Allergien und Unfallgefahr

Risikofaktor Allergie – Vermehrte Unfälle bei Allergikern

Mit der Pollensaison startet zahlreichen wissenschaftlichen Studien zufolge auch die Zeit der vermehrten Verkehrsunfälle. Schon, wer nur eine oder wenige Sekunden lang abgelenkt ist, muss beim Autofahren mit drastischen Folgen rechnen; Allergiker sind aufgrund von tränenden Augen und Niesreiz besonders betroffen. Durch verschiedene Vorbeugemaßnahmen können sie die Allergiesymptome sowie das Unfallrisiko mindern.

Schon eine Sekunde kann gefährlich werden

Mit dem Frühjahr beginnt für viele Menschen die angstrengendste Zeit des Jahres – Pollenallergiker bemerken hierzulande oftmals schon im Februar die belastenden Symptome des Heuschnupfens wie

  • tränende Augen,
  • Juckreiz und
  • ständiges Niesen.

Zwischen April und Juni ist die Verbreitung der Pollen am stärksten, doch auch bis in den Spätsommer hinein zählen die Beschwerden – je nach Pollenart – zu den täglichen Begleitern betroffener Personen. Besonders die häufigen Niesanfälle können Allergikern zum Verhängnis werden. Der kurze Moment, in denen man die Augen schließt, reicht aus, um einen möglichen Unfall zu verursachen. Häufig kommt es zu regelrechten Niesanfällen und damit zum Sicht- und Kontrollverlust über das Fahrzeug. Leider unterschätzen viele Betroffene diese Gefahr ihrer Allergie.

Medikamente für Autofahrer nicht die beste Wahl

Natürlich gibt es verschiedenste Allergiemittel auf dem Markt, mit denen man zahlreiche Beschwerden wirksam lindern kann. Allerdings führen diese mitunter zu weiteren Problemen, die ebenso gefährlich werden können. Viele Heuschnupfenmedikamente beeinträchtigen das Fahrvermögen ebenso; es kommt zu Müdigkeit und Konzentrationsproblemen und somit zur Entstehung weiterer Faktoren, die zu einem Unfall führen können.

Experten zufolge ist besonders bei Medikamenten, die bereits lange auf dem Markt sind, mit Nebenwirkungen zu rechnen. Leider sind genau diese Mittel oftmals rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Eine ärztliche Rücksprache bezüglich unerwünschter Wirkungen ist daher sehr zu empfehlen. Mindestens genau so wichtig ist jedoch auch die Vorbeugung von Niesanfällen etc.
durch bestimmte Maßnahmen.

Vorbeugen durch Pollenfilter und Co.

Autofahrer sollten grundsätzlich auf einen ausreichenden Sicherheitsabstand achten; für Allergiker ist dieser Ratschlag besonders zu beherzigen. Die Empfehlung lautet: mindestens der halbe Wert der Fahrgeschwindigkeit in Metern sollte zum vorausfahrenden Fahrzeug bestehen.

Als sehr effektiv hat sich der Einbau eines Pollenfilters in das Auto erwiesen. Er verhindert das Eindringen der lästigen Allergene. Wichtige Voraussetzungen für eine reibungslose Funktion: eine gründliche Wagenhygiene, geschlossene Fenster und Türen sowie der regelmäßige Austausch des Filters. Zusätzliches Plus: sollte es allergiebedingt zu einem Unfall kommen, kann ein gut funktionierender Filter in Sachen Versicherungsschutz einen großen Vorteil darstellen.

Ebenfalls sollten Betroffene aufgrund von herunterfallenden Pollen möglichst nicht unter Bäumen parken. Wer im Sommer gegen die Hitze in seinem Wagen angehen möchte, sollte sich an folgende Regeln halten:

1. Alle Türen öffnen und zwei Minuten lang lüften
2. Nach dem Losfahren die Klimaanlage anstellen und die Lüftung für die ersten Kilometer auf „Umluft“ stellen

Weiterhin hilfreich ist es, seine Jacke vor dem Einsteigen in den Kofferraum zu legen, um mögliche Pollen nicht mit ins Auto zu nehmen.

Allergiepass kann im Notfall Leben retten

Generell sollten Allergiker stets einen Allergiepass bei sich tragen. Kommt es zu einem akuten Notfall – bei Pollenallergikern zum besagten Verkehrsunfall – müssen Ärzte und Pflegepersonal in Sachen Medikation wissen, ob eine mögliche Allergie vorliegt. Ist der Patient nicht ansprechbar, kann dieser kleine Pass eine große Stütze sein und eine rasche Behandlung möglich machen.

