Haustierallergie

Allergien bei Haustieren?

Katze mit Allergie

Viele Leute glauben nach wie vor, dass nur sie als Menschen allergisch werden können. Nicht wenige von ihnen halten Haustiere, gegen die sie Allergien entwickeln oder schon lange haben. Was aber ist eigentlich, wenn Haustiere selbst Allergien haben? Wie soll man sie ernähren und mit den Allergien umgehen? Was ist der richtige Umgang mit Allergien, und mit welchen Allergien muss man bei welchen Haustieren rechnen ?

Allergien bei Katzen

Bei Katzen zeigt sich schon, dass die Art und Weise der Art, das Tier zu ernähren, unglaublich wichtig in Bezug auf die Entwicklung von Allergien ist. Hier sollte sich jeder Tierhalter, der selbst Allergiker ist, seiner Verantwortung bewusst sein und dem Tier nicht unter Umständen ein Leid zufügen, das er selbst kennt. Um hier vorbeugen zu können, sollten Katzenhalterinnen und Katzenhalter den Unterschied zwischen einer Futtermittelallergie und der Intoleranz gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln kennen. Eine der Differenzen zwischen diesen beiden Erscheinungen ist, dass entsprechende Intoleranzen zwar ungünstige Folgen, nicht aber lebensgefährliche Konsequenzen haben können.

Die Gefahren, die bei einer ernstlichen Allergie drohen, sind wesentlich größer. Genau wie beim Menschen entwickelt der Körper der Tiere Abwehrreaktionen auf Bestandteile der Nahrung – lebensbedrohliche Situationen durch einen Allergieschock sind denkbar.

Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, die Hinweise auf Allergien und Intoleranzen mit dem notwendigen Ernst zu beobachten. Möglich sind unter anderem Hautausschläge, das Auftreten eines starken Juckreizes, häufiges Erbrechen und chronischer Durchfall. Problematisch ist, dass man wegen dieser Symptome nicht gleich auf eine Unverträglichkeit oder Allergie schließen kann. Deshalb muss man nach dem Ausschlussverfahren alle anderen Möglichkeiten beseitigen. Im Nachgang die Symptome zu behandeln, ist allerdings kaum möglich und zudem nicht wirklich sinnvoll. Intelligenter ist es, von vorne herein artgerecht zu füttern.

Eine der Ursachen für das Entstehen von Intoleranzen und Allergien ist die Tatsache, dass Katzen Getreide in der Verdauung nicht richtig verarbeiten können. Entsprechend sollte man nach Möglichkeit auf die Gabe von Getreide verzichten und auch keine zuckerhaltigen Nahrungsmittel verfüttern. Stattdessen ist ein hoher Anteil an der Verfütterung von Fleisch eine gute Idee. Sollte das BARFen nicht möglich sein, greifen kluge Halter auf Nassfutter zurück. Auf diese Weise ist eine Prophylaxe möglich. Auf Trockenfutter sollte man übrigens verzichten, da Katzen ihren Flüssigkeitshaushalt über die normale Nahrung regulieren.

Hunde und Allergien

Hund mit Allergie

Neben den Katzen können auch die anderen Lieblingsvierbeiner der Menschen an Allergien leiden. Auch Hunde sind nicht vor diesen Problemen gefeit. Ähnlich wie bei den Katzen ist die Bandbreite der Allergien, die auftreten und die Tiere quälen können, recht groß. So treten Hautallergien verhältnismäßig häufig auf, auch Flohallergien sind möglich. Zu den Symptomen gehören schorfige, feuchte und rote Stellen auf der Haut. Da diese die Hunde stark jucken, versuchen sie, sich durch das Kratzen der entsprechenden Stellen Linderung zu verschaffen, was freilich nur zu einer Verschlimmerung führt. Hautallergie können zudem Ohreninfektionen verursachen, die so schlimm werden können, dass der Hund den Kopf permanent schräg hält und den Kopf kaum noch bewegen will. Doch auch die eben bei den Katzen in den Fokus gestellten Futtermittelallergien können bei Hunden auftreten, wenn auch in Verbindung mit anderen Lebensmitteln.

Zu den typischen Nahrungsmitteln, die eine Allergie bei Hunden auslösen können, gehören zum Beispiel Eier, Fisch, Rind, Kartoffeln, Sojaprodukte und Hähnchen. Treten entsprechende Allergien bei Hunden auf, sind oft kleine rote Beulen, Pusteln und Hautflecken zu beobachten. Es können jedoch auch andere Ursachen für Allergien auftreten. Dazu zählen durchaus Plagen, die Allergikern geläufig sind, so zum Beispiel Pollen. Auch verschiedene Bäume, Flohbefall und sogar Zigarettenrauch können Allergien auslösen.

Ähnlich wie bei den Katzen ist es übrigens sinnvoll, Ursachen zunächst auszuschließen, um verifizieren zu können, dass die Hunde tatsächlich an Allergien leiden. Bei den Tieren versucht man mittlerweile oft, per Hyposensibilisierung gegen die Allergien anzugehen, um auf diese Weise die Abwehrreaktionen der betroffenen Hunde abzubauen. Aber natürlich gibt es noch andere Methoden, wie die Halter sich behelfen können. So kann beispielsweise ein wöchentliches Bad helfen, den Juckreiz der Tiere abzubauen. Für das Mildern des Reizes gibt es mittlerweile sogar erstaunlich effiziente Shampoos.

Da Allergiesymptome den Hunden unter anderem das Atmen ganz erheblich erschweren können, sollten Hundehalter unbedingt aufmerksam sein und eventuelle Allergien nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wie bereits beschrieben, können Allergien das Leben der Tiere nicht nur erheblich verschlechtern, sondern auch ernstlich bedrohen.

Übrigens hat die Zahl der an Allergien leidenden Hunde in den letzten Jahren zugenommen – just so, wie es bei den Menschen der Fall ist. Die Ursachen dafür sind umstritten. Allerdings scheint die Überzüchtung von Hunden die Allergieerkrankungen zu befördern.

