Schimmelpilzallergie

Die Schimmelpilzallergie und Ihre Symptome

Die Schimmelpilzallergie ist eine Reaktion auf die Sporen von Schimmelpilzen. Die Sporen der Schimmelpilze setzen Substanzen frei, welche mit den Menschlichen Schleimhäuten reagieren und zu vielen Beschwerden führen können. Allergiker reagieren mit Schnupfen, Husten, Hautauschlägen bis hin zu asthmatischen Schüben auf die Allergene der Schimmelpilze. Zu den bekanntesten allergieauslösenden Schimmelpilzen gehört zb. der Aspergillus.


Was sind Schimmelpilze und wo kommen Sie vor ?

Es gibt eine vielzahl von bekannten Pilzarten wobei die sogenannten Schimmelpilze die größte Gruppe in der Familie der Pilze darstellt. Zudem gibt es noch Hefepilze sowie Hautpilze und natürlich auch die Pilze welche man in der Natur findet wie den bekannten Champingon oder auch den Fliegenpilze etc. Normalerweise sind Schimmelpilze sehr nützlich für den Menschen und die Natur, sie helfen dabei Abfälle zu zersetzen und die Natur im Gleichgewicht zu halten. Der Mensch setzt diese auch ein um zb. Käse herzustellen, auch bei Gärungsprozessen und bei der Müllverarbeitung sind Schimmelpilze nützliche Helfer. Es gibt aber auch Arten die leider nicht so nützlich sind und dem Menschen Schaden zufügen können. Bekannt sind ca. 100 Arten welche die Gesundheit negativ beeinflussen können und evt. eine Schimmelpilzallergie auslösen.

Schimmelpilze kommen überall vor, Sie bevorzugen ein warmes und feuchtes Klima in ihrer Umgebung. Sie wachsen besonders gut bei Temperaturen ab 20° C und mögen eine relative Luftfeuchtigkeit von ca 80%, leider ist das auch die Umgebung in der wir Menschen uns besonders wohl fühlen. So lässt es sich kaum vermeiden das wir dem ein oder anderen Schimmelpilz in unserer täglichen Umgebung finden.

In unserer Wohnung  findet man die Pilze vor allem in schlecht belüfteten Räumen und an feuchten stellen wie zb. dem Keller, Badezimmer oder auch in der Küche. Auch in unseren Wohnräumen findet man oft hinter Möbelstücken welche Schlecht belüftet sind Schimmelpilze an der Wand. Man sollte also darauf achten das die Möbel nicht zu nahe an der Wand platziert werden, damit sich keine Feuchtigkeit dahinter bilden kann und so dem Schimmelpilz einen optimalen Nährboden schafft.  Die Schimmelpilze findet man zudem auch in verdorbenen Lebensmitteln, Obst und sogar in unseren Blumentöpfen, auch Klimaanlagen und die beliebten Luftbefeuchter welche man bei trockener Luft an die Heizkörper hängt neigen dazu mit der Zeit Schimmel anzusetzen. Es gibt auch jahreszeitbedingte Schimmelpilz-Allergene wie zb. Alternaria alternata und Cladosporium herbarum welche im Zeitraum von September bis Oktober auftreten.

Was löst die Schimmelpilzallergie aus ?

Am häufigsten reagiert man bei einer Schimmelpilzallergie auf die Sporen welche man einatmet. Es gibt aber auch Nahrungsmittel die von Schimmelpilzen befallen sind und durch deren Genuss man die Allergene dann aufnehmen kann. Hochgradige Allergiker  müssen auch damit rechnen, das Sie auf Produkte reagieren welche mithilfe von Schimmelpilzen hergestellt werden wie zb. Bier, auch in Fruchtsäften können Allergene enthalten sein.

Symptome für eine Schimmelpilz-Allergie

Bei dieser Allergie gibt es verschiedene Symptome da die Allergene nicht nur über die Atemwege sondern auch über Nahrungsmittel aufgenommen werden können.

  • Husten
  • Verstopfte Nase
  • Schnupfen
  • Niesreiz
  • Verschleimung der Atemwege
  • Übelkeit, Erbrechen Durchfall
  • Hautrötungen, Ausschlag
  • Juckreiz

Die Diagnose

Die Schimmelpilzallergie ist nur schwer erkennbar da oft andere Ursachen für die Reaktion vermutet werden. Allergiker sollten also genau beobachten unter welchen Umständen die  Beschwerden auftreten, bei einem Aufenthalt in bestimmten Räumen, nach dem Schlafen oder evt. dem Esssen ?  Die Sporen der Schimmelpilze sind oft zur gleichen Zeit in der Luft enthalten wie zb. Blüten oder Pflanzenpollen man sollte also in jedem Fall einen Arzt aufsuchen und einen Allergietest durchführen bei dem dann auch auf Schimmelpilze getestet wird.

