Erdnussallergie

Erdnussallergie: Symptome, Ursachen, Behandlung, Tipps für Allergiker

Tipps zur Erdnussallergie welche häufig einen juckenden Hautausschlag auslöst, Infos zu den Symptomen, den Ursachen und der Behandlung. Bei der Erdnussallergie reichen schon kleinste Mengen des Allergens um eine Reaktion hervorzurufen, die Erdnuss zählt somit zu einem der gefährlichsten Allergieauslöser. Aufgrund des verstärkten Einsatzes von Maschinen in der Lebensmittelindustrie, bei der Herstellung von Nahrungsmitteln, findet man immer öfter auf den Lebensmittelverpackungen den Hinweis:  “ Kann Spuren von Erdnüssen enthalten“. Die Allergie bleibt meist ein Leben lang bestehen und man muss seine Essgewohnheiten anpassen.


Die Erdnuss an sich ist eigentlich keine Nuss, sondern gehört zur Familie der Hülsenfrüchte. Tatsächlich ist die Erdnuss also eher mit den Bohnen und Erbsen verwandt. Die Erdnuss wurde schon vor 2000 Jahren in Südamerika entdeckt und kultiviert, heute wird die Erdnusspflanze in Afrika, Südamerika und Indien angebaut. Die Erdnuss ist die Frucht des Arachis-Hypogeae Strauches und wird oft als Nuss bezeichnet ist aber eigentlich eine Hülsenfrucht. Besonders oft sidn Mneschen in den USA udn Großbritannien von der Allergie betroffen, das Lebensmittel wie zb. Erdnussbutter dort sehr beliebt sind.

Was ist eine Erdnussallergie ?

Bei einer Erdnussallergie reagiert unser Immunsystem auf bestimmte Allergen in der Erdnuss und erkennt diese als Angreifer. Das Immunsystem bildet daraufhin Antikörper um sich vor dem vermeintlichen Angreifer zu schützen. Die Antikörper lösen wiederum die Ausschüttung und Produktion von Histamin aus, welches für die allergischen Symptome verantwortlich ist. Oft kommt es dann zu Magenschmerzen oder Hautausschlägen. Die Allergene der Erdnuss haben ein sehr hohes Allergie Potential, schon sehr kleine Mengen können eine Reaktion auslösen und sogar ein allergischer Schock kann durch Erdnüsse ausgelöst werden.

Die Erdnussallergie ist eine Nahrungsmittelallergie vom Typ I (Soforttyp).

Das bedeutet, dass die Symptome unmittelbar nach dem Verzehr von Erdnüssen, spätestens jedoch nach Ablauf von zwei Stunden, auftreten können. Von späteren Reaktionen wird sehr selten berichtet. Verglichen mit anderen Lebensmitteln weisen insbesondere Erdnüsse ein sehr hohes allergisches Potential auf. Die Ursache dafür ist, dass Erdnüsse eine Vielzahl von Allergenen besitzen. Symptome einer Erdnussallergie können sich bereits beim Kontakt mit sehr geringen Spuren (Im Bereich von wenigen Milligramm) des Allergens zeigen.

Bei besonders schweren Formen dieser Allergie reicht bereits Hautkontakt oder das Einatmen, wie es zum Beispiel im Flugzeug über die Klimaanlage geschehen kann. Bereits Babys können von einer Erdnussallergie betroffen sein. In diesem speziellen Fall wird das Allergen über die Muttermilch übertragen, nachdem die Mutter Erdnüsse konsumiert hat. Da die grundsätzlichen Behandlungsmöglichkeiten bei einer Erdnussallergie recht begrenzt sind, stellt diese Erkrankung in der Regel einen sehr tiefen Eingriff in die normale Lebensführung des Betroffenen dar. Innerhalb der Gruppe der Allergien ist die Erdnussallergie eine der hauptsächlichen Ursachen für allergiebedingte Todesfälle.

Erdnussallergie Symptome

Die Symptome der Erdnussallergie entsprechen denen einer Lebensmittelallergie:

  • erdnussallergieallergischer Schnupfen, Jucken der Nase
  • Halsschmerzen, Schluckbeschwerden
  • Schwellungen im Rachenraum
  • Ständiges Räuspern
  • Atemnot, Atembeschwerden
  • Hustenreiz, trockener Husten, chronischer Reizhusten
  • Hautreizungen, Hautrötungen
  • Bei empfindlichen Menschen kann ein allergischer Schock auftreten

Wer diese Symptome bei sich feststellt sollte in jedem Fall einen Arzt bzw. Allergologen aufsuchen. Die Symptome der Erdnussallergie können bei empfindlichen Menschen sehr starke Reaktionen bis hin zum allergischen Schock auslösen. Der Arzt kann anhand eines Allergietests feststellen um welche Allergie es sich handelt und dann eine geeignete Therapie vorschlagen.

Zumeist wird bei einer Erdnussallergie der Pricktest eingesetzt, es kann aber auch ein IgE test durchgeführt werden. Bei einer Lebensmittelallergie gegen Erdnüsse kann auch ein Provokationstest durchgeführt werden.