Mehr über die möglicherweise lebensrettende Funktion eines Allergiepasses und welche Angaben darin zu finden sein sollten, können Sie bei paradisi.de nachlesen. Einen Allergiepass zum Downloaden und Ausdrucken gibt es als PDF-Dokument zum Beispiel bei ratiopharm.de oder ihre-pvs.de.

Ein besonders wichtiger Tipp bei bevorstehenden Auslandsreisen: es gibt internationale Allergieausweise, die auch eine Notfallbehandlung in anderen Ländern bei Bedarf möglich machen. In der Regel ist der Pass viersprachig aufgebaut; zudem kann man ihn in bestimmten Sprachen beantragen.

Notfallset für Allergiker

Die Notfallausrüstung für jeden Allergiker

Natürlich ist es schwer, alle Allergien über den einen, sprichwörtlichen Kamm zu scheren und zu erklären, was in DAS ultimative Notfallset gehört. In diesem Beitrag soll zum einen davon ausgegangen werden, dass es sich um eine Anaphylaxie – die schwerste allergische Reaktion – handelt. Zum anderen sollen Empfehlungen ausgesprochen werden, was – nach Rücksprache mit Ärzten oder Apothekern – ein sinnvoller Inhalt der Notausrüstung ist.

So sieht der Allergieatlas Deutschlands aus

Heuschnupfen
Abbildung 1: Die bekannteste Allergie ist auch die, die am häufigsten auftritt: der Heuschnupfen.

Blickt man auf die Übersicht, die im Bundesgesundheitsblatt veröffentlicht wurde, so zeigen sich klare Tendenzen und Trends im Allergieatlas Deutschlands. 30 Prozent der Befragten leiden an Allergien. Spitzenreiter der Allergien ist der Heuschnupfen, der insgesamt 14,8 Prozent der Deutschen quält (16,5 Prozent der Frauen, 13 Prozent der Frauen). Auf Platz zwei der häufigsten hier untersuchten Allergien steht Asthma bronchiale mit 8,6 Prozent (9,9 Prozent Frauen, 7,3 Prozent Männer). Unter Kontaktekzemen leiden 8,1 Prozent der Befragten (12,7 Prozent Frauen, 3,4 Prozent Männer).

Deutlich werden mit Blick auf diese Zahlen nicht nur Ausprägung und Häufigkeit, sondern vor allem auch die geschlechtsspezifischen Unterschiede, die zeigen: Frauen werden mit Blick auf diese drei Allergien deutlich häufiger gequält als Männer. Ganz häufig lässt sich auch beobachten, dass die Erkrankungen bereits in jungen Jahren (zwischen 18 und 29 Jahren) aufgetreten sind. Der Spitzenreiter, der Heuschnupfen, fällt hier aus der Reihe, denn er ist sogar bis 49 Jahre auf einem hohen Niveau. Das Vorkommen von Urtikaria steigt im Alter. Kontaktekzeme entstehen meist zwischen dem 30. und dem 49. Lebensjahr.

Zu diesem Notfallset rät der Deutsche Allergie- und Asthmabund

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) gibt den Tipp, einen Anaphylaxie-Pass auszufüllen, der Ersthelfern ermöglichen soll, zu verstehen, welche Art von allergischem Schock der Betroffene hat. Darüber hinaus sollten diese Bestandteile laut DAAB Teil des Notfallsets sein:

  • Asthma Spray Allergie
    Abbildung 2: Neben einem Adrenalin-Pen ist das Ventolin Spray besonders häufig ein Teil des Notfallsets. Es hilft die Bronchien zu erweitern.

    Die größte Gefahr sind unerkannte Allergien Adrenalin, verpackt in einen Autoinjektor, ist das mit Abstand gängigste Notfallmedikament, das sich Allergiker selbst injizieren können. Die Deutsche Apotheker Zeitung teilt mit, dass es Schulungsmaßnahmen geben muss, die die richtige Anwendung des Pens auch gewährleisten können.