In der Regel ist Ihr Hausarzt der erste Ansprechpartner, der Sie dann bei einem begründeten verdacht auf eine Schimmelpilzallergie zu einem Spezialisten dem Allergologen schickt, um die Symptome sowie das weitere vorgehen abzuklären. Der Allergologe wird Ihr Blut auf Antikörper gegen Schimmel untersuchen und bei einem positiven Befund , den sogenannten Prick-Test durchführen.

Der Prick-Test ist das am meisten verwandte Testverfahren. Vor allem Allergien vom Soforttyp 1 sind mit dem Prick-Test nachweisbar. Solche Allergien sind Reaktionen des Immunsystems, die durch den Kontakt mit bestimmten Allergenen ausgelöst werden, beispielsweise Schimmelpilzen und Pollen. Bei diesem Test werden verschiedene Allergene in Tropfenform auf die Haut aufgetragen. Die Haut wird oberflächlich eingestochen, was in der Regel keine Schmerzen verursacht, dann wird das Allergen in einer Lösung auf die kleine Wunde aufgebracht. Reagiert man auf eines der Allergene, kommt es zu Juckreiz und Quaddelbildung an den getesteten stellen und der Arzt kann sehen auf welches Allergen man reagiert.

Allergie und jetzt ?

Wurde die Schimmelpilzallergie einmal festgestellt sollte man einiges beachten um die Auswirkungen oder den Kontakt mit den Allergenen zu vermeiden. Schimmelpilze kommen überall vor, in der Natur, dem Haushalt und vor allem in der Luft. Im Haus sollte man regelmäßig lüften und besonders darauf achten das keine Feuchten stellen hinter Möbeln entstehen wo sich Schimmel bilden kann. Auch sollte man Abfälle jeglicher Art direkt entfernen damit sich zb. auf Obstresten kein Schimmel bilden kann. Ist in der Wohnung einmal Schimmel festgestellt ist es sehr Schwierig diesen auch dauerhaft wieder los zu werden. Man sollte prüfen ob nicht bauliche Schäden vorliegen oder evt. mal ein Wasserschaden für feuchte Wände gesorgt hat. Oft ist der Schimmel an diesen Stellen sogar direkt sichtbar und kann behandelt werden. Am besten zieht man einen Fachmann zu rate, der weiß wie man den Schimmel wirksam bekämpft evt. müssen auch die Fenster oder das Mauerwerk geprüft werden um festzustellen wo die Feuchtigkeit her kommt.

Anbei ein paar Tipps zur Schimmelpilzallergie:

  • Lüften Sie so oft wie möglich.
  • Benutzen Sie keine Luftbefeuchter an Heizkörpern.
  • Achten Sie auf Schimmelflecken hinter Möbeln und schlecht belüfteten stellen.
  • Verzichten Sie möglichst auf alle Zimmerpflanzen.
  • Lassen Sie keine Küchenabfälle liegen.
  • Lagern Sie Obst und Gemüse nur im Kühlschrank, entsorgen sie umgehend befallenes Obst
  • Vermeiden Sie Gartenarbeiten, gerade im Kompost sind zb. Schimmelsporen enthalten.
  • Klimaanlagen sollten regelmäßig gewartet werden.
  • Der Keller sollte auf Feuchtigkeit geprüft werden.

 

Wurde ein Schimmelbefall in der Wohnung festgestellt sollten Sie umgehend Ihren Vermieter oder die Hausverwaltung informieren. Klären Sie am besten vorher ab wer die Kosten für eine Entfernung des Schimmels übernimmt. bei einem Akuten Befall sollte man umgehend die Räumlichkeiten verlassen und einen Spezialisten mit der Entfernung und dem feststellen der Ursachen beauftragen. Um dem Schimmel vorzubeugen sollte man regelmäßig die Wohnung lüften am besten 2-3 mal am Tag für ca. 5 Minuten. Ein Auskühlen der Räume sollte vermieden werden da sich sonst wieder Feuchtigkeit in den Wänden festsetzen kann. Grundsätzlich sollte man darauf achten, dass die Feuchtigkeit nach außen entweichen kann, auch die Heute üblichen Dämmungen bei welchen zb. Folien als Dampfsperre verarbeitet werden sollten vermieden werden um eine Luftzirkulation zu gewährleisten und einem Schimmelbefall vorzubeugen.

 

 



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