Heuschnupfen, allergischer Schnupfen

Heuschnupfen: Symptome und Ursachen für den allergischen Schnupfen

Alle Jahre wieder beginnt im Frühling die schlimmste Zeit für Heuschnupfen Allergiker. Der Heuschnupfen oder oft auch Pollenallergie oder Gräserallergie genannt ist die häufigste Allergie in den Industrie-Ländern. Anders als zu vermuten wäre, sind die Betroffenen nicht allergisch auf Heu im speziellen. Pflanzenpollen und Blütenstaubteilchen in der Luft verursachen einen Allergischen Schnupfen welcher auch auch Pollinosis oder saisonaler allergischer Schnupfen genannt wird. Die Pollenallergie ist an die Zeiten der jeweiligen Pollenflüge gebunden, die Hauptsaison ist von  März bis Juli. Wenn Frühblüherpollen durch einen milden Winter frühzeitig auftreten ist schon ab mitte Januar für einige spezifische Allergien mit Beschwerden zu rechnen.


Was sind Pollen ?

Bei Pollen handelt es sich um das männliche Erbgut der Samenpflanzen, welches durch die Pflanze zur Fortpflanzung verbreitet wird. Hierbei nutzen Pflanzen den Wind oder auch Insekten, um Ihr Erbgut mit dem Wind zu verteilen, nutzen Pflanzen kleine Pollen die in sehr großer Anzahl verbreitet werden um möglichst viele weibliche Pflanzen zu erreichen. Bei der Verbreitung über Insekten ist der Pollen größer damit dieser auch am Körper und den Gliedmaßen der Insekten haften kann. Mit bloßem Auge sind sind Pollen in der Regeln nicht zu erkennen, aber bei sehr großen Konzentrationen kann man oft einen gelblichen Film aus Pollen auf glatten Flächen wie zb. Autos erkennen. Der eigentliche Auslöser für den Heuschnupfen ist das Eiweiß welches in den Pollen enthalten ist. Das Eiweiß ruft im Körper eine Allergische Reaktion hervor wenn die Pollen über unsere Schleimhäute aufgenommen werden.

Ursachen für den Heuschnupfen

graeser_pollen_heuschnupfenDas Vorkommen des Heuschnupfen steigt in den letzten Jahren stetig an. Es werden unterschiedliche Ursachen für diese Allergie aufgeführt. Die Allergie auf Pollen wird in vielen Fällen vererbt, es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit das ein Kind bei einem betroffenen Elternteil auch eine Allergie bekommt. Sollten beide Eltern betroffen sein steigt die Wahrscheinlichkeit auf über 50% an. Zudem erhöht das Rauchen in der Schwangerschaft das Risiko einer Pollenallergie. Die steigende Zahl der Erkrankungen wird unter anderen Ursachen hauptsächlich durch die Zunahme der Hygiene und durch die Steigerung von Schadstoffen in der Umwelt  sowie durch veränderte Lebensgewohnheiten erklärt. Die Luftverschmutzung in Ballungsgebieten verstärkt durch ihre Schadstoffe die Auswirkungen der Allergie. Die Symptome für Allergien treten immer öfter auf.

Das menschliche Immunsystem hatte ursprünglich die Aufgabe Parasiten abzuwehren. In der heutigen Zeit sind diese aber in den Industrienationen sehr selten geworden. Krankheiten die durch Parasiten hervorgerufen werden, treten nur noch selten auf. Was aber sehr auffällig ist, ist dass in Ländern der Dritten Welt allergische Erkrankungen fast gar nicht auftreten. Eine These besagt, dass die arbeitslosen Abwehrkörper sich neue Feinde suchen, zum Beispiel eingeatmete Pollen.

Welche Pollen lösen den allergischen Schnupfen aus ?

heuschnupfenDer Heuschnupfen wir durch den Flug verschiedener Pollen ausgelöst. Man unterscheidet dabei zwischen den Baumpollen welche zb. von der Birke ab März oder der Hasel welche diese schon ab Februar verteilen und den Gräserpollen welche in der Regel ab April hinzukommen. Natürlich kann sich der Zeitraum auch ändern das hängt ein wenig vom Wetter in der Region ab. In milden Wintern kann der Pollenflug auch schon wesentlich früher einsetzen, in langen und kalten Wintern entsprechend später. Die Pollenflugzeit dauert dann über den Sommer mit den verschiedensten Baum und Gräserpollen meist bis November, generell kann man sagen das die Belastung durch Pollen durch einen besonders langen Winter verstärkt wird, da dann in dem verkürzten Frühjahreszeitraum mehr Pollen in der Luft sind.

Anbei die wichtigsten Auslöser für den allergischen Schnupfen: AmbrosiaAhornAmpfer, BeifußBirkenpollen EibeEichenEscheErlenFliederFichteHainbucheRapsGersteGräserHaselWeizen,

Heuschnupfen Symptome

Die Allergische Rhinitis ist eine allergisch bedingte Entzündung der Nasenschleimhaut (Rhinitis). Welche oft von weiteren Erkrankungen der Atemwege begleitet wird, wie  zB. Entzündungen der Nasennebenhöhlen und Asthma. Die ersten Symptome treten meist schon im frühen Kindesalter auf und führen jahrzehntelang zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität. Gerade bei Kindern sollte man verstärkt auf die Symptome achten und sich Hilfe holen.  Die Allergien haben Auswirkungen auf das Sozialleben, die schulische und berufliche Leistungsfähigkeit, im Erwachsenenalter spielen zudem Kreuzallergien eine große Rolle.