  • Wer weiß, dass ein allergischer Schock mit akuten Atemwegsproblemen einhergeht, sollte auf ein Spray setzen, das die Bronchien erweitert. Ventolin Spray kann nach einer Ferndiagnose direkt bei der Versandapotheke bestellt werden.
  • Nach den ersten beiden Schritten zur Bekämpfung der akuten Einschränkungen wird in aller Regel ein Antihistaminikum verabreicht, das die allergische Reaktion bekämpft.
  • Um Spätreaktionen, die bei einer allergischen Reaktion üblich sind, möglichst rechtzeitig einzudämmen, wird in aller Regel Cortison gegeben.

Während die Schnupfennase und die tränenden Augen die Lebensqualität einschränken, gibt es durchaus auch Allergien, die eine ganz andere Dimension annehmen können. Die Rede ist von den unentdeckten Allergien, die dann auftauchen können, wenn keiner damit rechnet, und die schwerwiegende Folgen nach sich ziehen können. Die folgende Tabelle zeigt eine Reihe von Allergiesymptomen, die häufig gar nicht als Allergie gedeutet werden:

Allergiesymptome im Bereich der inneren Organe, der Schleimhäute, der Haut (meist chronische Beschwerden) Allergiesymptome im Bereich von Muskeln, Gerin und Nerven Allergiesymptome mit psychischem Background
– Asthma, Pseudokrupp
– Entzündung der Augenbindehäute, Augenlidschwellungen, permanenter Tränenfluss
– Halsschmerzen, Schwellung der Gaumen- und Rachenmandeln, Heiserkeit
– Harnwegsbeschwerden
– Heuschnupfen, Schnupfen, häufiges Nasenbluten
– Mittelohrbeschwerden, Entzündung der Ohrtrompete
– Mund, Speiseröhre, Magen und Darm, Schmerzen, Brennen, Krämpfe, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle und Verstopfung
– Nasennebenhöhlen-beschwerden
– Neurodermitis, Nesselsucht (Urtikaia), Kontaktallergien
– Ohrekzeme
– Ohrensausen, Schwindel, Schwerhörigkeit
– Schleimbildung im Bereich der Atemwege, ständiges Räuspern
– Vaginalbeschwerden
– Druckgefühl im Prostatabereich
– epileptische Anfälle
– Geschmacks-, Riech- und Sehstörungen
– Herzrhythmusstörungen
– Hyperaktivität, Nervosität, Schlaflosigkeit
– Kälte- und Hitzeempfindlichkeit
– Konzentrationsstörungen, Lernschwierigkeiten, Legasthenie, Gedächtnisstörungen
– Kopfschmerzen, Migräne
– Kreislaufbeschwerden, Blutdruckschwankungen, Bluthochdruck
– Müdigkeit, Benommenheit, großes Schlafbedürfnis
– Muskelzuckungen, Muskelkrämpfe
– Nervenschmerzen, Kribbeln und Ziehen in den Gliedmaßen
– Ohrensausen und andere Hörstörungen, Schwindel, Schwerhörigkeit
– Reizungen von Mund, Speiseröhre, Magen und Darm
– innere Gereiztheit, Neigung zur Aggressivität
– seelische und körperliche Erschöpfung
– Sensibilität auf alle Außenreize
– Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen
– Unkonzentriertheit und Vergesslichkeit

Schließen sich mehrere Allergiesymptome zusammen, spricht man von einem Allergie-Syndrom. Besondere Brisanz hat das Thema deswegen, weil allergieauslösende Faktoren nicht nur zu teils massiven Beschwerden führen, sondern auch weil sie auch andere, schwerwiegende Krankheiten bedingen können. Vor allem wenn Allergien die Psyche tangieren, ist häufig nicht der Gang zum Allergologen, sondern zum Psychologen empfehlenswert.

Abbildung 1: pixabay.com © cenczi (CC0 Public Domain)

Abbildung 2: pixabay.com © InspiredImages (CC0 Public Domain)

Chronische Nasennebenhöhlenentzündung durch Allergien

Allergien als Auslöser chronische Nasennebenhöhlenentzündung

Allergiker haben es oft nicht leicht mit ihrer Nase: sie ist verstopft, juckt oder läuft ständig. Zu allem Überfluss können sich die Beschwerden auch auf benachbarte Regionen ausweiten – zum Beispiel die Nasennebenhöhlen. Das Risiko einer akuten oder chronischen Nasennebenhöhlenentzündung ist bei Allergikern besonders hoch. Warum das so ist, und was Betroffenen helfen kann, erfahren Sie hier!

