Walnussallergie

Walnussallergie: Symptome, Behandlung und Tipps für Allergiker

Menschen mit einer Walnussallergie reagieren nach dem Essen von Walnüssen oft mit Pickeln oder Pusteln am Mund oder der Zunge, aber auch auf die Pollen vom Walnussbaum werden oft allergische Reaktionen beobachtet. Es treten aber nicht nur Symptome in Mund oder Rachen auf es kann auch zu Hautausschlägen und Ekzemen kommen. Die Walnussallergie gehört zu den Lebensmittelallergien und Pollenallergien, sie gehört wie andere Nüsse auch zu den am häufigsten auftretenden Allergien auf Lebensmittel.


Die Walnuss wächst an Bäumen die zur Familie der Walnussgewächse (Juglandaceae) gehört. Der Walnussbaum kann bis zu 30 Meter hoch werden und wird bis zu 200 Jahre alt. Die verschiedenen Arten der Walnuss findet man in ganz Europa und werden für die Nussproduktion regelrechte Plantagen angebaut. Die Walnüsse finden sich in vielen Produkten wieder und auch das Holz wird für die Möbelherstellung genutzt. Der Baum blüht von März bis Juli und ist selbstbestäubend, der Pollen wird also vom Wind übertragen. In dieser Zeit müssen auch Pollenallergiker verstärkt mit Walnusspollen rechnen. Zu den Pollen und der Nuss bestehen verschiedene Kreuzallergien, besonders Allergiker die auf Birkenpollen oder andere Nüsse reagieren müssen mit Beschwerden in dieser Zeit rechnen.

walnussallergieMenschen mit einer Walnussallergie begegnet die Nuss in vielen Produkten, sie wird oft in Kuchen, Keksen, Süßpeisen und Speiseeis verarbeitet. Aus den Nüssen wird auch das Walnussöl hergestellt welches in Salaten oder zum Braten verwandt wird. Wer an einer Walnussallergie leidet sollte auch andere Nussarten wie die Pekanuss oder Erdnuss meiden, die Möglichkeit einer Kreuzreaktion ist allgemein auf andere Nüsse sehr hoch.

Eine Walnussallergie entwickelt sich zumeist erst nach einiger Zeit wenn das Immunsystem für das Allergen sensibilisiert wurde. Unser Körper erkennt die Wanuss-Allergene als Angreifer und bildet dann Abwehrstoffe welche die typischen Symptome der Allergie auslösen. Bestehen Kreuzallergien können auch Sofortreaktionen auftreten wenn man Walnüsse isst oder Kontakt zu den Walnussspollen hat. Symptome einer Pollenallergie gegen Walnüsse treten in Deutschland relativ selten auf da die Bäume nicht so häufig vorkommen.

Die Pollenflugzeiten der Walnuss liegen in Deutschland zwischen März-Juli die Hauptflugzeit ist Mai-Juni, in diesen Monaten ist verstärkt mit dem Pollenflug der Walnussbäume zu rechnen. Mehr Infos zu Pollenflugzeiten und dem Allergiewetter findet man in unserem Pollenflug-Kalender.

Symptome der Walnussallergie

Da Allergiker auf Walnusspollen und die Walnuss an sich reagieren können, kommt es auch zu unterschiedlichen Symptomen.

Reaktionen auf Walnüsse sind zumeist:

  • Jucken und Anschwellen von Mund, Lippen, Zunge und Rachen
  • Anschwellen der Schleimhäute
  • Hautjucken, Pusteln, Pickel und Hautrötungen, Dermatitis
  • Magenbeschwerden, Unwohlsein, Durchfall und Erbrechen
  • Atembeschwerden, allergische Asthma
  • In schweren Fällen, ist auch ein allergischer Schock möglich

Bei Reaktionen auf die Pollen kommt es zumeist zu diesen Symptomen:

  • Laufen der Nase, Schnupfen, Heuschnupfen, Rhinitis
  • Niesen und Jucken sowie anschwellen der Nasenschleimhäute
  • Reizung der Atemwege, Husten bis hin zu allergischem Asthma
  • Jucken und brennen der Augen
  • Hautrötungen und Pusteln

Wer solche Symptome bei sich bemerkt sollte einen Allergologen aufsuchen der dann gezielt testen kann worauf man allergisch reagiert. Hierbei kann es auch Unterschiede zwischen der Pollenallergie oder der Nahrungsmittelallergie geben. Sie sollten dem Arzt mitteilen wann die Symptome auftreten, wer nach dem Spaziergang Symptome bemerkt wird auf die Pollen reagiert haben und nach dem Verzehr eher auf die Nüsse. Der Arzt verwendet hierbei zumeist einen Pricktest, aber auch ein IgE-Test ist möglich.

Ich habe eine Walnussallergie, was kann ich tun ?

Wurde die Allergie vom Arzt bestätigt sollte man in jedem Fall die Walnüsse meiden, hierbei sollte man bei Lebensmitteln immer darauf achten ob diese enthalten sind. Die Hersteller sind verpflichtet bei den Inhaltsstoffen anzugeben ob Walnüsse enthalten sind. Im Restaurant sollte man evt. den Kellner befragen ob Walnüsse als Zutat im Gericht vorkommen. Bei der Walnussallergie muß man sich in der Regel nicht besonders einschränken wenn man darauf achtet das eben keine Walnüsse im Essen vorkommen, aber auch bei Kosmetika sollte man darauf achten das nicht evt. Walnussöl in Cremes oder Pflegeprodukten verarbeitet wird.

In der Blütezeit der Walnussbäume sollte man sich vor den Pollen schützen, auch wenn diese in Deutschland nicht so weit verbreitet sind findet man doch ab und an einen Walnussbaum.

Produkte für Pollen-Allergiker mit einer Walnussallergie

Wer unter den Symptomen einer Pollenallergie gegen die Walnuss leidet kann einiges tun um sich vor dem Kontakt mit den Pollen zu schützen. Die Symptome werden zumeist mit Anitallergika behandelt welche man auch Rezeptfrei in der Apotheke oder online bekommt. Man sollte aber immer einen Arzt konsultieren bevor man zu Medikamenten greift.

Gegen Walnusspollen kann man die Wohnung mit einem Pollenschutzgitter schützen, das Pollenschutzvlies verhindert das eindringen der Pollen in die Wohnräume. Ein Luftreiniger kann zusätzlich die Pollen aus der Luft filtern und ein Staubsauger mit Hepafilter hilft dabei den Teppich und die Polster von den Walnusspollen zu befreien. Bei Spaziergängen kann man sich mit Nasenfiltern oder Atemschutzmasken vor den Walnusspollen schützen. Diese filtern die Pollen direkt aus der Atemluft.

Treten akute Symptome einer Walnussallergie auf sollte man am besten passende Medikamente zur Hand haben. Zumeist werden vom Arzt dann Medikamente in Form von Tropfen oder Tabletten (Antiallergika) verschrieben. Für Allergische-Reaktionen der Haut werden Salben genutzt die Kortison enthalten können. Asthmatiker sollten immer ein Aerosol bei sich führen welches die Atemwege wieder befreit wenn die Luft knapp wird. Welche Medikamente man nutzt, sollte immer mit dem behandelnden Arzt besprochen werden, auch wenn die meisten Antiallergika ohne Rezept erhältlich sind sollte man genau wissen ob diese auch wirklich für die eigenen Allergiesymptome geeignet sind. Der Arzt kann Ihnen auch ein Notfallset für unterwegs zusammenstellen mit dem man direkt die auftretenden Symptome bekämpfen kann.