Milchallergie

Milchallergie: Symptome, Ursachen und Tipps für Milch Allergiker

Eine Allergie gegen Milch kann Magenprobleme, Übelkeit und Hautausschlag auslösen, Infos und Tipps für Allergiker mit Milchallergie.
Die Milchallergie betrifft mittlerweile sehr viele Menschen in Deutschland, aber nicht alle haben wirklich eine Allergie gegen Milch. Immer mehr Menschen leiden an einer Allergie gegen bestimmte Nahrungsmittel oder den darin enthaltenen Stoffen. Fast 30 % der Bevölkerung in Deutschland leiden unter Allergien und ca. 8 Millionen Menschen leiden an einer Lebensmittelallergie von denen einige auch auf Milcheiweiß reagieren. Eine Milchallergie ist aber kein Weltuntergang mit vielen Lebensmittelallergien kann man gut im Alltag leben, und bei einigen Lebensmittel-Allergien gibt es auch alternative Lebensmittel für Allergiker. Die Symptome der Milchallergie treffen aber auch auf eine Lactoseintoleranz zu die Ursachen sind aber grundsätzlich verschieden. Die Intoleranz gegen Lactose bzw. den Milchzucker ist eine Unverträglichkeit und es werden keine Antikörper vom Immunsystem gebildet, die Unverträglichkeit ist also nicht IgE (Immunglobin E) indiziert und somit keine Milchallergie.

Milchallergie, das wichtigste in Kürze:

  • milchallergieAllergietyp: Nahrungsmittelallergie, die Allergie wird durch den Verzehr von Milchprodukten ausgelöst.
  • Symptome: Magenschmerzen, Übelkeit, Juckreiz Mund, Lippen, Zunge können anschwellen.
  • Allergietest: Pricktest, IgE Bluttest, Provokationstest
  • Medikamente: Allergietabletten, bei Hautausschlag Salbe
  • Desensibilisierung: Vom Arzt beraten lassen

Was ist eine Milchallergie ?

Eine echte Milchallergie wird durch die in der Milch enthaltenen Proteine ausgelöst und ist daher eine Milcheiweißallergie. Unser Immunsystem erkennt das Milcheiweiß als vermeintlichen Angreifer und bildet Antikörper welche dann die typischen Symptome einer Nahrungsmittelallergie auslösen. Die Milchallergie entwickelt sich zumeist erst nach einiger Zeit wenn unser Immunsystem häufiger mit dem Allergen konfrontiert wird. Besonders häufig kommt die Milchallergie bei Babys und Säuglingen vor die nicht gestillt werden. Man geht davon aus das bei Kindern die gestillt werden, das Immunsystem schon mit einigen Allergenen konfrontiert wird und somit schon an den Kontakt gewöhnt ist. Für Kinder die nicht gestillt werden ist das Milchprotein bzw. Milcheiweiß oft der erste Kontakt mit Anti-Genen was dann zu allergischen Reaktionen auf die Milch führt.

Bei Erwachsenen wird die Milchallergie wesentlich seltener beobachtet man geht davon aus das sich das Immunsystem mit der Zeit an das Milchprotein gewöhnt hat. Auch Kinder die gestillt werden sind wesentlich seltener von einer Milchallergie betroffen, der Grund dafür könnte der Kontakt mit den Proteinen über die Muttermilch sein, welche auch dort in geringer Konzentration vorkommen wenn zb. Milchprodukte von der Mutter verzehrt werden. Die Babys gewöhnen sich schon an das Allergen, man könnte sagen das Sie von der Muttermilch desensibilisiert werden. Es ist also nach wie vor das beste wenn Mütter Ihre Baby stillen und somit auch einen Schutz vor der Milchallergie aufbauen. Zumeist verschwindet die Milchallergie bei Kindern ab dem 3ten Lebensjahr wieder.

