Kontaktallergie

Kontaktallergie: Symptome, Ursachen und Tipps für Kontakt Allergiker

Die Kontaktallergie betrifft sehr viele Menschen, die Haut reagiert durch den Kontakt mit bestimmten Substanzen und es kommt dabei zu der allergischen Kontaktdermatitis oder einem allergischen Kontaktekzem. Die Haut rötet sich und fängt an zu jucken, manchmal bilden sich auch Bläschen und Pusteln an den betroffenen Hautstellen. In Deutschland sind Kontaktallergien eine der häufigsten Allergieen, die Betroffenen reagieren dabei auf die verschiedensten Allergene wie zb. Metalle oder Reinigungsmittel sowie Farbstoffe und Konservierungsmitteln.


Eine Kontaktallergie entwickelt sich zumeist erst nach einiger Zeit wenn unser Immunsystem für das jeweilige Allergen sensibilisiert wurde. Das Allergen wird von unserem Immunsystem fälschlicherweise als Angreifer erkannt und bildet dann Abwehrstoffe um sich davor zu schützen. Die Abwehrstoffe lösen dann die bekannten Symptome der Kontaktallergie aus, diese können von Metallen, Waschmitteln, Kleidung oder anderen alltäglichen Gegenständen ausgelöst werden. Das Immunsystem bildet in der Regel erst nach einiger Zeit und mehrfachem Kontakt die Abwehrstoffe, es kann also vorkommen das man auch erst nach Jahren auf eine bestimmte Substanz allergisch reagiert. Die Kontaktallergie wird deshalb zu den Spättyp Allergien gezählt, auch die Symptome treten nach dem Kontakt erst nach einigen Stunden oder Tagen auf.

Kontaktallergie Symptome

Die Symptome einer Kontaktallergie machen sich fast immer durch Hautveränderungen bemerkbar, nach dem Hautkontakt mit dem Allergen kann es nach einigen Stunden oder Tagen zu folgenden Symptomen kommen:

  • KontaktallergieHautrötung (Erythem), Haut-Schwellungen (Angioödem)
  • Pusteln, Pickelchen und Quaddelbildung (Nesselsucht, Urtikaria)
  • Die Haut kann Schuppen oder es bilden sich Krusten
  • Fast immer kommt es zu starkem Juckreiz und Brennen auf der Haut
  • Die Folge sind oft Hautentzündungen und Reizungen
  • Mögliche Folgen sind auch Allergisches-Asthma und Erkrankungen der Atemwege da manche Allergene wie zb. Hausstaub auch eingeatmet werden.
  • In seltenen Fällen je nach Allergen Anaphylaktische Symptome, allergischer Schock

Wer solche Symptome bei sich bemerkt sollte einen Arzt bzw. einen Allergologen aufsuchen, er wird dann eine ausführliche Anamnese durchführen. Hierbei wird nach evt. Vorerkrankungen gefragt und ob Allergien anderer Familienmitglieder bekannt sind. Zudem sollte man nach Möglichkeit wissen wann die Symptome das erste mal aufgetreten sind und ob diese evt. Beruflich bedingt sind. Hat der Arzt erstmal die grundlegenden Informationen erhalten, wird er die betroffenen Hautstellen untersuchen und einen passenden Allergietest durchführen.

Bei einem Allergietest auf Kontaktallergene wird zumeist der Epikutan- oder Patch-Test durchgeführt. Bei einem Epikutantest werden die verdächtigen Allergen auf dem Rücken mit einem Pflaster aufgebracht. Nach 24-48 Stunden werden die Pflaster entfernt und die Reaktion geprüft, haben sich kleine Rötungen oder Pusteln gebildet kann man davon ausgehen das man auf das jeweilige Allergen reagiert hat.

Welche Substanzen können eine Kontaktallergie verursachen ?

