zumeist wird hierfür ein Epikutan oder Pricktest eingesetzt, bei dem die Allergene auf die Haut aufgebracht werden. Die Haut zeigt dann nach einiger Zeit eine Reaktion auf das Allergen welches die Henna-Allergie verursacht.

Hilfe ich hab eine Hennaallergie, Behandlung und Therapie

Bei der Behandlung auf Sofortreaktionen  werden zumeist Antiallergika verschrieben, die betroffenen Hautstellen werden zumeist mit einer Kortison-Salbe behandelt.

Prinzipiell ist die Behandlung einer Hennaallergie sehr einfach, man muss einfach nur auf Henna verzichten. Bei Europäern sollte das relativ einfach sein, auch wenn man sich gerne mit den schönen Henna-Tattoos schmücken möchte, sollte einem die Gesundheit wichtiger sein. Allerdings wird der Farbstoff gerade zu rituellen Anlässen wie zb. Indischen Hochzeiten benutzt, wer nicht auf die Mehndis verzichten möchte sollte darauf achten möglichst reines Henna zu verwenden, dieses löst sehr selten Allergien aus. Schwarzes oder sehr dunkles Henna enthält aber oft andere Zusatzstoffe welche allergische Reaktionen auslösen können.

Auch bei Haarfärbemitteln welche Henna enthalten sollte man auf die Inhaltsstoffe achten, sehr oft findet man in diesen auch PPD. Der Hennafarbstoff wird mittlerweile auch künstlich hergestellt, allerdings darf dieser nicht in Kosmetika genutzt werden. Wer auf Nummer-Sicher gehen will sollte auch bei Kosmetika immer auf die Inhaltsstoffe achten welche normalerweise auf den Verpackungen aufgedruckt sind.

Wer durch Henna gegen PPD sensibilisiert ist sollte denn Kontakt mit einigen Gegenständen meiden. PPD kommt in gefärbten Stiefeln, Lederhandschuhen, Portemonnaies, Kleidungsstücken, vor aber auch in Haarfarbe, Druckerschwärze, Gummischläuchen, und Kunststoffen kann PPD enthalten sein. Sehr oft ist damit eine Berufsunfähigkeit in Betrieben verbunden in welchen PPD verarbeitet wird.