Was sind die Ursachen einer allergischen Sinusitis?

allergischen SinusitisIn den meisten Fällen wird eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) durch Viren ausgelöst. Allergien zählen jedoch zu den Risikofaktoren, die eine Nasennebenhöhlenentzündung begünstigen. In diesem Fall sprechen Mediziner auch von einer allergischen Sinusitis. Bei Menschen mit allergischem Schnupfen, die beispielsweise Pflanzenpollen, Tierhaare oder Hausstaubmilben nicht vertragen, werden die Nasenschleimhäute meist über einen längeren Zeitraum gereizt und schwellen an. In der Folge kann das Sekret nicht mehr richtig abfließen und die Zugänge zu den Nasennebenhöhlen verstopfen. Das feuchtwarme Klima, das sich in den Nebenhöhlen entwickelt, stellt die idealen Bedingungen für Bakterien dar. Diese können sich dort optimal ausbreiten und eitrige Entzündungen hervorrufen. Aber mehr zu Sinusitis hier.

Eine allergische Sinusitis kann außerdem eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung verursachen. Als chronisch bezeichnen Mediziner eine Nasennebenhöhlenentzündung, die länger als drei Monate andauert oder öfter als vier Mal im Jahr auftritt. Durch die starke Belastung der Schleimhäute sind Allergiker besonders gefährdet.

Symptome einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung infolge von Allergien

Eine allergische Sinusitis äußert sich durch eine Schleimhautschwellung im Bereich der Nasennebenhöhlen. Betroffene empfinden meist ein Druckgefühl über der Wange und an der Stirn. Die Nase ist in der Regel verstopft. Hinzu können noch begleitende Symptome kommen. Dazu gehören:
• Kopfschmerzen
• eine Beeinträchtigung des Geruchsinns
• Schlafstörungen
• ausgeprägtes Krankheitsgefühl (wie bei einer Erkältung)

Bei einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung sind diese Symptome zwar in der Regel nicht ganz so stark ausgeprägt wie bei der akuten Form, jedoch klingen die Symptome nie vollständig ab. Betroffene fühlen sich allgemein sehr schlapp und in ihrer Atmung beeinträchtig. Ein Arztbesuch ist in jedem Fall empfehlenswert.

Diagnose einer allergischen Sinusitis

Bei einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung erkundigt sich der Arzt zunächst nach vorhandenen Allergien. Sind dem Patienten keine Allergien bekannt, kann ein Allergietest Klarheit über die Auslöser verschaffen. Ein gängiges Verfahren zur Prüfung eines Allergieverdachts ist beispielsweise der Pricktest. Der Pricktest wird zur Überprüfung von Allergien des Soforttyps (Typ I) wie Heuschnupfen oder Lebensmittelallergien angewendet. Dabei werden potentielle Allergieauslöser auf die Haut aufgetragen und die Reaktion des Körpers auf diese beobachtet. Zudem kann der RAST-Test, eine Blutuntersuchung im Labor, Hinweise auf Allergien geben.

So behandelt der Arzt eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung durch Allergien

Konnte eine Allergie als Auslöser der chronischen Nasennebenhöhlenentzündung identifiziert werden, sollten Patienten versuchen, die allergieauslösenden Stoffe (Allergene) zu meiden. ArztDes Weiteren kann der Arzt bei einer allergischen Sinusitis Antiallergika sowie cortisonhaltige Nasensprays verschreiben. Das Nasenspray sollte einmal am Tag, bestenfalls morgens oder vor dem Schlafengehen, angewendet werden. Die Dauer des Gebrauchs sollte unbedingt mit dem Arzt abgeklärt werden. Eine übermäßige Einnahme kann zu Nebenwirkungen wie dem Austrocknen der Nasenschleimhaut führen.
Um die Ursache der Allergie zu behandeln, ist außerdem eine Hyposensibilisierung möglich. Ziel dieser Therapie ist es, das Immunsystem langsam an die Allergene zu gewöhnen und somit allergische Reaktionen zu verhindern.

Sodbrennen durch Glutenunvertäglichkeit

Sodbrennen durch Gluten

Sodbrennen ist unangenehm und Betroffene wollen es verständlicherweise schnell wieder loswerden. In manchen Fällen deutet das Sodbrennen aber auf eine Unverträglichkeit gegen bestimmte Lebensmittel hin, etwa gegen Gluten. Lesen Sie hier, warum das so ist.

