Mandelallergie

Mandelallergie: Symptome, Ursachen und Tipps für Mandel Allergiker

Wer nach dem verzehr von Mandeln an Magenbeschwerden oder Jukreiz im Mund leidet könnte eine Mandelallergie haben. Die Allergie gegen Mandeln ist zwar in Relation zu Allergie gegen Nüsse relativ selten kann aber ähnlich starke Symptome hervorrufen. Besonders Allergiker mit Allergien gegen Birkenpollen oder Nüsse müssen auch bei Mandeln damit rechnen das allergische Reaktionen auftreten können. Die Pollen der Mandel sind allerdings nicht relevant für Allergiker.


Die Mandel wächst an Bäumen und wird in vielen Lebensmitteln oder Kosemetikprodukten verarbeitet. Die Bäume gehören zur Familie der Rosengewächse und sind in Deutschland auch als Ziergewächse bekannt. Der Mandelbaum kommt ursprünglich aus Asien und wir schon seit 4000 Jahren kultiviert, hauptsächlich kommen die Mandeln auf dem europäischen Markt aus Kalifornien sowie dem Mittelmeerraum und Pakistan. mandelallergieDie Mandel ist eine Steinfrucht welche als süße oder bittere Mandeln bekannt sind, allerdings ist nur die süße Mandel für den menschlichen Verzehr geeignet. Die bittere Mandel ist für den Verzehr nicht geeignet da während der Verdauung giftige Blausäure freigesetzt wird. Allerdings werden auch die bitteren Mandeln angebaut, man entzieht ihnen die Blausäureverbindungen und presst dann Bittermandelöl aus den Früchten. Aus Bittermandelöl wird dann zb. Amaretto hergestellt.

Die süße Mandel kann Roh verzehrt werden und ist in Gebäck, Marzipan, und Speiseeis enthalten. Mandelblättchen oder Stifte werden oft als Dekoration für Gebäck genutzt und in der Weihnachtszeit findet man in Deutschland auf jedem Weihnachtsmarkt die gebrannten Mandeln. Das Öl der Mandel wird auch in Kosmetikprodukten verarbeitet, das Mandelöl macht die Haut geschmeidig und spendet Feuchtigkeit.

Die Symptome der Mandelallergie

Eine Mandelallergie entwickelt sich zumeist erst nach mehrfachem Kontakt mit dem Allergen, unser Immunsystem erkennt das Allergen fälschlicherweise als Angreifer und entwickelt dann Abwehrstoffe welche die Symptome auslösen. Bei Menschen mit bestehenden Allergien zu Haselnüssen oder Birkenpollen können auch Sofortreaktionen auftreten.

  • Jucken und Anschwellen von Mund, Lippen, Zunge
  • Anschwellen der Schleimhäute
  • Hautjucken, Pusteln, Pickel und Hautrötungen, Dermatitis
  • Magenbeschwerden, Unwohlsein, Durchfall und Erbrechen
  • Atembeschwerden, allergische Asthma
  • In schweren Fällen, ist auch ein allergischer Schock möglich

Wer die Symptome einer Mandelallergie bei sich feststellt sollte in jedem Fall einen Allergologen aufsuchen. Schon kleine Mengen des Mandel-Allergens können heftige Symptome der Mandelallergie bis zum allergischen Schock auslösen. Der Allergologe kann anhand eines Allergietests feststellen ob eine Allergie gegen Mandeln vorliegt und dann eine Behandlung empfehlen.

Bei der Mandelallergie wird zumeist der Pricktest/Scratchtest eingesetzt. Bei einer Lebensmittelallergie gegen Mandeln kann auch ein Provokationstest durchgeführt werden. In jedem Fall sollte ein Allergologe zu Rate gezogen werden um das Allergen zu identifizieren. Auch Kreuzallergien zu anderen Lebensmitteln oder Pollen sollten überprüft werden da bei einer Kreuzreaktion auch Sofortreaktionen auf die Haselnuss oder Birkenpollen erfolgen können.

Ich habe eine Allergie gegen Mandeln, was hilft ?

Hat der Arzt eine Mandelallergie diagnostiziert, muss man das Allergen vermeiden und sollte also keine Mandeln mehr essen. Auch nach dem erhitzen bleibt das Mandelallergen aktiv man sollte also auch in Restaurants fragen ob Mandeln im Essen enthalten sind. Wichtig ist das ein Arzt genau festgestellt hat worauf man reagiert und ob es evt. Kreuzallergien gibt, wenn diese Infos vorliegen kann man anhand der Inhaltsangaben auf den Lebensmitteln schon sehr genau sehen ob diese geeignet sind. Auch ein Ernährungsberater kann helfen und einen Diätplan erstellen in dem keine Mandeln enthalten sind.

Bei akuten Symptomen werden zumeist Antiallergika verschrieben, bei Hautreaktionen werden oft Cortisonhaltige Salben verschrieben. Menschen die ein allergisches Asthma entwickelt haben wird oft ein Atemwegsspray verschrieben. Am besten berät man sich mit seinem Allergologen und lässt sich ein Notfallset zusammenstellen, welches der Allergiker dann immer bei sich führen sollte, da auch kleine Mengen der Mandel heftige Reaktionen auslösen können.

Ob eine Immuntherapie bei der Mandelallergie sinnvoll ist sollte mit dem Arzt besprochen werden, nicht bei allen Allergien und ihren Kreuzallergien, ist eine Desensibilisierung möglich. Bei einer Desensibilisierung werden dem Allergiker über einen langen Zeitraum kleine Mengen des Allergens verabreicht damit sich der Körper an das Mandel-Allergen gewöhnen kann. Mit der Zeit lassen bei einer erfolgreichen Therapie dann die Beschwerden nach oder verschwinden ganz.