Milchallergie Symptome


Die Symptome der Milchallergie ähneln denen der Milch-Unverträglichkeit und entsprechen einer Lebensmittelallergie. Die Symptome treten in der Regel nach dem Verzehr von Kuhmilchprodukten auf, allerdings können auch Ziegenmilch oder die Milch anderer Säugetiere die Milchallergie auslösen. Es kommt dann zumeist zu diesen Symptomen:

  • Urtikaria, Erythem, Neurodermitis
  • Juckreiz, Ekzembildung, Ekzemverschlechterung, Pickel Pusteln, Hautrötungen
  • Allergische Rhinitis, Schnupfen
  • Asthma bronchiale (zum Teil auch chronisch)
  • Durchfälle, Blutig-Schleimiger Stuhlgang
  • Bei Kleinkindern oft Nahrungsmittelverweigerung
  • Gedeihstörungen, Schwere Koliken
  • Kreislaufprobleme und in schweren Fällen allergische Schocks

Die Symptome treten zumeist 1-2 Stunden nach dem verzehr von Milchprodukten auf, könne aber auch verzögert auftreten. Wer solche Symptome bei sich oder seinem Kind feststellt sollte umgehend einen Arzt aufsuchen, er kann anhand eines Allergietests feststellen worauf man reagiert.  Bei der Milchallergie wird zumeist der IgE-Test verwendet, aber auch ein Provokationstest ist möglich.

Behandlung

Bei akuten Symptomen einer Lebensmittelallergie gegen Milch sollte man einen Arzt aufsuchen. Zumeist verschreibt dann der Arzt ein Antiallergikum was bei einer Milchallergie hilft. Zumeist sind das Allergietabletten welche das Histamin blockieren welches durch die Antikörper gegen das Milcheiweiß gebildet wurde. Treten Hautausschläge nach dem Verzehr von Milch oder Milchprodukten auf, werden oft Cortisonhaltige Salben zur Behandlung des Ausschlags verschrieben. Die Medikamente gegen die Milchallergie kann man auch Rezeptfrei online oder in der Apotheke kaufen, man sollte aber in jedem Fall vorher einen Arzt aufsuchen.

Was hilft bei Milchallergie?

Ist die Milchallergie durch den Allergietest bestätigt und es besteht tatsächliche eine Milcheiweißallergie, bedeutet dies das man alle Milchprodukte vermeiden sollte. Es muss dabei konsequent auf alle Produkte verzichtet werden die Milcheiweiß enthalten. Allerdings ist es möglich das man zb. auf Kuhmilch allergisch reagiert und Ziegenmilch trotzdem noch verträgt da sich die Proteine unterscheiden. Man muß also evt. nicht auf alle Milchprodukte verzichten.

Kuhmilcheiweiß kommt in vielen Produkten vor wie zb. in Rohmilch bzw. Kuhmilch, in pasteurisierter Milch, Vollmilch, H-Milch, Dickmilch, Kondensmilch, Buttermilch, Sahne sowie in Joghurt, Quark und Frischkäse, Käse.

Man findet Mittlerweile viele Alternativen zur Kuhmilch wie zb. Sojamilch oder Kokosmilch in denen kein tierisches Eiweiß enthalten ist. Auch die Hersteller für Säuglingsnahrung bieten Alternativen ohne Kuhmilcheiweiß an. Mütter die nicht stillen können finden Produkte die sie verwenden können und selbst bei einer Milchallergie des Babys vertragen werden.

Hinweis zu den Informationen für die Milchallergie

Die Informationen auf unserer Seite wurden auf vertrauenswürdigen Quellen im Internet recherchiert und auch für nicht Mediziner verständlich aufbereitet. Die Informationen welche von uns gesammelt wurden dürfen nicht als Ersatz für eine professionelle Beratung oder Behandlung durch anerkannte Ärzte betrachtet werden. Sie dienen auch nicht zur Selbstdiagnose sondern nur als Informationsquelle. In jedem Fall sollte bei einer Allergie gegen Milch ein Arzt aufgesucht werden.

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