Wenn das Immunsystem auf Gluten reagiert…

Das Immunsystem eines Glutenallergikers reagiert auf das Eiweiß, als wäre es ein gefährlicher Eindringling, und löst eine Immunreaktion aus, die Beschwerden bereitet. Bei einer Unverträglichkeit gegen Gluten verläuft die Reaktion meist weniger stark als bei einer Allergie. Eine Glutenallergie (Zöliakie) ist meist erblich bedingt.

Eine Unverträglichkeit gegen Gluten äußert sich von Person zu Person verschieden, viele haben gar keine Symptome. Typische Anzeichen treten vor allem bei Kindern auf. Dazu zählen:
• Durchfall
• voluminöser, breiiger und übelriechender Stuhlgang
Ein weiteres Anzeichen für die Allergie oder Unverträglichkeit gegen Gluten kann Aufstoßen oder Sodbrennen sein.

Woher kommt Sodbrennen?

Sodbrennen wird auch als Refluxkrankheit bezeichnet. Bei der Erkrankung fließt saurer Mageninhalt zurück in die Speiseröhre und löst Schmerzen aus. Auslöser von Sodbrennen können sein:
• Zu viel Magensäure, bedingt durch einseitige Ernährung, Medikamente, Alkohol oder auch Stress.
• Erhöhter Druck im Bauch zum Beispiel durch Übergewicht oder während der Schwangerschaft.
• Ein zu schlaffer Muskel am Mageneingang, der den Magen nicht mehr richtig verschließen kann. In der Folge kann Magensäure nach oben steigen. Grund für die Fehlfunktion des Muskels sind meist Medikamente oder Nikotin.
Außerdem wird ein Zusammenhang zwischen Unverträglichkeiten und Sodbrennen vermutet – etwa eine Glutenunverträglichkeit. Wir haben einige Tipps zu Sodbrennen für Sie zusammengestellt.

Tipps bei Sodbrennen

Bei Sodbrennen wegen einer Unverträglichkeit gegen Gluten ist es sinnvoll, die Essgewohnheiten zu verändern. Auf Gluten zu verzichten ist dabei essentiell, aber auch andere Tipps können gegen Sodbrennen helfen.

Tipp 1: Kleine Mahlzeiten
Wenn die Mahlzeiten eher klein sind, tritt Sodbrennen weniger auf, da nicht so viel Magensaft auf einmal produziert wird.

Tipp 2: Nicht zu fettig essen
Fettige Nahrungsmittel können Sodbrennen begünstigen, da Fette eher schwer verdaulich sind.

Tipp 3: Essenstagebuch
Überprüfen Sie, nach welchem Essen Ihr Sodbrennen auftritt. Eventuell reagieren Sie nur auf ein bestimmtes Nahrungsmittel mit Sodbrennen. Um das festzustellen, können Sie Tagebuch über Ihre Mahlzeiten führen. So müssen Sie sich nicht genau merken, wann Sie was gegessen haben.

Tipp 4: Zeit nehmen
Wer langsam ist und ausgiebig kaut, hat generell weniger Sodbrennen. Es sollte nicht in Eile gegessen werden. Außerdem kann ein kleiner Spaziergang nach dem Essen dem Brennen vorbeugen.

Tipp 5: Verzichten
Auf bestimmte Genussmittel sollten Sie bei Sodbrennen lieber verzichten. Dazu gehören Kaffee, Alkohol und Nikotin. Bei einer Allergie gegen Gluten sollten Sie zu glutenfreien Produkten greifen.

Tipp 6: Natron
Als Hausmittel kann Natron helfen: Dazu einen Teelöffel Backnatron in einem großen Glas mit stillem Wasser auflösen und langsam trinken. Das neutralisiert die Magensäure, sollte allerdings nicht zu oft angewandt werden.

Falls Ihre Symptome anhalten sollten Sie zum Abklären der Ursachen und zur eventuellen Therapie einen Arzt aufsuchen.

Luftreiniger für Pollenallergiker im Test

Der Frühling naht und die Pollen werden in kürze wieder fliegen, für uns Pollen-Allergiker beginnt also wieder die schlimmste Zeit im Jahr. Wir berichten auf unseren Seiten regelmäßig über Produkte die Allergikern helfen, und gerade jetzt gibt es Produkte die speziell den Pollenallergikern helfen können. Neben den bekannten Pollenschutzgittern oder auch Nasenfiltern gibt es auch spezielle Geräte welche die Raumluft von Allergenen befreien.

