Lieschgras Allergie

Lieschgras Allergie: Symptome und Tipps der Lieschgras Pollenallergie

Eine Lieschgras-Allergie wird durch die Pollen der Pflanze ausgelöst, die Pollen des Lieschgras gehören mit zu den häufigsten Auslösern eines Heuschnupfens. Von einer Pollenallergie sind in Deutschland ca. 15-30 % der Bevölkerung betroffen genaue Zahlen liegen aufgrund der vielen Ursachen einer Pollenallergie nicht vor. Neben Birken und Roggenpollen gehört das Lieschgras mit fast 70% zu den am häufigsten vorkommenden Pollen-Allergie Auslösern. Eine Allergie gegen das Lieschgras entwickelt sich erst nach mehrfachem Kontakt mit dem Allergen wenn unser Immunsystem dafür sensibilisiert wurde. Es können aber auch Sofortreaktionen oder Kreuzraktionen auftreten wenn man schon an anderen Allergien leidet.


Lieschgras ist in ganz Europa verbreitet und gehört als Art zur Familie der Süßgräser (Poaceae) es wächst hauptsächlich auf Wiesen und feuchten Böden. Das Gras kann eine Höhe bis zu 1 Meter erreichen und bildet kleine Ähren. Die Pollen werden zwischen Juni und September über den Wind verbreitet. lieschgrasallergieDas Wiesen-Lieschgras oder auch Timotheegras ist allerdings kein Unkraut, es wird schon seit der Mitte des 17 Jahrhunderts in Europa angebaut. Es dient als sehr nährstoffreiches Viehfutter, zudem gelangt es auch als Katzengras oder Vogelgras in den Handel.

Die Pollen des Lieschgras lösen bei vielen Pollenallergikern heftige Reaktionen aus mit denen nicht nur in Deutschland zu rechnen ist. Das Gras ist sehr verbreitet und je nach Jahreszeit auch in vielen Urlaubsländern anzutreffen. Die Hauptflugzeit der Pollen liegt in Deutschland in der Regel zwischen Juni-Juli allerdings werden die Winter in den letzten Jahren immer kürzer, somit kann es auch schon früher zum Pollenflug kommen. Mehr Informationen zu den verschiedensten Pollenflugzeiten der für Allergiker relevanten Pollen findet man auch in unserem Allergie Kalender.

Lieschgras Pollenallergie Symptome

Die Symptome einer Allergie gegen Lieschgras Pollen ähneln einer Erkältung und machen sich wie bei allen bekannten Pollenallergien in der Regel durch einen Heuschnupfen bemerkbar.

  • Tränende Augen, Augenreizungen, Juckreiz an den Augen
  • Otitis, Ohrenentzündung, Ohrenjucken
  • Allergischer Schnupfen, Heuschnupfen, Jucken der Nase
  • Laufende Nase, Naselaufen, Dauerschnupfen
  • Niesanfälle, Niesattacken
  • Chronisch verstopfte Nase, Rhinitis, allergische Konjunktivitis
  • bei einem sogenannten Etagenwechsel kann sich auch ein allergisches Asthma entwickeln.

Wer diese Symptome einer Lieschgras Allergie bei sich feststellt sollte einen Allergologen aufsuchen, der dann gezielt prüfen kann gegen welchen Pollen man allergisch ist. leider gibt es sehr viele Pollen die im gleichen Zeitraum unterwegs sind und man kann oft nur durch einen Allergietest feststellen auf welche Pollen man tatsächlich reagiert. Zumeist werden Pollenallergien mit einem Pricktest verifiziert aber auch ein Bluttest ist bei vielen Pollenallergien möglich. Zudem besteht die Möglichkeit einer Kreuzallergie, zu den Kreuzallergenen gehören: andere Gräser wie zb. Roggen, oder Hafer aber auch Früchte wie Kiwi und Pfirsich oder Gemüse und Kräuter zb. Tomaten, Zwiebeln und Kamille.

Ich habe eine Allergie gegen Lieschgras, wie kann man diese behandeln ?

Wurde die Allergie eindeutig durch einen Allergietest belegt kann der Arzt verschiedene Maßnahmen empfehlen. Bei akuten Symptomen der Lieschgrasallergie werden zumeist Antihistaminika verschrieben. Diese werden zumeist in Tablettenform verschrieben, sind aber auch Rezeptfrei in der Apotheke oder Online erhältlich. Am bekanntesten sind hierbei Medikamente mit den Wirkstoffen Cetirizin oder Loratadin, man sollte aber in jedem Fall vorher mit seinem Arzt sprechen ob man diese bedenkenlos verwenden kann. Die Allergietabletten heilen nicht die Allergie, sie unterdrücken nur die Symptome.

Speziell für Lieschgras Allergiker wurde aber schon vor einigen Jahren eine Immuntherapie auf Tablettenbasis entwickelt. Bei der sogenannten Hyposensibilisierung erhält der Patient, Tabletten mit einem Wirkstoff der den Körper an das Lieschgras Allergen gewöhnt und im lauf der Zeit gegen die Symptome immun macht. Die Therapie kann bis zu 2 Jahre und länger dauern, lohnt sich aber da die Symptome oft gänzlich verschwinden oder stark reduziert werden. Man sollte seinen Arzt auf die Möglichkeit der Behandlung ansprechen.

Es gibt einige Produkte die Pollenallergikern helfen können.

Pollenschutzgitter, sollten bei jedem der auf Pollen reagiert zum Standard in der Wohnung gehören, sie verhindern das eindringen der Pollen in den Raum. Pollenschutzgitter gibt es in verschiedenen Ausführungen für Fenster und Türen.

Luftreiniger mit Hepa-Filter, sorgen für eine geringere Belastung der Raumluft mit Pollen. Es gibt Modelle für unterschiedliche Raum- und Wohnungsgrößen.

Staubsauger mit Hepafilter, spezielle Staubsauger verhindern das beim Saugen die kleinen Pollen wieder durch die Abluft aus dem Sauger geblasen werden.

Nasenfilter für Allergiker filtern Pollen und Allergene in der Atemluft.

Es gibt auch viele Produkte die Pollenallergikern helfen können. Die Pollen des Lieschgras werden über Wind verteilt und finden sich deshalb fast überall in unserer Umgebung, man kann sich aber Schützen. Es gibt zb. Pollenschutzgitter um das eindringen der Pollen in die Wohnung zu verhindern. Aber auch spezielle Nasenfilter kann man bei einem Spaziergang tragen. Zudem Sollte man vor dem zu Bett gehen Duschen um die Polen aus dem Schlafzimmer fern zu halten. Pollen die sich bereist in der Wohnung befinden können durch einen Staubsauger mit Hepafilter beseitigt werden. Ein Luftreiniger kann die Luft in der Wohnung von den Pollen reinigen, welche immer wieder durch den Luftzug aufgewirbelt werden.