Essigallergie

Essig Allergie Symptome, Ursache ist oft Histamin im Essig

Die Essig Allergie und Ihre Symptome kann verschiedene Ursachen haben wie zb. Allergene im Essig oder eine Unverträglichkeit gegen Histamin.


Eine Essig Allergie kommt relativ häufig vor, Ursache ist oft das Histamin welches im Essig enthalten ist. Es kommt dabei zu den typischen Symptomen einer Lebensmittelallergie, aber auch Hautausschlag und Hautrötungen sind möglich. Essig wird bei vielen Nahrungsmitteln verwendet um diese haltbar zu machen, Essig wird aber auch zum würzen verwendet. Oft findet man Essig in Dressings für Salate, spezielle Essigsorten gelten sogar als Delikatesse. Allergische Reaktionen treten aber zumeist im Zusammenhang mit einer Histaminintoleranz auf, daher sind Reaktionen auf Essig nicht immer eine Allergie sondern oft auch eine Essig Unverträglichkeit.

Essig hat eine lange Tradition und wird schon seit Jahrtausenden zum würzen von Speisen verwendet, schon die alten Ägypter haben Essig als Gewürz verwendet daher gilt Essig auch als eines der ältesten Gewürze überhaupt. Essig macht außerdem viele Speisen sehr lange haltbar wie zb. Gewürzgurken, und ist auch Heute noch ein wichtiges Hilfsmittel um Speisen lange haltbar zu machen. Essig ist auch als Acetto oder Balsamico bekannt und wir oft zu Fleisch gereicht, Essig und Öl findet man in fast jedem Restaurant direkt auf dem Tisch um damit Salate und andere Speisen zu verfeinern.

Essig AllergieHergestellt wird der Essig zumeist aus alkoholischen Flüssigkeiten wie Wein. Bei der Herstellung wird anhand von Bakterien die alkoholhaltige Flüssigkeit zum Gären (Fermentation) gebracht, durch diesen Prozess entsteht dann der Essig welcher zwischen 5-15 % Essigsäure enthalten kann, Alkohol ist nach der Gärung praktisch kaum noch enthalten. Allerdings bleiben die Histamine auch nach diesem Prozess noch erhalten und können zu allergischen Reaktionen gegen Essig führen.

Essig wird zudem aus sehr vielen Obstsorten hergestellt oder mit Kräutern und anderen Gewürzen versetzt. Beliebt sind zb. Apfelessig, Branntweinessig oder Kräuteressig, allerdings können diese auch noch Allergene der jeweiligen Zusätze enthalten welche ebenfalls zu einer vermeintlichen Essig Allergie führen können bzw. allergische Reaktionen gegen Äpfel oder verschiedene Kräuter auslösen. Es ist also nicht ganz einfach festzustellen worauf man tatsächlich reagiert hat wenn man nach dem Genuss von Essig haltigen Lebensmitteln allergische Reaktionen bemerkt.

Essig Allergie oder Histamin-Unverträglichkeit ?

Eine Allergie gegen Essig oder seinen Inhaltsstoffen entwickelt sich erst nach einiger Zeit wenn man bereits Kontakt mit dem Allergen hatte. Unser Immunsystem erkennt das Allergen im Essig als Angreifer und bildet daraufhin Abwehrstoffe welche dann die typischen Symptome einer Lebensmittelallergie auslösen können.

Häufig ist aber auch eine Histaminintoleranz die Ursache der  Symptome. Von einer Histamin-Unverträglichkeit spricht man dann, wenn das Immunsystem auf Eiweiße mit einer allergischen Reaktion antwortet. Bei Menschen mit dieser Unverträglichkeit ist die Funktion eines körpereigenen Enzyms gestört. Histamin ist ein Eiweiß-Botenstoff, den der Körper selbst herstellt und der außerdem noch über Nahrungsmittel wie Essig oder Wein aufgenommen werden kann. Sie enthalten entweder den Botenstoff selbst oder die Aminosäure Histidin. Unsere Mastzellen bilden ihn zumeist immer dann, wenn sie Entzündungen bekämpfen sollen. Der Botenstoff kann allergieähnliche Reaktionen auslösen, welche auf die Histaminintoleranz zurück zu führen sind.

Essig Allergie Symptome

Die Symptome einer Allergie gegen Essig unterscheiden sich leider kaum zu denen einer Histaminunverträglichkeit, daher ist es oft schwer die Symptome genau zuzuordnen, häufig kommt es dabei zu:

  • allergische Reaktionen wie Juckreiz, Hautrötungen, Hautausschlag, Fließschnupfen, geschwollene Augenlider
  • Jucken im Mund dem Hals und anschwellen der Schleimhäute
  • Kopfschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Magenkrämpfe
  • Bei Unverträglichkeiten aber auch zu Blutdruckabfall, Herzklopfen
  • Kurzatmigkeit, Hitzewallungen
  • Selten kommt es auch zu anaphylaktischen Symptomen, Allergieschock gegen Inhaltsstoffe im Essig

Da sich die Symptome nach dem Verzehr von Essig oft nicht eindeutig zuordnen lassen muss zumeist ein Allergietest durchgeführt werden um den Auslöser eindeutig zu identifizieren. Am besten sucht man einen Allergologen auf welche diese Test durchführen kann. Hierbei werden je nach Verdacht unterschiedliche Allergietests durchgeführt. Auch bei einem Verdacht auf eine Histaminunverträglichkeit kann der Arzt Tests durchführen.

Was hilft bei einer Essig Allergie oder Histamin-Unverträglichkeit ?

Hat der Arzt anhand seiner Tests festgestellt ob eine Allergie oder eine Unverträglichkeit vorliegt kann er eine geeignete Behandlung vorschlagen. Wer unter einer Histamin-Unverträglichkeit leidet, sollte auf jeden Fall auf Lebensmittel verzichten, die mithilfe von Mikroorganismen produziert wurden zb. gereifter Käse, Sauerkraut, Hartkäse, Bier und Rotwein. Allergische Reaktionen rufen außerdem das Essen von Erdbeeren, Nüssen, Tomaten, Spinat und Zitrusfrüchten hervor weil diese viel Histamin enthalten können. Schokolade und Kakao enthalten zwar kein Histidin/Histamin, aber biogene Amine, die wie diese wirken können.

Bei allergischen Reaktionen auf Essig werden zumeist Medikamente verschrieben welche die Symptome bekämpfen. Zumeist werden Allergietabletten verschrieben, diese blockieren den Botenstoff Histamin und verringern so die Symptome. Auch bei einer Unverträglichkeit werden die Histaminblocker verschrieben das hier die gleiche Wirkung erzielt werden kann. Auch wenn die Symptome tatsächlich unterschiedliche Ursachen haben können diese mit den gleichen Medikamenten behandelt werden. Bei allergischen Symptomen auf der Haut werden oft Salben und Cremes verschrieben welche Cortison enthalten können welches die Entzündungen bekämpft. Allerdings können die Medikamente weder die Allergie noch die Unverträglichkeit heilen.

Was am besten für den Patienten ist muss ein Arzt im Einzelfall entscheiden, man sollte also auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen und nicht versuchen die Symptome selber zu verarzten. Auch wenn viele Medikamente für Allergische Reaktionen rezeptfrei erhältlich sind können diese auch Nebenwirkungen haben.