Die Zahl der Substanzen und Allergene welche Kontaktallergien auslösen ist sehr groß. Man findet die verschiedensten Auslöser in 1000den von Produkten, angefangen bei der Körperpflege und Kosmetika über die Kleidung bis hin zum Schmuck gibt es viele Allergene die bereits bekannt sind. Auch in Reinigungsmitteln, Duftstoffen, Metallen und sogar im Wasser kommen Allergene vor auf die unser Haut reagieren kann. Anbei eine Übersicht zu den häufigsten Auslösern welche zu Kontaktallergien führen:

Wie werden Kontaktallergien behandelt ?

Vorweg, die meisten Kontaktallergien sind nicht heilbar und bleiben zumeist bis ins hohe Alter erhalten. Wie stark diese ausgebildet werden hängt vom Allergen und der Veranlagung des Patienten ab, bei manchen Menschen treten sehr heftige Symptome auf bei anderen kann das gleiche Allergen kaum bemerkbare Reaktionen auslösen. Auch die Häufigkeit des Kontakts und die Menge der Allergene die dabei auf die Haut gelangen spielen eine Rolle.

Wurde vom Arzt durch den Allergentest festgestellt worauf man reagiert, kann bestimmt werden mit welchen Substanzen der Kontakt vermieden werden sollte. Es ist allerdings bei einigen Allergenen oft nicht eindeutig zu erkennen in welchen Produkten diese enthalten sind. Für einige der wichtigsten Allergene wie zb. Nickel gibt es Soforttests um zu überprüfen ob das Allergen in der Uhr oder dem Schmuck enthalten ist. Wer berufsbedingt mit den Allergenen konfrontiert wird, sollte Schutzkleidung tragen, in manchen fällen ist ein Berufswechsel aber unumgänglich wenn sich eine Kontaktallergie entwickelt hat. Man sollte sich in diesem Fall an die Berufsgenossenschaft wenden, in einigen Berufen sind Allergien als Berufskrankheit anerkannt.

Treten akute Symptome auf werden die Hautstellen zumeist mit Salben behandelt die Kortison enthalten. Das Kortison unterdrückt die Symptome und es kommt oft schon nach kurzer Zeit zu einer Besserung an den betroffenen Hautstellen. In schweren Fällen werden evt. auch kortisonhaltige Tabletten verordnet oder Antihistaminika verschrieben. Auch wenn man einige dieser Medikamente rezeptfrei in Apotheken oder online kaufen kann sollte man in jedem Fall vorher einen Arzt konsultieren, jedes Medikament kann Nebenwirkungen haben.

Kann man Kontaktallergien vorbeugen ?

Eine wirksame Prophylaxe gibt es bei Kontaktallergien nicht. Allerdings kommt es erst in den letzten Jahren immer häufiger zu allergischen Erkrankungen, man geht davon aus das gerade die Hygiene in unseren Haushalten und der Umwelt dazu beiträgt. Das Immunsystem wird mit immer weniger Substanzen belastet da wir heute an allen Ecken auf Sauberkeit bedacht sind. Das kann dazu führen das unser Immunsystem nicht mehr ausreichend trainiert wird und deshalb auch auf ungefährliche Stoffe reagiert.

Man sollte also gerade Kindern auch mal erlauben im Dreck zu spielen, das stärkt ihr Immunsystem. Kleinkinder sollten zudem gestillt werden, es ist mittlerweile erwiesen das Kinder die gestillt werden seltener an Kontaktallergien erkranken.

Menschen die bereits an einer Kontaktallergie leiden müssen das Allergen vermeiden, langfristige Behandlungen wie die Desensibilisierung ist bei den meisten Kontaktallergien nicht möglich. Bei anderen Allergien kann die Immuntherapie aber erfolgreich sein und die Symptome lindern oder sogar heilen. Allerdings entwickelt sich die Medizin immer weiter und es nicht ausgeschlossen das zu verschiedenen Kontaktallergien wirksame Therapien entwickelt werden.