Übrigens ist eine gute Frage, welche Hunderassen für Allergiker geeignet sind – denn auch sie sollten bei ihren Haltern keine gesundheitlichen Belastungen auslösen. Wasserhunde eignen sich genauso gut für diese Personengruppe wie Bichons, Yorkshire Terrier oder Goldendoodles sind gut für empfindliche Naturen geeignet. Ansonsten gibt es für menschliche Allergiker einige Verhaltensweisen, die schlimmeren Folgen beim dauerhaften Kontakt mit einem Hund vorbeugen können. Werden sie befolgt, hat man garantiert mehr Freude mit den Begleitern!

Abbildung 1: pixabay.com © Ranya (CC0 Public Domain)

Abbildung 2: pixabay.com © 3194556 (CC0 Public Domain)

Ratgeber für Schokofans

Schokolade genießen trotz Allergien – der Ratgeber für Schoko-Fans

Eine Allergie gegen Schokolade kommt relativ selten vor, vielmehr ist es eine Allergie gegen die Zusatzstoffe, die bei der Herstellung von Schokolade verwendet werden. Schokolade zählt zu den beliebtesten Süßigkeiten in Deutschland. So ist das Angebot für Schokolade sehr vielfältig. Denn neben Vollmilchschokolade, dunkler Schokolade, weißer Schokolade, gibt es auch viele Sorten, die mit zusätzlichen Zutaten verfeinert werden, um den Geschmack zu verbessern oder außergewöhnlicher zu gestalten. Dafür werden in der Regel Zutaten wie Nüsse, Rosinen oder Mandeln verwendet, die eine gewöhnliche Schokolade zu einem echten Genusserlebnis machen kann. Doch sind es gerade die Zusatzstoffe, die für Allergiker gefährlich sind. Aus diesem Grund haben wir für Sie einen Ratgeber zusammengestellt, wie Sie trotz einer Allergie nicht auf den leckeren Geschmack von Schokolade verzichten müssen.

Schokolade ohne Sojalecithin

Deutschlandweit werden rund eine halbe Million Menschen mit einer Soja-Allergie gezählt. Dabei dient Sojalecithin als wichtiger Emulgator bei der Herstellung vieler Schokoladen und ist damit für Allergiker nicht zu genießen. Allerdings gibt der Markt für Schokolade auch eine Reihe von Schokoladensorten her, die vollkommen frei von Sojalecithin sind. Die Schokolade von Rausch garantiert vollkommen frei von Sojalecithin den herrlichen Genuss von Schokolade und ist bedenkenlos für alle Menschen mit einer Soja-Allergie verträglich. Dabei ist auch das Angebot ohne Sojalecithin sehr umfassend und bietet eine Vielfalt an verschiedenen Geschmacksrichtungen.

Schokolade ohne Nüsse und Mandeln

Auch eine Nussallergie ist in Deutschland weitverbreitet und kann sehr gefährlich sein. So leiden mehr als eine Million Menschen an der Unverträglichkeit von Nüssen und müssen daher auf eine Vielzahl von Lebensmitteln verzichten. Die Lebensmittelindustrie hat sich derweilen abgesichert und druckt mittlerweile auf jede Verpackung den Hinweis, dass sich Spuren von Nüssen in Lebensmitteln befinden können. So auch auf Schokolade, die laut Zutatenliste keine Nüsse enthält. Aus diesem Grund haben sich verschiedene Hersteller von Schokolade speziell auf die Zielgruppe von Allergiker konzentriert. So befinden sich in vielen gut sortierten Supermärkten mittlerweile bestimmte Abteilungen, die speziell für Allergiker zusammengestellt wurden. Auch Feinkostgeschäfte und besondere Schokoladen-Geschäften bieten Schokoladen an, die garantiert ohne Nüsse hergestellt wurden.

Laktosefreie Schokolade

Eine Allergie gegen Laktose ist eines der häufigsten Gründe für eine Unverträglichkeit von Schokolade. Hier hat sich jedoch ein echter Markt entwickelt, der sich nicht nur mit Schokolade beschäftigt, sondern auch viele andere Lebensmittel ohne Laktose anbietet. Dafür findet man heute in fast jeden Supermarkt die Produkte von „Minus L“, die einen garantiert laktosefreien Genuss bieten sollen.

Matratzen und Allergien

Worauf du bei Matratzen für Allergiker achten solltest

Schnupfen, Augentränen, Husten, Niesen, Jucken. Jeder Allergiker kennt diese üblen Symptome einer Allergie. Aber woher kommen sie eigentlich? Was genau ist der Auslöser? Und warum sind in so einem Fall allergikerfreundliche Matratzen so wichtig?

Milben und deren Kot

Die Hausstauballergie ist die häufigste Allergieform in Deutschland. Die Ursache dafür ist der Milbenkot. Etwa 66 Prozent der Haushaltsmilben befinden sich im Bett. Mehr als die Hälfte davon leben in der Matratze. Die anderen fühlen sich in Kopfkissen, Bettbezügen und Oberbetten wohl. Wenn sich Milbenkot mit der Luft verbindet, treten die oben genannten unangenehmen Symptome auf. Es gibt jedoch auch Matratzen, die Milben weniger gut durchlassen. Eine geringere Milbenanzahl kann die Beschwerden deutlich lindern.

Kaltschaummatratzen: elastisch und atmungsaktiv

Besonders geeignet für all jene, die auch auf Latex allergisch reagieren, sind Kaltschaummatratzen. Ihre Oberfläche ist besonders elastisch und sehr atmungsaktiv. Durch den dadurch geregelten Feuchtigkeitsaustausch entsteht ein trockenes Schlafklima, das für Allergiker sehr wichtig ist, da Milben Trockenheit gar nicht mögen. Wie Schimmel gedeihen sie besonders in feucht-warmem Klima. Dazu kommt, dass sie sich auch von Schimmel ernähren können. Um den Trocknungsprozess noch zu beschleunigen, sollte die Matratze regelmäßig gewendet und möglichst auch gelüftet werden.

Abnehmbarer Bezug

Am besten entscheiden sich Allergiker für eine Matratze mit einem abnehmbaren Bezug. Dieser sollte alle zwei bis drei Monate bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Bei dieser Temperatur werden nicht nur alle Milben zuverlässig abgetötet, sondern auch deren Kot.