Warum benötigt man einen Luftreiniger eigentlich ?

Gerade in der Pollenflugzeit wo besonders viele Allergene in der Luft sind haben Allergiker mit den Symptomen der Allergien zu kämpfen. Es kommt zu Schnupfen und Jucken der Nase durch die Pollen in der Luft. Allerdings begegnen einem die Pollen nicht nur draußen in der freien Natur sondern auch in den eigenen vier Wänden. Die Pollen dringen über Fenster und Türen ein und verteilen sich in der Wohnung, das kann teilweise auch mit einem Pollenschutzgitter verhindert werden. Allerdings verhindern diese nicht das Pollen beim öffnen der Türen eindringen, oder Pollen sich im Raum verteilen die man auf der Kleidung mit nach Hause bringt. Die Pollen verteilen sich also im Raum und man wird ständig mit den Allergenen konfrontiert.

Aber nicht nur Pollen sondern auch Hausstaub und andere Allergene sind oft so klein, das Sie einige Zeit in der Raumluft schweben. Auch wenn Sie sich absetzen werden die allergenen Stäube oft wieder aufgewirbelt, wenn man durch den Raum geht, oder ein Fenster öffnet um zu lüften. Ein Luftreiniger kann die Belastung der Raumluft durch Allergene erheblich Reduzieren.

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Gesundes Wohnen: Fertighäuser sind auch für Allergiker geeignet

Allergiker HausFür Menschen, die von Allergien betroffen sind, kann sogar der Aufenthalt in den eigenen vier Wänden problematisch sein: Pollen, Staub, Pilzsporen und Umweltgifte machen nicht vor der Haustür halt. Abhilfe schafft da ein speziell für Allergiker konzipiertes Haus. Bei einem allergikergeeigneten Haus wird in besonderem Maß auf ein gesundes Raumklima geachtet. Das umfasst zweierlei: Zum einen werden nur Materialien und Produkte verwendet, die keine Schadstoffe abgeben; zum anderen wird die Raumluft durch Spezialfilter von Allergenen befreit, so dass auch dahingehend die Belastung minimiert wird.

Das klingt nach vielerlei Sonderwünschen, die mit entsprechenden Sonderkosten verbunden sind und entsprechendem Aufwand beim Bauen.

Ist Wohngesundheit also Luxus oder kann sie Standard sein?

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Pressemeldung von ECARF

ECARF regt Studie zur Verbreitung von Allergien in Deutschland an

Hygiene-Hypothese als alleinige Erklärung nicht ausreichend

Berlin, 30. September 2016 – Nach dem Fall der Mauer 1989 lag die Häufigkeit von Allergien in den westlichen Bundesländern deutlich höher als in den östlichen.1 Eine 20 Jahre danach entstandene Studie belegt, dass sich die Unterschiede seit der Wiedervereinigung bis auf wenige Prozentpunkte angenähert haben.2

Die Angleichung der Verbreitung von Allergien in den neuen Bundesländern wird von zahlreichen Forschern als Bestätigung für die Richtigkeit der sogenannten Hygiene-Hypothese angesehen. Sie geht davon aus, dass der westliche Lebensstil mit seinen Werten von größtmöglicher Sauberkeit und Keimfreiheit die Entstehung von Allergien in der Kindheit begünstigt.3

Umfassende Erklärung für den Anstieg von Allergien fehlt

Allerdings wird die Hygiene-Hypothese als alleinige Erklärung für die Verbreitung von Allergien in den modernen Industrieländern in der Forschung als nicht ausreichend betrachtet. Als weitere Gründe werden genetische Veranlagung, Umweltbelastungen, der Klimawandel und die damit verbundene Veränderung der Pflanzen sowie die Globalisierung des Lebensmittelmarkts angeführt. Eine grundlegende Klärung der Ursachen für die Zunahme von Allergien fehlt bis heute.

ECARF setzt sich für Grundlagenstudie zu Allergien in Deutschland ein

Die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) plädiert an die Politik, zusätzliche Forschungsgelder für die Ursachenforschung zur Verfügung zu stellen. Nur durch genaue Kenntnis der verstärkenden Faktoren kann die Verbreitung von Allergien für zukünftige Generationen aufgehalten werden. Eine entsprechende Langzeitstudie kann dazu beitragen, die medizinische Behandlung von Menschen mit Allergien und damit die Lebensqualität der Betroffenen dauerhaft zu verbessern.

