Propylenglycol-Allergie

Propylenglycol-Allergie: Symptome, Ursachen und Tipps für Allergiker

Eine Allergie gegen Propylenglycol ist relativ selten tritt aber immer öfter auf da es mittlerweile sehr viele Produkte gibt die das Alkanol enthalten. Wer nach der Verwendung von Hautcremes oder Pflegecremes Hautveränderungen bemerkt könnte eine Propylenglycol Allergie entwickelt haben. Aber auch im Liquid von E-Zigaretten kommt das Allergen vor und kann beim Rauchen zu einem Kratzen im Hals oder allergischen Reaktionen in Mund und Rachen führen.


Propylenglycol gehört zu den mehrwertigen Alkanolen und wird in vielen Produkten als Trägerstoff und Trägerlösungsmittel verwendet. Es kommt in Farbstoffen und Emulgatoren vor und wird daher in vielen Arzneimitteln verwendet. E-Zigarette Allergie PropylenglycolHierbei wird sich auch die antimikrobielle Wirkung zu nutze gemacht, welche es ermöglicht das diese Produkte ohne weitere Konservierungsstoffe hergestellt werden können. Man findet Propylenglycol in: Tabletten, Dragees, Kapseln, Nasen-Tropfen, Nasensprays oder auch Hustensäften. Aber auch in der Industrie kommt der Stoff bei der Herstellung von Polyesterharzen und Kühlmitteln zum Einsatz.

Eine Allergie gegen Propylenglycol entwickelt sich erst nach einiger Zeit wenn man häufiger Kontakt zu dem Stoff hatte. Unser Immunsystem erkennt das Propylenglycol als Angreifer und bildet daher Abwehrstoffe welche dann die typischen Symptome einer Allergie auslösen. In der Regel entsprechen die Symptome einer Kontaktallergie, allerdings findet man den Stoff auch im Liquid von E-Zigaretten und es kann daher auch zu Symptomen an den Atemwegen, sowie in Mund und Hals kommen.

Propylenglycol Allergie Symptome

Die Symptome bei einer Allergie gegen Propylenglycol entsprechen zumeist denen einer Kontaktallergie, es kann aber auch zu Symptomen einer Lebensmittelallergie kommen.

  • Juckende und gerötete Hautstellen, Hautauschläge, Rötungen Pusteln und Pickel
  • Bei Kontakt oft Ekzeme an den Händen, Rötungen und Juckreiz auf der Haut
  • Entzündungen am oder im Mund und an den Schleimhäuten beim Rauchen von E-Zigaretten
  • Dermatitis, Chronische Dermatitis, Hautreizungen

Wer solche oder ähnliche Symptome bei sich bemerkt sollte einen Arzt aufsuchen, er kann feststellen ob die allergische Reaktion durch das Propylenglycol ausgelöst wird. Hierbei wird zumeist der Epikutantest verwendet. Hierbei werden Pflaster auf den Rücken aufgebracht welche die Allergen in geringen Mengen an die Haut abgeben, nach ca. 1-2 Tagen lässt sich dann eine Reaktion ablesen.

Ich bin gegen Propylenglycol allergisch worauf muß ich achten ?

Wie bei fast allen Kontaktallergien kann auch die Propylenglycol Allergie nicht geheilt werden. Es gilt also das Allergen möglichst zu vermeiden, das ist aber gar nicht so einfach da sehr viele Produkte den Stoff enthalten. Man sollte in jedem Fall die Inhaltsstoffe auf den Verpackungen von Cremes und Pflegeprodukten überprüfen, auch bei Medikamenten kann man den Stoff in der Inhaltsangabe finden. Die Industrie bietet mittlerweile sehr viele Produkte ohne Propylenglycol an, es kommen dann in den Produkten andere Stoffe zum Einsatz und man kann den Kontakt vermeiden.

Allergie durch E-Zigaretten ?

E-Zigaretten Raucher sollten bei der Auswahl ihres Liquids drauf achten ob der Stoff enthalten ist. Scheinbar besteht ein Zusammenhang mit der Menge des enthaltenen Propylenglycols, Liquids mit einem geringen Anteil des Allergens können von einigen Menschen problemlos geraucht werden. Generell sollte man aber das Rauchen vermeiden, auch E-Zigaretten sind ungesund und die Aromastoffe in den Liquids können auch Allergien auslösen.

Behandlung der Symptome

Bei akut auftretenden Symptomen einer Propylenglycol Allergie werden bei Hautveränderungen zumeist Salben oder Cremes verschrieben welche Kortison oder Hydrocortison enthalten. Das Cortison unterdrückt die Symptome der Allergie, kann diese aber nicht heilen. Bei oralen Symptomen kommen auch Antiallergika in Tablettenform zum Einsatz welche die Symptome der Allergie unterdrücken. In jedem Fall sollte man einen Arzt aufsuchen bevor man die Medikamente verwendet, auch wenn diese Rezeptfrei in den Apotheken erhältlich sind können Nebenwirkungen auftreten.