Matratzen mit Naturlatex-Kern

Eine weitere Möglichkeit sind Latexmatratzen. Am besten für dich geeignet ist Naturlatex, da komventionelle Latexmatratzen oft gefährliche Chemikalien wie Lösungsmittel, Stabilisatoren und Ähnliches enthalten, auf die Allergiker besonders sensibel reagieren. Naturlatex dagegen wird aus dem Rindensaft von Gummibäumen hergestellt. Ein breites Spektrum an Naturlatex-Matratzen findest du bei Allnatura. Die meisten Matratzen dort haben einen Kern aus Naturlatex. Es gibt aber auch Modelle mit einem Kern aus latexierten Kokosfasern.

Auf Gütesiegel achten

Was du unbedingt vermeiden solltest, sind Matratzen mit tierischen Materialien, zum Beispiel Wolle, Ross- oder Kamelhaar. Achte beim Matratzenkauf auf Gütesiegel wie „Textiles Vertrauen“. Noch besser ist der Stempel „Für Allergiker geeignet“. Nach spätestens acht Jahren sollten Allergiker die Matratze austauschen.

Encasings: Milbendichte Bezüge

Eine weite Möglichkeit für Allergiker sind Encasings. Dabei handelt es sich um milbendichte Bezüge, die für beliebige Matratzen verwendet werden können. Mit diesen Bezügen wird auch eine für Allergiker weniger geeignete Matratze, wie zum Beispiel eine Federkernmatratze, allergikerfreundlich. Auch das Encasing sollte regelmäßig bei mindestens 60 Grad gewaschen werden.

 

Allergien vorbeugen

Verbrauchertipps: Allergien vorbeugen durch bewusstes Einkaufen

Das Allergierisiko wird von zahlreichen Faktoren des Alltags beeinflusst. Neben der frühkindlichen Ernährung spielen unter anderem Textilien und das Wohnumfeld eine zentrale Rolle. Konsequent vorbeugen, lässt sich bereits beim Einkaufen. Wir verraten Tipps, die es erlauben das allergische Risiko einzudämmen und den Körper zu entlasten.

Kontaktallergien: Vorsicht bei Kleidung, Schmuck und Co.

Kommt es bei Hautkontakt zu einer allergischen Reaktion, handelt es sich um eine Kontaktallergie. Nickel zählt zu den bekanntesten Auslösern für Ekzeme und kommt in diversen Produkten vor. Dazu gehören:Uhr Allergie

  • Modeschmuck
  • Uhren
  • Piercings
  • Reißverschlüsse
  • Münzen
  • Knöpfe

Gleichzeitig spielt die Bekleidungsindustrie hinsichtlich Allergieauslösern eine große Rolle. Löst Kleidung Reaktionen wie Schuppen, Rötungen, Pickel oder ähnliche Symptome aus, sprechen Mediziner von der Textildermatitis. Während sich Nickel noch relativ einfach vermeiden lässt, sind allergieauslösende Chemikalien in Textilien oft schwer bis gar nicht nachweisbar. Erschwerend hinzu kommt, dass sich häufig nicht eindeutig klären lässt, welche Substanz die Probleme auslöst. Es gibt heute kaum noch Kleider, die völlig ohne den Einsatz von Chemie hergestellt werden. Egal ob synthetische Fasern oder natürliche Alternativen wie Seide oder Baumwolle: Gemische aus mehreren Farbstoffen und Textilharze sowie sonstige Hilfsmittel zur Optimierung von Fasern werden nicht selten großzügig eingesetzt, um verkaufsfördernde Eigenschaften zu erzielen.  Besonders hoch ist die Gefahr für Chemikalien in Textilien, die als schmutzabweisend, bügelfrei oder formstabil bezeichnet werden. Fasern mit derartigen Eigenschaften kommen nicht ohne chemische Zusatzstoffe aus. Um Allergieauslösern aus dem Weg zu gehen, sollten aber nicht nur Kleider mit attraktiv wirkenden Eigenschaften gemieden werden. Auch dunkel gefärbte Textilien sind riskant. Untersuchungen zufolge sind rund 50 Farbstoffe von rund 800 verwendeten Textilfarben potenzielle Allergene, die Hautreaktionen auslösen.

Allergie TeppichLabels wie „Oeko-Tex Standard 100“ und „Toxproof“ sind in Sachen Qualitätssicherung eine gute Orientierung für Verbraucher. Da aber weder Oeko-Tex noch Toxproof über allergene Inhaltsstoffe informieren, ist das FKT Prüfsiegel der ideale ergänzende Kaufratgeber. Das Siegel „Medizinisch getestet – Schadstoffgeprüft“ wird von der Fördergemeinschaft Körperverträgliche Textilien e.V. (FKT) vergeben und kennzeichnet Kleider, welche „keine die Haut irritierenden oder gesundheitsgefährdenden Schadstoffe“ freisetzt, so der Hinweis auf der offiziellen Internetpräsenz des FKT.

Auch die Wahl der Marken und Hersteller hat großen Einfluss darauf, wie hautverträglich Kleider sind. Viele Unternehmen lassen ihr Sortiment unter schlechtesten Bedingungen produzieren und legen keinen Wert auf Qualität. In vielen ausländischen Produktionshallen werden großzügig Chemikalien eingesetzt, welche nicht nur dem Endverbraucher schaden, sondern auch den verarbeitenden Mitarbeitern. Den Menschen vor Ort und der eigenen Haut zuliebe, sollte jeder Konsument auf eine verantwortungsbewusste Produktion achten. Hinzu kommt die Wahl der Rohstoffe. Natürliche Alternativen wie Leinen, Baumwolle oder Seide begünstigen einen gesunden Tragekomfort mit vorteilhaften Eigenschaften auf die Haut. Im DW-Shop wird unter anderem Leinenkleidung für Damen verkauft, welche aus Naturmaterial und unter fairen Bedingungen gefertigt wird. Der Textilien-Herstellung wird ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen und menschenwürdige Arbeitsbedingungen zugrunde gelegt. Der genannte Onlineshop entstand aus einer Initiative der Deutschen Welthungerhilfe, um faire Löhne zu gewährleisten, Traditionen zu erhalten und den Menschen in benachteiligten Ländern gesunde Produktionsbedingungen sowie Gleichberechtigung zu ermöglichen.

