Acryl-Allergie

Acryl Allergie: Symptome, Ursachen und Behandlung

Was ist Acryl eigentlich und wie entsteht eine Acryl Allergie ? Symptome und Ursachen zu einer Allergie gegen Acryl mit Tipps für Allergiker. Acryl ist eine chemische Substanz, die unter anderem als Bindemittel in Farben und Lacken, als auch zur Herstellung von Plexiglas verwendet wird. Des Weiteren ist Acryl häufig Bestandteil in verschiedenen Klebstoffen, sowie in Produkten der Zahnmedizin und in Kosmetikprodukten. Charakteristisch ist der scharfe Geruch der Acrylsäure. Vor allem die Verwendung Acryl haltiger Kleber für künstliche Fingernägel, sorgt in den letzten Jahren zu einem vermehrten Auftreten von Acryl Allergien.


Wie entsteht eine Acryl Allergie?

Die Acryl Allergie ist eine sogenannte Kontaktallergie. Wie der Name schon sagt, wird sie durch den häufigen Kontakt mit dem Stoff ausgelöst. Jede Allergie benötigt einen sogenannte “Sensibilisierung”. Damit ist der Erstkontakt mit dem Allergen gemeint. Hierbei kommt es noch zu keiner körperlichen Reaktion.

Acryl Allergie SymptomeDie Sensibilisierung ist aber im Blut des Betroffenen nachweisbar. Erst nach einem erneuten Kontakt mit dem Allergen kann es zu den entsprechenden Krankheitssymptomen kommen. Je größer die Anzahl der Allergene ist, denen der Organismus ausgesetzte wird, desto stärker fallen in der Regel auch die Reaktionen darauf aus. Wie bei allen Allergien handelt es sich hierbei um eine Fehlfunktion des Immunsystems. Es reagiert abwehrend auf eigentlich harmlose Stoffe.

Besonders betroffen sind folglich Personengruppen, die regelmäßig mit den entsprechenden Stoffen hantieren. Während früher hauptsächlich Personen aus dem medizinischen Bereich, wie beispielsweise Zahnärzte oder Orthopäden Kontakt mit Acrylaten hatten. Haben in den letzten Jahren haben auch vermehrt Kosmetikerinnen, insbesondere Nageldesignerinnen, sowie natürlich auch die Trägerinnen von Gelnägeln mit den Auswirkungen einer Acryl Allergie zu kämpfen.

Acryl Allergie Symptome

Eine Allergie gegen Acryl macht sich durch juckende Haut, Rötungen und kleine Bläschen bemerkbar. An den betroffenen Stellen kann sich die Haut lösen und wie nach einem Sonnenbrand schälen. Wenn aus dem Acryl Inhaltsstoffe verdunsten, kann es auch zu Atembeschwerden kommen. Die Symptome ähneln zumeist denen einer Kontaktallergie.

  • Hautausschlag, Pusteln und Pickel
  • Hautentzündungen und Reizungen
  • Juckreiz der Haut, Hautjucken
  • Ekzeme, Kontaktekezme, Dermatitis
  • Beim einatmen der Dämpfe, Atembeschwerden, Husten

Wer solche Symptome nach dem Kontakt mit Acrylhaltigen Stoffen hatte sollte einen Arzt aufsuchen. Der Arzt kann mit einem Allergietests feststellen worauf man allergisch reagiert hat. Zumeist muss hierbei ein Provokationstest durchgeführt werden bei dem kleine Mengen des verdächtigen Stoffes auf die Haut aufgetragen werden. Zeigen sich Reaktionen auf der Haut muss von einer Allergie ausgegangen werden. Ist der Auslöser der allergischen Reaktion identifiziert kann der Arzt eine Behandlung vornehmen.

Wie wird die Acryl Allergie behandelt ?

In der Regel gilt es Acryl in jeglicher Form zu vermeiden, die Allergie an sich kann noch nicht behandelt werden. Akute Symptome wie zb. Hautausschlag durch Nagelgel oder andere Materialien werden zumeist mit Salben behandelt. Zumeist wird vom Arzt eine Cortisonsalbe verschrieben welche die Entzündung der Haut abklingen lässt, auch der Juckreiz lässt dann sehr schnell nach.

Wodurch wird eine Acryl Allergie ausgelöst?

Die häufigsten Auslöser einer Acryl-Allergie sind Nagelkosmetika durch sie entstehen oft an den Händen allergische Kontaktekzeme bzw. Hautausschläge. Nagelgel und Nagelkleber enthalten verschiedene Acrylate besonders oft werden allergische Reaktionen durch Meth-Acrylate und Ethyl-Cyanoacrylat ausgelöst. Aber auch der Kontakt mit Farben, Lecken oder Maleracryl können eine Acryl-Allergie auslösen. Auch der Kontakt mit Flächen welche mit Acryl behandel wurden sollte vermieden werden.

Was kann man gegen eine Acryl Allergie tun?

Der erste Schritt besteht darin, die Verwendung von Werkstoffen die Acryl beinhalten möglichst zu vermeiden. Die verwendeten Kleber, Lacke, etc., sollten so weit wie möglich gegen solche ohne Acryl ausgetauscht werden. Ist dies nicht möglich, können Handschuhe einen gewissen Schutz bieten. Sie sollten jedoch regelmäßig gewechselt werden, da Acrylate mit der Zeit auch den Handschuh durchdringen können.

Auch in Medizinischen berufen wie Zahnärzte, Zahnmediziner oder Krankenschwestern kommt man häufig in Kontakt mit Acrylaten. Hier sollten sich Acryl Allergiker vor dem Kontakt mit dem Material schützen. Auch in der Medizin gibt es mittlerweile aber viele Produkte bei denen auf Acryl verzichtet wird und betroffene können auf andere Materialien ausweichen.

Kosmetikerinnen oder Mitarbeiter in einem Nagelstudio sollten sich mit Handschuhen schützen, aber auch hier gilt diese öfter zu wechseln da Acryl durch die Handschuhe eindringen kann. Frauen mit einer Acryl Allergie sollten auf auf Nagelgel und Nagellacke ausweichen welche kein Acryl enthalten, auch Nagelkleber zum befestigen von künstlichen Fingernägeln gibt es mittlerweile ohne Acryl.

Beim ersten Auftreten einer Acryl Allergie sollte auch unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Die Forschung im Bereich der Allergien schreitet in den letzten Jahren voran. Möglicherweise kann der Arzt entsprechende Medikamente zur Symptomlinderung verschreiben. Die Informationen auf unseren Seiten dienen nur der Information über die Acryl Allergie und ersetzen nicht den Arztbesuch.


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