1.      Hermann-Kunz E (1999) Häufigkeit allergischer Krankheiten in Ost- und Westdeutschland. Gesundheitswesen 61 (Sonderheft 2):S100-S105

2.     Langen U, Schmitz R, Steppuhn H (2013) Häufigkeit allergischer Erkrankungen in Deutschland. Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1). Bundesgesundheitsbl – Gesundheitsforsch – Gesundheitsschutz 56(5/6):698-706

3.     Schmitz R, Atzpodien K, Schlaud M (2012) Prevalence and risk factors of atopic diseases in

        German children and adolescents. Pediatr Allergy Immunol 23(8):716-723

Über ECARF
Die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) setzt sich seit mehr als 10 Jahren für die Aufklärung über Allergien und für mehr medizinische Forschung ein. Sie hat ihren Sitz an der Charité-Universitätsmedizin Berlin und ist die einzige international aktive Stiftung im Bereich Allergien.

Amalgamallergie durch Zahnersatz oder Zahnfüllungen ?

Immer öfter wird die Amalgamallergie durch Zahnprothesen oder Zahnsersatz ausgelöst. Aber nicht nur die Prothesen sondern auch Zahnfüllungen können Allergie oder Unverträglichkeiten verursachen. Seit vielen Jahren wird Amalgam bei der Zahnreparatur verwandt, das Metall besteht zu ca. 50% aus Queksilber und enthält Bestandteile von anderen Metallen wie zb. Kupfer, Zink, Silber und Zinn. Allergische Reaktionen sind aber recht selten, die Amalgam-Allergie kommt nur bei einem sehr geringen Prozentsatz von Menschen vor. Sehr viel häufiger tritt allerdings eine Amalgam Vergiftung bzw Unverträglichkeit auf wenn zb. die Zahnfüllung porös wird.

Eine Vergiftung durch Amalgam kann zu körperlichen Reaktionen wie einem geschwächten Abwehrsystem führen. Bei alten Amalgam-Füllungen kann Queksilber austreten welches dann diese Reaktionen hervorruft. Der Speichel kommt in den Kontrakt mit den Stoffen aus der Zahnfüllung und gelangt dann über die Schleimhäute in den Blutkreislauf, sie werden dann in verschiedenen Organen eingelagert wodurch Beschwerden hervorgerufen werden können. Es gibt aber einige Alternativen welche für den Zahnersatz oder Füllungen genutzt werden können, mehr Informationen findet man auch auf den Webseiten von Dentalpark.de

Allergie oder Unverträglichkeit auf Amalgam ?

Wie kann man jetzt feststellen ob evt. eine Amalgam-Allergie vorliegt oder körperlich Beschwerden durch das Amalgam hervorgerufen werden ? Bei einem Verdacht auf eine Allergische-Reaktion sollte man einen Allergologen aufsuchen der dann mit einem Allergietest feststellen kann ob eine Allergische Reaktion vorliegt. Hierbei kommt zumeist ein Epikutantest zum Einsatz, zumeist wird ein Pflaster mit den verdächtigen Stoffen auf die Haut geklebt. Eine Reaktion sollte dann nach ca. 24-48 Stunden feststellbar sein.

Wurden durch den Allergietest keine allergischen Reaktionen festgestellt kann der Arzt testen ob evt. eine Vergiftung durch Amalgam bzw. Queksilber vorliegt. Amalgamvergiftungen können durch einen Blut- oder Urintest, festgestellt werden indem die Belastung durch Queksilber gemessen wird.

Amalgam wird schon seit langen verdächtigt die Ursache verschiedener Beschwerden zu sein, gerade in der Naturmedizin wird empfohlen auf Amalgam zu verzichten oder alte Amalgam-Füllungen  auszutauschen.

Alternative Zahnfüllungen bei Amalgam-Allergie ?

Wer unter einer Amalgamallergie leidet sollte in jedem Fall die Zahnfüllungen ersetzen lassen. Allerdings solltem man auch hierbei darauf achten welche Stoffe zum Einsatz kommen auch Gold kann zb. andere Metalle enthalten welche allergische Reaktionen auslösen da fast immer Legierungen mit anderen Metallen verwandt werden. Eine gute alternative bietet hingegen das Zirkonoxid, welches kein Metall enthält. Das Material hat den Vorteil das es der natürlichen Zahnfarbe angepasst werden kann. Wer darüber nachdenkt seine alten Füllungen zu erstzen sollte in jedem Fall nach dem Material fragen. Allergiker welche gezwungen sind die alten Amalgamfüllungen zu ersetzen sollten sich ebenfalls über alternativen Informieren. Auf unseren Webseiten findet man zudem auch einige Infos zu allergiefreiem Zahnersatz.

