Jodallergie

Jodallergie: Symptome und Informationen für Allergiker

Bei einigen Menschen kommt es zu einer Jodallergie obwohl der Körper für die Produktion von verschiedenen Hormonen Jod benötigt. Die Jodallergie oder Jod-Unverträglichkeit wird auch als Jodismus bezeichnet und kommt relativ selten vor. Auch in Lebensmitteln wie zb. Fisch oder Milch ist Jod enthalten, allerdings reagieren Allergiker sehr selten auf Jodid oder Jodat da in natürlichen Nahrungsmitteln die Jodmolekühle zu klein sind um allergische Reaktionen auszulösen. Es ist aber bekannt das Desinfektionsmittel, Röntgenkontrastmittel oder auch Medikamente die Jod enthalten von unserem Immunsystem fälschlicherweise als Angreifer erkannt werden und dann eine Allergie gegen Jod auslösen können.


jodallergie seetangJod ist ein unverzichtbarer Stoff der vom Menschlichen-Körper benötigt wird. In der Regel nehmen wir genug Jod mit unserer Nahrung auf welches dann in unserer Schilddrüse für die Produktion der Hormone: Thyroxin, Triiodthyronin und Diiodtyrosin genutzt wird. Krankheiten die durch Jodmangel entstehen sind schon seit Jahrhunderten bekannt und wurden mit Jodit bzw. Jodat behandelt welches man durch das verbrennen von angeschwemmten Meeresalgen bzw. Seetang gewonnen hat. Jod kommt in Natur vor und ist ein Halogen welches Heute auch industriell hergestellt wird. Menschen mit Jodmangel sollten regelmäßig Fisch und Meeresfrüchte essen oder Speisesalz nutzen welches mit Jod angereichert ist, das enthaltene Jod ist für Jodallergiker in zumeist ungefährlich.

Symptome der Jodallergie

Die Symptome einer Jodallergie treten zumeist erst nach einiger Zeit auf wenn das Immunsystem gegen Jod sensibilisiert wurde. Besteht bereits eine Sensibilisierung können auch Sofortreaktionen auftreten. Reaktionen auf Jod können unterschiedlich stark ausfallen, von leichten Erkältungssymptomen bis hin zu allergischen Schocks.

  • Niesen, Nasenjucken, allergischer Schnupfen
  • Hustenreiz, Kurzatmigkeit, Atembeschwerden
  • Schwellungen von Mund, Lippen,  Zunge und Rachen
  • Schwellungen im Gesicht oder Hals, Angiödem
  • Hautausschläge oder Rötungen, Ekzeme, Nesselsucht, Urticaria, Jodakne
  • Magen und Darmbeschwerden, Durchfall, Krämpfe, Blähungen
  • In schweren Fällen auch Anaphylaktische-Reaktionen bis hin zum Allergischen-Schock

Wer diese Symptome bei sich bemerkt und einen Verdacht gegen Jod hat sollte einen Arzt aufsuchen. Ein Allergologe kann anhand eines Allergietests feststellen ob eine Jodallergie vorliegt. Hierbei kann ein Provokationstest durchgeführt werden bei dem das Allergen auf die Haut aufgetragen wird, in der Regel zeigt sich dann schon nach kurzer Zeit eine Reaktion auf der Haut.

Einige Merkwürdige Webseiten berichten allerdings das zb. Radiologen den Allergietest verweigern wenn Patienten auf Kontrastmittel reagieren, diesen groben Unfug sollte man nicht glauben. Jeder Arzt oder Allergologe wird immer bestrebt sein dem Patienten mit einer Jodallergie zu helfen, auch Ärzte wollen Geld verdienen 😉

Kreuzallergien auf Jod

Kreuzreaktionen auf Jod sind uns nicht bekannt, Reaktionen auf Lebensmittel die natürliches Jod enthalten treten sehr selten auf.

Ich habe eine Jodallergie, welche Behandlung gibt es ?

Steht die Diagnose für eine Allergie gegen Jod fest sollte man einige Dinge beachten. Allergien auf Jod kommen selten vor, in der Regel reicht es aus wenn Jod-Allergiker den Kontakt vermeiden. Zumeist treten Reaktionen auf wenn zb. Wunden mit Jodtinktur versorgt werden oder vor einer Röntgenuntersuchung ein Kontrastmittel gespritzt werden soll. Man sollte also den Radiologen auf die Allergie ansprechen, am besten nimmt man seinen Allergiepass mit.

Akute Fälle einer allergischen Reaktion können mit Antiallergika behandelt werden. Jod Allergikern wird empfohlen sich vom Behandelnden Arzt ein Notfallset zusammenstellen zu lassen um bei einer heftigen Reaktion wie zb. einem Allergischen Schock Sofortmaßnahmen ergreifen zu können. Im Notafallset sind zumeist Allergietabletten, und eine Adrenalininjektion enthalten. In jedem Fall sollte dann der Notruf gewählt werden.

Vor natürlichen Lebensmitteln wie Fisch braucht man in der Regel keine Angst haben, auf in Lebensmitteln enthaltenes Jod reagieren sehr wenige Menschen, sollte man dennoch eine Unverträglichkeit gegen dieses Jod entwickelt haben gilt es diese Lebensmittel zu meiden. Ein Ernährungsberater kann hierbei helfen indem er einen Diätplan erstellt in dem Nahrungsmittel ausgeschlossen werden welche Iod enthalten.