Um potenzielle Kontaktallergene zu meiden, sind folgende Kauftipps hilfreich:

  • weite Kleidung bevorzugen
  • zu hellen Farben greifen
  • keine Textilien mit Eigenschaften wie „bügelfrei“ oder „schmutzabweisend“ kaufen
  • Kleider mit Hinweis im Etikett „separat waschen“ meiden
  • natürliche Rohstoffe wie Leinen oder Baumwolle tragen

Bei Leder sind chromatfreie Produkte eine Alternative. Herkömmliche Lederwaren enthalten oft den allergieauslösenden Gerbstoff Kaliumdichromat, der teilweise heftige Folgen haben kann.

Gesund wohnen ohne Giftstoffe

Allergie WohnenIn den eigenen vier Wänden kommen mehr allergieauslösende Stoffe vor, als die Meisten annehmen. Besonders riskant ist beispielsweise der leichtflüchtige Stoff Formaldehyd, der nicht nur Allergien auslösen kann, sondern auch Krebs und Asthma. Wohngifte lauern in Tischen, Stühlen, Polstermöbeln und Co. sowie in Wandfarben, Bodenbelägen und vielen weiteren Elementen. Um die Gefahr zu minimieren, gilt es wohngesunde Möbel und Materialien zu kaufen. Mehrere Zertifikate dienen der Orientierung. Hier einige Beispiele:

  • Der Blaue Engel
  • ECO Institut
  • natureplus
  • EMICODE®
  • Toxproof-Zertifikat (TÜV Rheinland)
  • LGA-schadstoffgeprüft

Grundsätzlich ist es ratsam Wohnräume mit möglichst naturbelassenen Materialien einzurichten. Während Massivholzmöbel schadstoffarme Alternativen zu billigen Plastikmöbeln sein können, welche nicht selten mit Weichmachern belastet sind, fördern natürliche Fußböden aus Kork oder Linoleum ein wohngesundes Raumklima. Ergänzend dazu kann sich die Anschaffung eines Anti-Allergie-Staubsaugers lohnen, um Hausstaub konsequent zu entfernen und damit ein weiteres Gesundheitsrisiko einzudämmen. Stiftung Warentest stellt empfehlenswerte Modelle in einem Produkttest vor. Insgesamt wurden 127 Bodenstaubsauger und Handstaubsauger geprüft. Bei uns findet man auch Infos, welche Staubsauger für Allergiker besonders gut geeignet sind.

Die Verbraucherzentrale hat in einer virtuellen Broschüre für Allergiker weitere Tipps zum Vorbeugen arrangiert. Darunter Hinweise zu den Themen Ernährung, Make-up und Pollen.

Bildquellen-Angabe pexels.com: Stocksnap (Uhr) / Life Of Pix (Textil) / Stocksnap (Home)

Reisekalender für Allergiker

Reisekalender für Allergiker: Wann ist der beste Reisezeitpunkt und wohin sollten Allergiker verreisen?

Urlaub Reisen Allergie

Die Augen beginnen zu jucken, die Nase läuft und eine Niesattacke jagt die nächste. Viele Menschen, die unter Heuschnupfen leiden, haben ihre Beschwerden so satt, dass sie am liebsten Reißaus nehmen würden. Und das ist tatsächlich möglich – mit einem Urlaub für Allergiker. Doch wann ist der beste Zeitpunkt, um der pollenbelasteten Heimat den Rücken zu kehren? Und wohin sollten Allergiker im Idealfall verreisen, um den Urlaub ohne Allergiebeschwerden zu genießen?

Wann ist der beste Zeitpunkt für Allergiker, um zu verreisen?

Unser Pollenflug-Kalender für Allergiker zeigt, wann die Belastung durch Pollenflug in Deutschland am höchsten ist. Fest steht: Die Pollen fliegen in Deutschland immer früher und oft bis in den Oktober oder November hinein. Die Hauptzeit für den Pollenflug ist in Deutschland jedoch von März bis August. Wer sich eine Auszeit von den Pollen gönnen möchte, sollte in diesem Zeitraum verreisen.

Welche Urlaubsziele eignen sich für Heuschnupfen-Patienten am besten?

Wer der Pollenbelastung seiner Heimat durch einen Urlaub entkommen möchte, sollte darauf achten, ein allergikerfreundliches Reiseziel auszuwählen. Für Patienten, die unter Heuschnupfen leiden, bedeutet das: Suchen Sie sich einen Urlaubsort aus, wo der Pollenflug zu Ihrer Reisezeit noch nicht so stark ist.

Urlaub in großer Höhe ist perfekt für Heuschnupfen-Patienten

Heuschnupfen-Betroffene sind im Allgemeinen gut damit beraten, sich für eine Zielregion in großer Höhe zu entscheiden. Dort können auch empfindliche Allergiker einen nahezu beschwerdefreien Urlaub verbringen. Ein Urlaubsort, der sich in etwa 2000 Metern Höhe oder in den Alpen befindet, ist perfekt. Hier gibt es deutlich weniger Pollen und die Zeit der Belastung verkürzt sich ebenfalls erheblich. Lediglich im Mai ist die Pollenbelastung auch hier groß. Den Rest des Jahres spricht also zum Beispiel nichts gegen einen Urlaub in St. Moritz. Hier ist die Belastung deutlich geringer als in tieferen Regionen Deutschlands – auch im Frühjahr. Kühtei und Vent liegen ebenfalls in einer Höhe von circa 2000 Metern, weshalb ein Urlaub in Tirol ideal ist.

Auch in Deutschland gelingt Allergikern ein beschwerdefreier Urlaub

Nicht immer müssen Sie Ihr Glück in der Ferne suchen, wenn Sie Ihren Allergiebeschwerden für ein paar Wochen entkommen möchten, denn auch in Deutschland – was laut Rewe-Reisen zu den Top 10 der beliebtesten Reiseziele gehört – ist Urlaub ohne Allergiebeschwerden möglich. Dafür sind die Inseln, die zu Nord- und Ostsee gehören, perfekt. Helgoland sagen Allergiker sogar nach, dass hier praktisch nahezu kein Pollenflug herrscht, sodass Sie eine spürbare Verbesserung Ihrer Beschwerden feststellen werden.