  • Tränende Augen
  • Augenreizungen
  • Juckreiz der Augen, Augenjucken
  • Otitis, Ohrenentzündung
  • Ohrenjucken
  • allergischer Schnupfen
  • Jucken der Nase
  • Laufende Nase, Naselaufen, Dauerschnupfen
  • Nasenpolypen
  • Niesanfälle, Niesattacken
  • Chronisch verstopfte Nase
  • Rhinitis

Wer diese Symptome bei sich bemerkt sollte für eine korrekte Diagnose einen Allergologen aufsuchen, der Arzt kann dann mit einem Allergietest genau feststellen auf welche Pollen man reagiert und eine geeignete Behandlung vorschlagen. Bei vielen Patienten kann anhand der Diagnose des Allergologen auch eine Desensibilisierung als Therapie eingeleitet werden. Bei dieser Behandlung wird das Immunsystem mit geringen Mengen des Allergens konfrontiert, der Patient soll sich an das Allergen gewöhnen. Bei einer erfolgreichen Immuntherapie können die Symptome gemindert werden und in manchen Fällen sind die Patienten sogar beschwerdefrei. Bei akuten Problemen können auch Medikamente wie zb. Antihistaminika, Augentropfen und Nasensprays helfen.

Kreuzallergien bei Heuschnupfen

Bei Pollenallergikern kommt es oft zu allergischen Reaktionen auf alle möglichen Lebensmittel oder Produkte, da sehr oft Kreuzallergien bestehen. Allerdings hängt die Entstehung davon ab auf welche Pollen man reagiert. In der Allergologie sind bei den verschiedenen Pollenarten, Kreuzereaktionen bekannt.

Man sollte also bei einem allergischen Schnupfen, auch darauf achten was man isst oder ob man auch auf andere Stoffe allergisch reagiert.

Was hilft bei einer Allergie gegen Pollen ?

Es gibt einige Tipps die einem das leben mit der Allergie erträglicher machen können. Als erstes sollte man genau herausfinden, gegen welche Pollen man allergisch reagiert. Ein auf Allergien spezialisierter Arzt kann das mit einem Hauttest dem sogenannten Pricktest feststellen. Sobald man weiß gegen welche Pollen man allergisch reagiert kann es einem schon helfen wenn man genau weiß welche Pollen wann fliegen. Hierzu findet ihr auch einen einen Pollenflugkalender auf unseren Webseiten.

Wichtige Tipps für Allergiker

  • Wäsche nicht draußen Trocknen damit keine Pollen auf der Kleidung haften.
  • Regelmäßiges Saugen und Wischen verringert die Gefahr, dass Pollen aufgewirbelt werden wenn man durch die Wohnung geht oder gerade lüftet.
  • Vor dem zu Bett gehen die Kleidung am besten nicht im Schlafzimmer wechseln und vorher Duschen, so wird vermieden das die Allergene im Schlafzimmer landen und einem auch noch während der Nachtruhe stören.
  • Pollen-Schutzgitter verhindern, dass Pollen durchs Fenster eindringen. Es gibt mittlerweile spezielle Schutzgitter die das eindringen von Pollen verhindern können. Auch Heuschnupfen-Allergiker können mit den Schutzgittern jeden Tag unbedenklich die Wohnung lüften.
  • Pollenfilter für das Auto bieten Schutz vor Pollenflug, die Pollen können über die Lüftung eindringen. Natürlich nutzt der beste Filter nichts wenn man während der Fahrt die Fenster öffnet.
  • Allergiker Staubsauger sorgen mit speziellen Filtern dafür, dass beim Saugen möglichst wenig Staub wieder in die Raumluft geblasen wird.
  • Luftreiniger oder auch Klimaanlagen mit moderner Filtertechnologie können helfen, die Pollenkonzentration zu Hause und im Büro zu reduzieren. Es gibt mittlerweile spezielle Systeme für Allergiker.
  • Auch das Rauchen sollte vermieden werden, da dieses die Schleimhäute zusätzlich reizt.
  • Allergieauslöser im Wohnungsumfeld wie zB. dem Garten entfernen oder gar nicht erst Pflanzen.
  • Bei starken Beschwerden sollte man eine Hyposensibilisierung ins Auge fassen, hierbei wird versucht den Körper an die Allergene zu gewöhnen und somit die heftigen Reaktionen zu vermeiden.

Produkte die Pollen Allergikern helfen können

Es gibt einige Produkte oder Hilfsmittel die Allergiker nutzen können um sich vor den Pollen zu schützen.

Pollenschutzgitter, sollten bei jedem der auf Pollen reagiert zum Standard in der Wohnung gehören, sie verhindern das eindringen der Pollen in den Raum. Pollenschutzgitter gibt es in verschiedenen Ausführungen für Fenster und Türen.

Luftreiniger mit Hepa-Filter, sorgen für eine geringere Belastung der Raumluft mit Pollen. Es gibt Modelle für unterschiedliche Raum- und Wohnungsgrößen.

Staubsauger mit Hepafilter, spezielle Staubsauger verhindern das beim Saugen die kleinen Pollen wieder durch die Abluft aus dem Sauger geblasen werden.

Nasenfilter für Allergiker filtern Pollen und Allergene in der Atemluft.

Wer noch mehr Tipps und Informationen zum Heuschnupfen hat, kann uns diese gerne zusenden.



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