Papierallergie

Papier-Allergie: Symptome, Ursachen und Tipps für Papier-Allergiker

Eine Papier-Allergie entwickelt sich erst mit der Zeit, allerdings reagiert man nicht auf das Papier an sich sondern auf das Kolophonium oder Reste von Chlor im Papier. Immer mehr Menschen haben Hautprobleme durch den dauerhaften Kontakt mit Papier, man geht davon aus das ca. 5% der Bevölkerung mittlerweile eine Allergie gegen Papier haben bzw. auf die Stoffe im Papier reagieren. Es kommt hierbei zu verschiedenen Symptomen wie zb. Hautrötungen oder Ekzemen an den Händen oder Atemwegserkrankungen durch Ausdünstungen oder Papierstaub.


Die Allergie gegen Papier entwickelt sich erst nach einiger Zeit, es kann vorkommen das man jahrelang problemlos mit Papier hantieren konnte und auf einmal ein Jucken oder Brennen an den Händen bemerkt, nachdem man Papier in der Hand hatte. Unser Immunsystem braucht immer einige Zeit um das Allergen zu bemerken und dann Abwehrstoffe zu bilden. Die Abwehrstoffe versuchen das Allergen zu bekämpfen, dabei kommt es dann zu den typischen Symptomen einer Kontaktallergie auf Papier.

papierallergiePapier wird schon seit ca. 2000 Jahren hergestellt und wurde in China erfunden, nach Europa kam das Papier im 11ten Jahrhundert und wurde damals noch aus Lumpen und Stoffresten gewonnen. Erst seit 1850 wurde Papier aus Holzfasern hergestellt. Um ein möglichst weißes Papier herzustellen begann man das Papier mit Chlor zu bleichen. Es ist bekannt das Reste von Chlor in gebleichtem Papier die Chlorallergie auslösen können. Allerdings ist Chlor mittlerweile nicht mehr die Hauptursache von Papierallergien, Kolophonium ist das mittlerweile bekannteste Allergen welches bei der Papier Produktion verwendet wird. Kolophonium ist ein Hartharz welches für mehr Festigkeit des Papiers verwendet wird. Aber auch die Farbe oder Druckerschwärze auf dem Papier sowie die enthaltene Abietinsäure können allergische Reaktionen auslösen.

Papier-Allergie Symptome

Die Symptome einer Allergie gegen Papier werden oft durch Kolophonium, Chlor oder Farbe ausgelöst und entsprechen denen einer Kontaktallergie.

  • Kontaktekzeme, Hautrötungen, Hautreizungen
  • Mundbrennen, Entzündungen der Schleimhäute, nach dem einatmen von Papierstaub
  • Nasenjucken, anschwellen der Nasenschleimhaut, laufende Nase
  • Asthmatische Reaktionen beim einatmen von Ausdünstungen bzw. Papierstaub

Wer diese Symptome beim Kontakt mit Papier feststellt sollte einen Arzt aufsuchen um einen Allergietest vornehmen zu lassen. Ein Allergologe nutzt hierfür in der regel einen Epikutantest. Der Epikutantest ist ein Hauttest, mit dem eine Kontaktallergie diagnostiziert werden kann. Es ist aber auch ein Provokationstest mit dem jeweiligen Allergen möglich. Bei einem Allergietest gegen Papier bzw. dessen Inhaltsstoffe sollte man außer dem bekannten Kolophonium auch auf Druckerschwärze und Chlor testen.

Ich habe eine Papierallergie, worauf muss ich achten ?

Eine Papierallergie bzw. auf einen der Stoffe welche in Papier enthalten sind ist in der Regel nicht heilbar, die Papier-Allergie bleibt leider ein Leben lang bestehen. Man sollte also in jedem Fall den Kontakt mit dem Allergen vermeiden was allerdings bei Papier fast unmöglich ist. Papier begegnet einem Überall im Alltag, sei es als Zeitung, Toilettenpapier, in Windeln oder Verpackungsmaterialien. Auch eine Allergie gegen die Druckerschwärze von Zeitungen oder Büchern ist möglich, man kann aber fast alle Bücher oder Zeitschriften auch online lesen oder downloaden.

Auch im Beruf sind viele Menschen gezwungen mit Papier zu arbeiten. Man sollte sich am besten mit Handschuhen schützen. Berufe die in der Papierindustrie angesiedelt sind oder sehr viel Papier verarbeiten sind besonders gefährdend und es kann vorkommen das man seinen Beruf oder Arbeitsplatz wechseln muss. Man sollte prüfen ob die Kontaktallergie in der Berufsgruppe evt. als eine Berufskrankheit anerkannt ist.

Wer bei der Arbeit Symptome einer Allergie bemerkt sollte das Papier überprüfen und feststellen lassen worauf man allergisch reagiert. Man kann auch direkt beim Hersteller anfragen ob evt. Kolophonium oder Chlor im Papier enthalten ist. Die Problematik mit den Papier-Allergenen ist bekannt und einige Hersteller haben schon alternativen für diese Stoffe gefunden. Es gibt zb. Papier welches ohne Chlor gebleicht wird, auch Papier ohne Kolophonium ist erhältlich.

Akute Hautreaktionen werden zumeist mit einer kortisonhaltigen Salbe behandelt, Kortison verringert die Entzündung der Haut. Allerdings sollte man Kortison nicht dauerhaft nutzen, Kortison hat einige Nebenwirkungen, die Haut wird empfindlicher und mit der Zeit dünner. Auch Antihistaminika können bei akuten Reaktionen auf Papier vom Arzt verschrieben werden, diese Unterdrücken die Symptome der Papier-Allergie.