Viele Reiseziele in Europa bieten sich für Allergiker an

In vielen beliebten Ferienreisegebieten setzt der Pollenflug früher oder später als in Deutschland ein, weil das Frühjahr schon einige Wochen eher oder erst ein paar Wochen später beginnt. Ein Beispiel dafür ist Österreich als klassisches Urlaubsziel für Allergiker: Hier kommt es im Allgemeinen je nach Klimaverhältnissen und Höhenlage erst ein bis zwei Monate später zu einer Belastung durch Pollenflug. Aber auch in Nordeuropa setzt der Pollenflug deutlich später ein, sodass hier im Frühjahr gute Bedingungen für Allergiker herrschen. Hier gibt es eine gute Übersicht über die Pollenflugzeiten für ganz Europa.

Ideal sind Länder, in denen der Wind vom Meer wegweht. Dann ist die Pollenbelastung besonders gering. Aus diesem Grund berichten viele Allergiker, die an der Atlantikküste rund um Frankreich, Spanien und Portugal Urlaub gemacht haben, dass sie während ihrer Reise kaum Beschwerden hatten. Ähnliches gilt auch für den kompletten Mittelmeerraum. Aber Achtung: Auch wenn Sie in ein Land mit geringerer Pollenbelastung reisen, sollten Sie immer ein Notfallset für Allergiker dabei haben. So vermeiden Sie böse Überraschungen!

Allergien und Unfallgefahr

Risikofaktor Allergie – Vermehrte Unfälle bei Allergikern

Mit der Pollensaison startet zahlreichen wissenschaftlichen Studien zufolge auch die Zeit der vermehrten Verkehrsunfälle. Schon, wer nur eine oder wenige Sekunden lang abgelenkt ist, muss beim Autofahren mit drastischen Folgen rechnen; Allergiker sind aufgrund von tränenden Augen und Niesreiz besonders betroffen. Durch verschiedene Vorbeugemaßnahmen können sie die Allergiesymptome sowie das Unfallrisiko mindern.

Schon eine Sekunde kann gefährlich werden

Mit dem Frühjahr beginnt für viele Menschen die angstrengendste Zeit des Jahres – Pollenallergiker bemerken hierzulande oftmals schon im Februar die belastenden Symptome des Heuschnupfens wie

  • tränende Augen,
  • Juckreiz und
  • ständiges Niesen.

Zwischen April und Juni ist die Verbreitung der Pollen am stärksten, doch auch bis in den Spätsommer hinein zählen die Beschwerden – je nach Pollenart – zu den täglichen Begleitern betroffener Personen. Besonders die häufigen Niesanfälle können Allergikern zum Verhängnis werden. Der kurze Moment, in denen man die Augen schließt, reicht aus, um einen möglichen Unfall zu verursachen. Häufig kommt es zu regelrechten Niesanfällen und damit zum Sicht- und Kontrollverlust über das Fahrzeug. Leider unterschätzen viele Betroffene diese Gefahr ihrer Allergie.

Medikamente für Autofahrer nicht die beste Wahl

Natürlich gibt es verschiedenste Allergiemittel auf dem Markt, mit denen man zahlreiche Beschwerden wirksam lindern kann. Allerdings führen diese mitunter zu weiteren Problemen, die ebenso gefährlich werden können. Viele Heuschnupfenmedikamente beeinträchtigen das Fahrvermögen ebenso; es kommt zu Müdigkeit und Konzentrationsproblemen und somit zur Entstehung weiterer Faktoren, die zu einem Unfall führen können.

Experten zufolge ist besonders bei Medikamenten, die bereits lange auf dem Markt sind, mit Nebenwirkungen zu rechnen. Leider sind genau diese Mittel oftmals rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Eine ärztliche Rücksprache bezüglich unerwünschter Wirkungen ist daher sehr zu empfehlen. Mindestens genau so wichtig ist jedoch auch die Vorbeugung von Niesanfällen etc.
durch bestimmte Maßnahmen.

Vorbeugen durch Pollenfilter und Co.

Autofahrer sollten grundsätzlich auf einen ausreichenden Sicherheitsabstand achten; für Allergiker ist dieser Ratschlag besonders zu beherzigen. Die Empfehlung lautet: mindestens der halbe Wert der Fahrgeschwindigkeit in Metern sollte zum vorausfahrenden Fahrzeug bestehen.

Als sehr effektiv hat sich der Einbau eines Pollenfilters in das Auto erwiesen. Er verhindert das Eindringen der lästigen Allergene. Wichtige Voraussetzungen für eine reibungslose Funktion: eine gründliche Wagenhygiene, geschlossene Fenster und Türen sowie der regelmäßige Austausch des Filters. Zusätzliches Plus: sollte es allergiebedingt zu einem Unfall kommen, kann ein gut funktionierender Filter in Sachen Versicherungsschutz einen großen Vorteil darstellen.

Ebenfalls sollten Betroffene aufgrund von herunterfallenden Pollen möglichst nicht unter Bäumen parken. Wer im Sommer gegen die Hitze in seinem Wagen angehen möchte, sollte sich an folgende Regeln halten:

1. Alle Türen öffnen und zwei Minuten lang lüften
2. Nach dem Losfahren die Klimaanlage anstellen und die Lüftung für die ersten Kilometer auf „Umluft“ stellen

Weiterhin hilfreich ist es, seine Jacke vor dem Einsteigen in den Kofferraum zu legen, um mögliche Pollen nicht mit ins Auto zu nehmen.

Allergiepass kann im Notfall Leben retten

Generell sollten Allergiker stets einen Allergiepass bei sich tragen. Kommt es zu einem akuten Notfall – bei Pollenallergikern zum besagten Verkehrsunfall – müssen Ärzte und Pflegepersonal in Sachen Medikation wissen, ob eine mögliche Allergie vorliegt. Ist der Patient nicht ansprechbar, kann dieser kleine Pass eine große Stütze sein und eine rasche Behandlung möglich machen.