Trockene Haut im Sommer

Gerade jetzt im Sommer ist die Haut besonders trocken durch die Sonneneinstrahlung und bedarf besonderer Pflege. Nicht nur eine Sonnencreme ist daher wichtig sondern auch Cremes mit denen man die die Feuchtigkeit der Haut unterstützen kann. Allergiker müssen bei der Auswahl des passenden Pflegeproduktes besonders aufpassen. Allergien können jedoch sehr unterschiedliche Ursachen haben man sollte also jedes Kosmetikprodukt bevor man es verwendet auf die eigene Allergie-Toleranz testen. Ob Hautcreme, Sonnencreme oder Feuchtigkeitscreme, in fast allen Kosmetikprodukten sind auch Duftstoffe oder Konservierungsmittel enthalten welche eine Allergische-Reaktion auslösen können.

hautpflegeAuch natürliche pflanzliche Zusatzstoffe oder Ätherische-Öle können zu einer Reaktion der Haut führen. Man sollte also wenn man Reaktionen wie zb. Bläschen, Pusteln oder Hautjucken bemerkt einen Allergietest vornehmen lassen. Durch einen Allergiest kann festgestellt werden gegen welchen Stoff man allergisch reagiert, den Test führt in der Regel ein Allergologe durch. Hat der Arzt dann festgestellt gegen welche Stoffe man allergisch ist kann man gezielt nach Produkten suchen die das Allergen nicht enthalten.

Allergische Inhaltsstoffe in Pflegeprodukten vermeiden

Menschen mit einer empfindlichen Haut und besonders Allergiker sollten eine zusätzliche Belastung durch Pflegecremes vermeiden und auf allergisierende Zusatzstoffe in Kosemetik-Cremes verzichten. Sensible Haut reagiert oft schon auf Stress und ungeeignete Pflegeprodukte mit Spannungsgefühl, Haut-Jucken und -Reizungen. Gerade Allergiker sollten also für die Pflege und den Schutz der empfindlichen Haut auf alle Pflegeprodukte verzichten, welche ätherische Öle, sowie Farb-, Duft- und Konservierungs-Stoffe enthalten. Wer allerdings genau weiß auf welche Stoffe er reagiert kann natürlich auch normale Produkte kaufen sofern Sie den Stoff nicht enthalten. In fast allen Online Shops wie zb. hier findet man bei den Produkten auch Angaben zu den Inhalten. Wer den Auslöser kennt kann also auch Produkte kaufen die nicht speziell für Allergiker geeignet sind.

Theoretisch kann man also auch in ganz normalen Onlineshops oder Drogeriemärkten nach Produkten suchen die zwar nicht speziell für Allergiker geeignet sind aber trotzdem benutzt werden können. Bei allen Produkten muss der Hersteller, Angaben zu den Inhaltsstoffen machen. Wer also weiß auf was er reagiert kann praktisch überall seine Pflegeprodukte einkaufen.

 

 

 

Zur Europa Meisterschaft: Baguette mit Artischocken-Oliven-Tapenade

Leckere Rezepte zur EURO 2016  frei von den häufigsten Allergenen

ecarf_siegelWährend der Fußball-Europameisterschaft stellt die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) allergikerfreundliche Rezepte vor, die Sie zu Hause leicht und schnell nachkochen können. Bei den Rezepten wird auf die Verwendung der 14 häufigsten, kennzeichnungspflichtigen Allergene verzichtet. Damit sind die Rezepte für viele Nahrungsmittelallergiker geeignet und auch für Nicht-Allergiker ein Genuss!

Zum Start des Turniers geht es mit einem Rezept aus dem Gastgeberland Frankreich los: herzhaftes Baguette (zum Selberbacken) mit Artischocken-Oliven-Tapenade. Die Tapenade ist ein traditioneller südfranzösischer Brotaufstrich. Das Gericht lässt sich gut vorbereiten und als Snack nicht nur während des Matches der Bleus genießen!

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