Ernussallergie Behandlung

Je nach Diagnose kann eine Desensibilisierung einem Ernussallergiker-Allergiker auch langfristig helfen, dabei wird der Patient über einen längeren Zeitraum den Erdnuss-Allergenen ausgesetzt, allerdings nicht mit einem Allergenen-Extract wie bei anderen Allergien sondern durch eine Orale-Immuntherapie. Das bedeutet das Allergiker kleine Mengen der Erdnuss zu sich nehmen um den Körper an das Allergen zu gewöhnen. Die Immuntherapie soll mit der Zeit die Auswirkungen der Allergie verringern da sich der Körper an das Allergen gewöhnen kann. Welche Maßnahmen man ergreifen sollte muss vorher mit einem Allergologen besprochen werden. Die Reaktion auf Erdnüsse lässt sich natürlich vermeiden indem man keine mehr isst, aber oft erfolgen die Reaktionen auch auf andere Früchte die eine Kreuzallergie zur Erdnuss verursachen.

Erdnussallergie Medikamente

Akute Symptome der Erdnussallergie werden zumeist mit Medikamenten behandelt. Treten Magenschmerzen, Durchfall oder Übelkeit auf werden zur Behandlung der allergischen Symptome oft Allergietabletten verschrieben. Treten Symptome auf der Haut auf wie zb. Hautausschlag oder Pusteln und Bläschen werden diese zumeist mit einer Cortisonhaltigen Salbe behandelt. Allergiker sollten aber in jedem Fall einen Arzt konsultieren, er kann am besten Beurteilen welche Medikamente angebracht sind und am besten helfen.

Erdnussallergie Vorbeugen, Karrenz

Den Kontakt mit Erdnüssen im Alltag zu meiden, kann sehr schwierig sein, da Erdnüsse auch dort vorkommen, wo man sie auf den ersten Blick nicht vermutet. Hier eine Auswahl von Erzeugnissen, die Erdnüsse oder Spuren von diesen enthalten: Schokoriegel, Torten und Kuchen, Speiseöle, Cornflakes, Müsli, Speiseeis, diverse Fertiggerichte, Salzgebäck, Kartoffelchips, erdnussölhaltige Körperpflegemittel, Wachsmalstifte und auch frittierte Lebensmittel. Diese Aufzählung dient nur der Anschaulichkeit und ist bei weitem nicht vollständig.

Seit dem Jahr 2005 sind die Hersteller von Lebensmitteln gesetzlich verpflichtet, Nahrungsmittel speziell auszuzeichnen, die Erdnüsse enthalten können. Deshalb sollte man das Kleingedruckte auf den Verkaufsverpackungen als Allergiker immer sehr genau lesen. Der Hinweis „Kann Spuren von Erdnüssen enthalten“ sollte einen Allergiker aufhorchen lassen.

Ist eine Allergie gegen Erdnüsse bekannt, wird dem Patienten vom Arzt ein so genanntes Notfallset mit auf den Weg gegeben. In diesem sind Fertigspritzen enthalten. Eine mit Adrenalin, eine mit Cortison und ein schnell wirkendes Antihistaminikum. Den Umgang mit diesem Notfallset sollten alle Menschen im Umfeld des Allergikers beherrschen.

Beim Einkauf auf Erdnüsse achten

Beim Einkauf von Lebensmitteln einfach einen Blick auf das Zutatenverzeichnis werfen. Hier werden seit 2005 alle Zutaten aufgelistet, zu finden sind dann auch Erdnüsse und Produkte aus Erdnüssen als Zutat. Achten Sie auf alle Zutaten mit Erdnuss im Namen. Wenn man ein wenig aufpasst lassen sich die Auswirkungen der Allergie schon beim Einkauf vermeiden.

Kreuzallergie bei einer Erdnussallergie

Bei einer Allergie gegen Erdnüsse kann es auch zu Kreuzallergien gegen andere Früchte oder Allergen kommen. Bei einer Kreuzallergie reagiert das Immunsystem auf Allergene bzw. Eiweiße welche denen der Erdnuss ähneln. Es können die gleichen Symptome auftreten welche zumeist von Pflanzen und Früchten ausgelöst werden welche zur gleichen Pflanzengruppe gehören. Bei der Erdnussallergie sind Kreuzallergien zu folgendem Pollen und Früchten bekannt: Birkenpollen, Hasel-Pollen oder -Nüsse, Erbsen, Bohnen, Soja

Erdnussallergiker sollten auch beim Verzehr oder dem Kontakt mit diesen Allergenen auf Reaktionen achten und wenn nötig den Arzt aufsuchen.

Quellen Hinweis zur Erdnussallergie

Die Informationen zur Erdnussallergie wurden auf vertrauenswürdigen Quellen im Internet recherchiert und auch für nicht Mediziner verständlich aufbereitet. Die Informationen welche von uns gesammelt wurden dürfen nicht als Ersatz für eine professionelle Beratung oder Behandlung durch anerkannte Ärzte betrachtet werden. Sie dienen auch nicht zur Selbstdiagnose sondern nur als Informationsquelle. In jedem Fall sollte bei einer Erdnussallergie ein Arzt aufgesucht werden.

 


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