Mehr über die möglicherweise lebensrettende Funktion eines Allergiepasses und welche Angaben darin zu finden sein sollten, können Sie bei paradisi.de nachlesen. Einen Allergiepass zum Downloaden und Ausdrucken gibt es als PDF-Dokument zum Beispiel bei ratiopharm.de oder ihre-pvs.de.

Ein besonders wichtiger Tipp bei bevorstehenden Auslandsreisen: es gibt internationale Allergieausweise, die auch eine Notfallbehandlung in anderen Ländern bei Bedarf möglich machen. In der Regel ist der Pass viersprachig aufgebaut; zudem kann man ihn in bestimmten Sprachen beantragen.

Notfallset für Allergiker

Die Notfallausrüstung für jeden Allergiker

Natürlich ist es schwer, alle Allergien über den einen, sprichwörtlichen Kamm zu scheren und zu erklären, was in DAS ultimative Notfallset gehört. In diesem Beitrag soll zum einen davon ausgegangen werden, dass es sich um eine Anaphylaxie – die schwerste allergische Reaktion – handelt. Zum anderen sollen Empfehlungen ausgesprochen werden, was – nach Rücksprache mit Ärzten oder Apothekern – ein sinnvoller Inhalt der Notausrüstung ist.

So sieht der Allergieatlas Deutschlands aus

Heuschnupfen
Abbildung 1: Die bekannteste Allergie ist auch die, die am häufigsten auftritt: der Heuschnupfen.

Blickt man auf die Übersicht, die im Bundesgesundheitsblatt veröffentlicht wurde, so zeigen sich klare Tendenzen und Trends im Allergieatlas Deutschlands. 30 Prozent der Befragten leiden an Allergien. Spitzenreiter der Allergien ist der Heuschnupfen, der insgesamt 14,8 Prozent der Deutschen quält (16,5 Prozent der Frauen, 13 Prozent der Frauen). Auf Platz zwei der häufigsten hier untersuchten Allergien steht Asthma bronchiale mit 8,6 Prozent (9,9 Prozent Frauen, 7,3 Prozent Männer). Unter Kontaktekzemen leiden 8,1 Prozent der Befragten (12,7 Prozent Frauen, 3,4 Prozent Männer).

Deutlich werden mit Blick auf diese Zahlen nicht nur Ausprägung und Häufigkeit, sondern vor allem auch die geschlechtsspezifischen Unterschiede, die zeigen: Frauen werden mit Blick auf diese drei Allergien deutlich häufiger gequält als Männer. Ganz häufig lässt sich auch beobachten, dass die Erkrankungen bereits in jungen Jahren (zwischen 18 und 29 Jahren) aufgetreten sind. Der Spitzenreiter, der Heuschnupfen, fällt hier aus der Reihe, denn er ist sogar bis 49 Jahre auf einem hohen Niveau. Das Vorkommen von Urtikaria steigt im Alter. Kontaktekzeme entstehen meist zwischen dem 30. und dem 49. Lebensjahr.

Zu diesem Notfallset rät der Deutsche Allergie- und Asthmabund

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) gibt den Tipp, einen Anaphylaxie-Pass auszufüllen, der Ersthelfern ermöglichen soll, zu verstehen, welche Art von allergischem Schock der Betroffene hat. Darüber hinaus sollten diese Bestandteile laut DAAB Teil des Notfallsets sein:

  • Asthma Spray Allergie
    Abbildung 2: Neben einem Adrenalin-Pen ist das Ventolin Spray besonders häufig ein Teil des Notfallsets. Es hilft die Bronchien zu erweitern.

    Die größte Gefahr sind unerkannte Allergien Adrenalin, verpackt in einen Autoinjektor, ist das mit Abstand gängigste Notfallmedikament, das sich Allergiker selbst injizieren können. Die Deutsche Apotheker Zeitung teilt mit, dass es Schulungsmaßnahmen geben muss, die die richtige Anwendung des Pens auch gewährleisten können.

  • Wer weiß, dass ein allergischer Schock mit akuten Atemwegsproblemen einhergeht, sollte auf ein Spray setzen, das die Bronchien erweitert. Ventolin Spray kann nach einer Ferndiagnose direkt bei der Versandapotheke bestellt werden.
  • Nach den ersten beiden Schritten zur Bekämpfung der akuten Einschränkungen wird in aller Regel ein Antihistaminikum verabreicht, das die allergische Reaktion bekämpft.
  • Um Spätreaktionen, die bei einer allergischen Reaktion üblich sind, möglichst rechtzeitig einzudämmen, wird in aller Regel Cortison gegeben.

Während die Schnupfennase und die tränenden Augen die Lebensqualität einschränken, gibt es durchaus auch Allergien, die eine ganz andere Dimension annehmen können. Die Rede ist von den unentdeckten Allergien, die dann auftauchen können, wenn keiner damit rechnet, und die schwerwiegende Folgen nach sich ziehen können. Die folgende Tabelle zeigt eine Reihe von Allergiesymptomen, die häufig gar nicht als Allergie gedeutet werden:

Allergiesymptome im Bereich der inneren Organe, der Schleimhäute, der Haut (meist chronische Beschwerden)Allergiesymptome im Bereich von Muskeln, Gerin und Nerven Allergiesymptome mit psychischem Background
– Asthma, Pseudokrupp
– Entzündung der Augenbindehäute, Augenlidschwellungen, permanenter Tränenfluss
– Halsschmerzen, Schwellung der Gaumen- und Rachenmandeln, Heiserkeit
– Harnwegsbeschwerden
– Heuschnupfen, Schnupfen, häufiges Nasenbluten
– Mittelohrbeschwerden, Entzündung der Ohrtrompete
– Mund, Speiseröhre, Magen und Darm, Schmerzen, Brennen, Krämpfe, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle und Verstopfung
– Nasennebenhöhlen-beschwerden
– Neurodermitis, Nesselsucht (Urtikaia), Kontaktallergien
– Ohrekzeme
– Ohrensausen, Schwindel, Schwerhörigkeit
– Schleimbildung im Bereich der Atemwege, ständiges Räuspern
– Vaginalbeschwerden
– Druckgefühl im Prostatabereich
– epileptische Anfälle
– Geschmacks-, Riech- und Sehstörungen
– Herzrhythmusstörungen
– Hyperaktivität, Nervosität, Schlaflosigkeit
– Kälte- und Hitzeempfindlichkeit
– Konzentrationsstörungen, Lernschwierigkeiten, Legasthenie, Gedächtnisstörungen
– Kopfschmerzen, Migräne
– Kreislaufbeschwerden, Blutdruckschwankungen, Bluthochdruck
– Müdigkeit, Benommenheit, großes Schlafbedürfnis
– Muskelzuckungen, Muskelkrämpfe
– Nervenschmerzen, Kribbeln und Ziehen in den Gliedmaßen
– Ohrensausen und andere Hörstörungen, Schwindel, Schwerhörigkeit
– Reizungen von Mund, Speiseröhre, Magen und Darm
– innere Gereiztheit, Neigung zur Aggressivität
– seelische und körperliche Erschöpfung
– Sensibilität auf alle Außenreize
– Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen
– Unkonzentriertheit und Vergesslichkeit

