Kälteallergie

Kälteallergie: Symptome, Ursachen und Tipps für Kälte Allergiker

Die Kälteallergie betrifft viele Menschen in den kälteren Regionen der Welt, im Winter treten die Symptome der sogenannten Kälteurtikaria auch verstärkt in Deutschland auf. Die Kälteallergie ist keine Allergie welche durch Allergene ausgelöst wird, als Reaktion auf Kälte setzt der Körper, Histamine frei welche dann die Symptome auslösen. Bei einer normalen Allergie bildet unser Immunsystem Antikörper gegen das Allergen, bei der Kälteallergie werden diese durch den physikalischen Reiz frei gesetzt. Allgemein bezeichnet man diese Form einer Allergie als Pseudoallergie, da diese nicht direkt durch Allergene ausgelöst wird.


Die Symptome der  Kälteallergie treten zumeist auf der Haut auf wenn diese bestimmte Temperaturen unterschreitet. Hat man zb. ungeschützten Kontakt zu Schnee oder Eis kommt es zu Hautrötungen und Quaddeln bzw. zu einer physikalisch bedingten Nesselsucht. Auch der Kontakt mit kaltem Wasser oder kaltem Wind im Gesicht kann je nach Temperatur eine Kälteurtikaria auslösen. Die Reaktion erfolgt zumeist nur an den Hautstellen die direkt betroffen sind, die Haut rötet sich und bildet dann Pusteln die sehr stark Jucken können. Aber auch durch kalte Getränke oder Speiseeis können Symptome im Mund, dem Rachen oder der Zunge auftreten.

kälteallergieDie Kälteallergie ist im Prinzip keine echte Allergie da Sie nicht durch Allergene ausgelöst wird, die Ursachen warum Histamin durch den Kontakt mit Kälte freigesetzt wird sind noch nicht eindeutig geklärt. Man vermutet aber einen Zusammenhang mit anderen Allergien oder Erkrankungen. Besonders oft sind Menschen mit Infektionskrankheiten betroffen, aber auch Allergiker die an Lebensmittelallergien leiden oder auf Farbstoffe, Tierhaare oder andere Allergene reagieren sind häufig von einer Kälteallergie betroffen. Frauen scheinen öfter zu reagieren als Männer und sind wohl auch allgemein Kälteempfindlicher. Von der Kälteurtikaria sind ca. 10-15 % der Menschen in den kalten Regionen betroffen, allerdings reagiert jeder auf unterschiedliche Temperaturen, weshalb man nicht genau sagen kann ab welcher Temperatur allergische Reaktionen zu erwarten sind.

Symptome der Kälteallergie (Kälteurtikaria)

Die Symptome treten zumeist bei direktem Haut-Kontakt mit kalten Stoffen auf und zeigen sich zumeist direkt an den betroffenen Hautstellen. In der Regel sind die Symptome relativ harmlos, es kann aber auch zu lebensgefährlichen Situationen kommen wenn der ganze Körper betroffen ist. Wer an einer Kälteallergie leidet sollte also vermeiden in kaltes Wasser zu springen.

  • Hautrötungen, Pusteln auf der Haut, Beulen unter der Haut (Angioödeme), Nesselsucht
  • Starkes Jucken an den betroffenen Hautstellen
  • Jucken im Mund, Zunge  oder Hals
  • Pusteln und Pickel im Mund, Rachen und Hals
  • Sehr selten, Anaphylaktischer Schock, wenn der ganze Körper, Kälte ausgesetzt wird

Wer solche Symptome nach dem Kontakt mit kalten Gegenständen, Schnee oder auch nur kaltem Wasser bei sich feststellt sollte einen Arzt aufsuchen. Der Arzt kann anhand eines simplen Test feststellen ob man an einer Kälteallergie leidet. Es wird ein kalter Gegenstand auf die Haut aufgelegt und beobachtet ob eine Reaktion eintritt. Etwas genauer geht es auch mit dem sogenannten „Temptest„, mit diesem Test kann festgestellt werden ab welcher Temperatur die ersten Anzeichen auftreten. Zudem lässt sich mit dem Gerät auch die Therapie überwachen.

Ich habe eine Kälteallergie, was hilft, welche Behandlungen gibt es ?

Wurde durch einen Allergietest eindeutig bestätigt das man an einer Kälteurtikaria leidet, sollte man Maßnahmen ergreifen um sich vor Kälte zu schützen. Warme Kleidung und Handschuhe gehören hierbei natürlich zur Grundausstattung. Alle freien Hautstellen sollten mit Schals oder wärmender Kleidung geschützt werden, auch dicke Socken könne vor allzu kalten Füßen schützen. Im Gesicht und an offenen Hautstellen empfiehlt es sich eine Hautschutzcreme aufzutragen. Wer anhand des Temptests genau weiß ab welchen Temperaturen allergische Reaktionen auftreten sollte den Wetterbericht genau verfolgen und den Aufenthalt im Freien bei gefährlichen Temperaturen vermeiden. Berufe bei denen man sich zb. in Kühlhäusern oder besonders kalten Orten aufhält sind für Kälte-Allergiker nicht geeignet.

Auch bei Speisen und Getränken sollte man darauf achten ob diese nicht ein wenig zu kalt sind, Speiseeis oder Eiswürfel in Getränken sollten vermieden werden.

Die Kälteurtikaria bzw. Ihre Symptome werden zumeist mit Antihistaminika behandelt, betroffene Hautstellen können auch direkt mit einer Salbe behandelt werden. Man sollte sich die Medikamente von einem Arzt verschreiben lassen, wer genau weiß welche Medikamente helfen kann diese auch online bestellen. Man sollte immer ein Antihistaminikum bei sich führen um bei plötzlich auftretenden Symptomen reagieren zu können. Da es oft einen Zusammenhang zwischen Infektionskrankheiten und der Kälteallergie gibt, konnte bei einigen Patienten auch schon eine Besserung durch Einnahme von Antibiotika erreicht werden.

Auch eine Desensibilisierung gegen Kälte soll helfen und möglich sein. Hierbei werden die Patienten regelmäßig kalten Temperaturen ausgesetzt, der Körper soll sich somit an die Kälte gewöhnen und Immunisieren. Inwiefern eine Immuntherapie bei dem Einzelnen möglicht ist sollte mit einem Allergologen besprochen werden. Ob sich der ZUstand bzw die Empfindlichkeit gegenüber Kälte bessert kann mit dem Temptest überwacht werden.