Schließen sich mehrere Allergiesymptome zusammen, spricht man von einem Allergie-Syndrom. Besondere Brisanz hat das Thema deswegen, weil allergieauslösende Faktoren nicht nur zu teils massiven Beschwerden führen, sondern auch weil sie auch andere, schwerwiegende Krankheiten bedingen können. Vor allem wenn Allergien die Psyche tangieren, ist häufig nicht der Gang zum Allergologen, sondern zum Psychologen empfehlenswert.

Abbildung 1: pixabay.com © cenczi (CC0 Public Domain)

Abbildung 2: pixabay.com © InspiredImages (CC0 Public Domain)

Chronische Nasennebenhöhlenentzündung durch Allergien

Allergien als Auslöser chronische Nasennebenhöhlenentzündung

Allergiker haben es oft nicht leicht mit ihrer Nase: sie ist verstopft, juckt oder läuft ständig. Zu allem Überfluss können sich die Beschwerden auch auf benachbarte Regionen ausweiten – zum Beispiel die Nasennebenhöhlen. Das Risiko einer akuten oder chronischen Nasennebenhöhlenentzündung ist bei Allergikern besonders hoch. Warum das so ist, und was Betroffenen helfen kann, erfahren Sie hier!

Was sind die Ursachen einer allergischen Sinusitis?

allergischen SinusitisIn den meisten Fällen wird eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) durch Viren ausgelöst. Allergien zählen jedoch zu den Risikofaktoren, die eine Nasennebenhöhlenentzündung begünstigen. In diesem Fall sprechen Mediziner auch von einer allergischen Sinusitis. Bei Menschen mit allergischem Schnupfen, die beispielsweise Pflanzenpollen, Tierhaare oder Hausstaubmilben nicht vertragen, werden die Nasenschleimhäute meist über einen längeren Zeitraum gereizt und schwellen an. In der Folge kann das Sekret nicht mehr richtig abfließen und die Zugänge zu den Nasennebenhöhlen verstopfen. Das feuchtwarme Klima, das sich in den Nebenhöhlen entwickelt, stellt die idealen Bedingungen für Bakterien dar. Diese können sich dort optimal ausbreiten und eitrige Entzündungen hervorrufen. Aber mehr zu Sinusitis hier.

Eine allergische Sinusitis kann außerdem eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung verursachen. Als chronisch bezeichnen Mediziner eine Nasennebenhöhlenentzündung, die länger als drei Monate andauert oder öfter als vier Mal im Jahr auftritt. Durch die starke Belastung der Schleimhäute sind Allergiker besonders gefährdet.

Symptome einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung infolge von Allergien

Eine allergische Sinusitis äußert sich durch eine Schleimhautschwellung im Bereich der Nasennebenhöhlen. Betroffene empfinden meist ein Druckgefühl über der Wange und an der Stirn. Die Nase ist in der Regel verstopft. Hinzu können noch begleitende Symptome kommen. Dazu gehören:
• Kopfschmerzen
• eine Beeinträchtigung des Geruchsinns
• Schlafstörungen
• ausgeprägtes Krankheitsgefühl (wie bei einer Erkältung)

Bei einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung sind diese Symptome zwar in der Regel nicht ganz so stark ausgeprägt wie bei der akuten Form, jedoch klingen die Symptome nie vollständig ab. Betroffene fühlen sich allgemein sehr schlapp und in ihrer Atmung beeinträchtig. Ein Arztbesuch ist in jedem Fall empfehlenswert.

Diagnose einer allergischen Sinusitis

Bei einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung erkundigt sich der Arzt zunächst nach vorhandenen Allergien. Sind dem Patienten keine Allergien bekannt, kann ein Allergietest Klarheit über die Auslöser verschaffen. Ein gängiges Verfahren zur Prüfung eines Allergieverdachts ist beispielsweise der Pricktest. Der Pricktest wird zur Überprüfung von Allergien des Soforttyps (Typ I) wie Heuschnupfen oder Lebensmittelallergien angewendet. Dabei werden potentielle Allergieauslöser auf die Haut aufgetragen und die Reaktion des Körpers auf diese beobachtet. Zudem kann der RAST-Test, eine Blutuntersuchung im Labor, Hinweise auf Allergien geben.

So behandelt der Arzt eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung durch Allergien

Konnte eine Allergie als Auslöser der chronischen Nasennebenhöhlenentzündung identifiziert werden, sollten Patienten versuchen, die allergieauslösenden Stoffe (Allergene) zu meiden. ArztDes Weiteren kann der Arzt bei einer allergischen Sinusitis Antiallergika sowie cortisonhaltige Nasensprays verschreiben. Das Nasenspray sollte einmal am Tag, bestenfalls morgens oder vor dem Schlafengehen, angewendet werden. Die Dauer des Gebrauchs sollte unbedingt mit dem Arzt abgeklärt werden. Eine übermäßige Einnahme kann zu Nebenwirkungen wie dem Austrocknen der Nasenschleimhaut führen.
Um die Ursache der Allergie zu behandeln, ist außerdem eine Hyposensibilisierung möglich. Ziel dieser Therapie ist es, das Immunsystem langsam an die Allergene zu gewöhnen und somit allergische Reaktionen zu verhindern.

Sodbrennen durch Glutenunvertäglichkeit

Sodbrennen durch Gluten

Sodbrennen ist unangenehm und Betroffene wollen es verständlicherweise schnell wieder loswerden. In manchen Fällen deutet das Sodbrennen aber auf eine Unverträglichkeit gegen bestimmte Lebensmittel hin, etwa gegen Gluten. Lesen Sie hier, warum das so ist.

Wenn das Immunsystem auf Gluten reagiert…

Das Immunsystem eines Glutenallergikers reagiert auf das Eiweiß, als wäre es ein gefährlicher Eindringling, und löst eine Immunreaktion aus, die Beschwerden bereitet. Bei einer Unverträglichkeit gegen Gluten verläuft die Reaktion meist weniger stark als bei einer Allergie. Eine Glutenallergie (Zöliakie) ist meist erblich bedingt.

Eine Unverträglichkeit gegen Gluten äußert sich von Person zu Person verschieden, viele haben gar keine Symptome. Typische Anzeichen treten vor allem bei Kindern auf. Dazu zählen:
• Durchfall
• voluminöser, breiiger und übelriechender Stuhlgang
Ein weiteres Anzeichen für die Allergie oder Unverträglichkeit gegen Gluten kann Aufstoßen oder Sodbrennen sein.

Woher kommt Sodbrennen?

Sodbrennen wird auch als Refluxkrankheit bezeichnet. Bei der Erkrankung fließt saurer Mageninhalt zurück in die Speiseröhre und löst Schmerzen aus. Auslöser von Sodbrennen können sein:
• Zu viel Magensäure, bedingt durch einseitige Ernährung, Medikamente, Alkohol oder auch Stress.
• Erhöhter Druck im Bauch zum Beispiel durch Übergewicht oder während der Schwangerschaft.
• Ein zu schlaffer Muskel am Mageneingang, der den Magen nicht mehr richtig verschließen kann. In der Folge kann Magensäure nach oben steigen. Grund für die Fehlfunktion des Muskels sind meist Medikamente oder Nikotin.
Außerdem wird ein Zusammenhang zwischen Unverträglichkeiten und Sodbrennen vermutet – etwa eine Glutenunverträglichkeit. Wir haben einige Tipps zu Sodbrennen für Sie zusammengestellt.

Tipps bei Sodbrennen

Bei Sodbrennen wegen einer Unverträglichkeit gegen Gluten ist es sinnvoll, die Essgewohnheiten zu verändern. Auf Gluten zu verzichten ist dabei essentiell, aber auch andere Tipps können gegen Sodbrennen helfen.

Tipp 1: Kleine Mahlzeiten
Wenn die Mahlzeiten eher klein sind, tritt Sodbrennen weniger auf, da nicht so viel Magensaft auf einmal produziert wird.

Tipp 2: Nicht zu fettig essen
Fettige Nahrungsmittel können Sodbrennen begünstigen, da Fette eher schwer verdaulich sind.

Tipp 3: Essenstagebuch
Überprüfen Sie, nach welchem Essen Ihr Sodbrennen auftritt. Eventuell reagieren Sie nur auf ein bestimmtes Nahrungsmittel mit Sodbrennen. Um das festzustellen, können Sie Tagebuch über Ihre Mahlzeiten führen. So müssen Sie sich nicht genau merken, wann Sie was gegessen haben.

Tipp 4: Zeit nehmen
Wer langsam ist und ausgiebig kaut, hat generell weniger Sodbrennen. Es sollte nicht in Eile gegessen werden. Außerdem kann ein kleiner Spaziergang nach dem Essen dem Brennen vorbeugen.

Tipp 5: Verzichten
Auf bestimmte Genussmittel sollten Sie bei Sodbrennen lieber verzichten. Dazu gehören Kaffee, Alkohol und Nikotin. Bei einer Allergie gegen Gluten sollten Sie zu glutenfreien Produkten greifen.

Tipp 6: Natron
Als Hausmittel kann Natron helfen: Dazu einen Teelöffel Backnatron in einem großen Glas mit stillem Wasser auflösen und langsam trinken. Das neutralisiert die Magensäure, sollte allerdings nicht zu oft angewandt werden.

Falls Ihre Symptome anhalten sollten Sie zum Abklären der Ursachen und zur eventuellen Therapie einen Arzt aufsuchen.

Luftreiniger für Pollenallergiker im Test

Der Frühling naht und die Pollen werden in kürze wieder fliegen, für uns Pollen-Allergiker beginnt also wieder die schlimmste Zeit im Jahr. Wir berichten auf unseren Seiten regelmäßig über Produkte die Allergikern helfen, und gerade jetzt gibt es Produkte die speziell den Pollenallergikern helfen können. Neben den bekannten Pollenschutzgittern oder auch Nasenfiltern gibt es auch spezielle Geräte welche die Raumluft von Allergenen befreien.

Warum benötigt man einen Luftreiniger eigentlich ?

Gerade in der Pollenflugzeit wo besonders viele Allergene in der Luft sind haben Allergiker mit den Symptomen der Allergien zu kämpfen. Es kommt zu Schnupfen und Jucken der Nase durch die Pollen in der Luft. Allerdings begegnen einem die Pollen nicht nur draußen in der freien Natur sondern auch in den eigenen vier Wänden. Die Pollen dringen über Fenster und Türen ein und verteilen sich in der Wohnung, das kann teilweise auch mit einem Pollenschutzgitter verhindert werden. Allerdings verhindern diese nicht das Pollen beim öffnen der Türen eindringen, oder Pollen sich im Raum verteilen die man auf der Kleidung mit nach Hause bringt. Die Pollen verteilen sich also im Raum und man wird ständig mit den Allergenen konfrontiert.

Aber nicht nur Pollen sondern auch Hausstaub und andere Allergene sind oft so klein, das Sie einige Zeit in der Raumluft schweben. Auch wenn Sie sich absetzen werden die allergenen Stäube oft wieder aufgewirbelt, wenn man durch den Raum geht, oder ein Fenster öffnet um zu lüften. Ein Luftreiniger kann die Belastung der Raumluft durch Allergene erheblich Reduzieren.

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