Hühnereiweißallergie

Hühnereiweißallergie: Symptome, Ursachen und Eiersatz für Allergiker

Was ist eine Hühnereiweißallergie ? Symptome, Ursachen und Tipps für Hühnereiallergiker, welche Eiweißallergie Tests gibt es, wo kann man Eiersatz kaufen. Eine Hühnereiweißallergie tritt häufig im Säuglings- und Kindesalter auf. Diese frühkindlichen Allergien bestehen in der Regel ein bis zwei Jahre und „wachsen sich danach aus“. Im Erwachsenenalter sind Hühnerei Allergien selten. Folgende Beschwerden können bei einer Hühnereiweißallergie auftreten, Durchfall, Übelkeit sowie Nesselsucht oder Neurodermitis-Schübe.  Die Schwere der Symptome reicht von leichten Unwohlsein bis hin zu einem anaphylaktischen Schock.


Hühnereiweiß kommt in sehr vielen Produkten vor wie zb. Backmischungen, Kindernahrung, Soßenpulvern, Backmitteln und Backzusätzen, selbst bei Impfstoffen wird als Grundlage oft Hühnerei verwendet. Das Allergen versteckt sich also überall in unserem Alltag. Wer also davon betroffen ist sollte ganz besonders auf die Inhaltsstoffe in Lebensmitteln achten. Es gibt mittlerweile viele Hersteller welche spezielle Produkte anbieten mit denen man Hühnereiweiß ersetzen kann.

Was ist eine Hühnereiweißallergie ?


Eiweiß (Protein) ist der Oberbegriff für eine Nährstoffgruppe die in Eiern, aber auch in anderen Nahrungsmitteln tierischer und pflanzlicher Herkunft enthalten ist. In seiner Beschaffenheit ist das Eiweiß der einzelnen Nahrungsmittel jedoch sehr unterschiedlich. Die vom Immunsystem gebildeten Antikörper, die mit für die allergische Reaktion verantwortlich sind, werden immer nur gegen einen ganz speziellen Auslöser gebildet. Somit gibt es keine allgemeine “Eiweiß-Allergie”, sondern nur eine Hühnereiweiß-Allergie, Kuhmilcheiweiß-Allergie etc.

Oftmals kommt es bei der Hühnereiallergie zu Begriffsverwechslungen. Im Folgenden wird der weiße (klare) Teil des Hühnereis als Eiklar und das Gelbe als Eidotter bezeichnet. Der Begriff Eiweiß wird gezielt vermieden, da der Laie oftmals bei einer Hühnereiweiß-Allergie meint, es dürfte generell kein Eiweiß mehr verzehrt werden.

Neben dem Frühstücks-, Rühr- und Spiegelei werden Eier vielfach in der eigenen Küche zur Verarbeitung von Lebensmitteln eingesetzt. Pfannkuchen, Panaden, Cremespeisen und Kuchen sind ohne die Zutat Ei kaum denkbar. Dies hat auch die Lebensmittelindustrie für sich entdeckt und setzt Eier in einer Vielzahl von Lebensmitteln des täglichen Bedarfs ein. Als Binde-, Lockerungs- oder Dickungsmittel nehmen wir, mehr oder weniger unbewusst, Eier jeden Tag zu uns.

Der eindeutige Nachweis einer Hühnereiweiß-Allergie wird durch einen Allergologen mittels verschiedener Haut-/Blutuntersuchungen (Prick, IgE) und diätetischer Verfahren erbracht. In Einzelfällen muss eine Provokation ergänzend durchgeführt werden. Auszug aus Daab.de

Hühnereiweiß-Allergie Symptome

Die Symptome bei einer Hühnereiweißallergie entsprechen denen einer Nahrungsmittelallergie:

  • Neurodermitis, Hautveränderungen, Hautausschlag
  • Juckreiz, Ekzeme, Pickel Pusteln, Hautrötungen, Hautjucken
  • Allergische Rhinitis, allergischer Schnupfen
  • Asthma bronchiale, Allergisches Asthma
  • Durchfall, Magenprobleme
  • Bei Kleinkindern oft Koliken
  • In schweren Fällen kann es sogar zu allergischen Schocks kommen

Bilder zum Hautausschlag bei Allergien.

Hühnereiweißallergie Test

Wer die oben genannten Symptome nach dem verzehr von Hühnerei bemerkt sollte einen Arzt aufsuchen. Der Arzt kann mit einem Allergietest feststellen ob tatsächlich eine Hühnereiweißallergie vorliegt. Zumeist wir der Pricktest bei einer Hühnereiweißallergie verwendet, es gibt aber auch Allergietests für Zuhause.

Hühnereiweißallergie Impfung

Auch bei Impfungen sollte man gezielt den Arzt fragen ob Hühnereiweiß enthalten ist. Warum Hühnerei bei Impfstoffen ? Impfstoffe werden häufig mit Hilfe von Hühnereiern hergestellt. Lebende Krankheitserreger werden in ein befruchtetes Ei gespritzt. Unter Wärmezufuhr wird es mehrere Wochen bebrütet um den Impfstoff herzustellen.

Es gibt aber auch allergiefreie Alternativen bei den Impfstoffen einfach beim Arzt nachfragen, leider werden diese nicht immer von den Krankenkassen übernommen.

  • Masern-Mumps-Röteln-Impfung: Diese Impfung gilt inzwischen als unproblematisch. In mehreren Studien konnte gezeigt werden, dass mit den heutigen Masern-Mumps-Röteln-Impfstoffen bei Hühnereiweißallergikern kein höheres Impfrisiko besteht als bei Nicht-Allergikern. Für schwere Hühnereiweißallergiker mit Sofortreaktionen wird von einigen Autoren sicherheitshalber eine Nachbeobachtungszeit von 30-90 Minuten empfohlen, vor allem wenn gleichzeitig ein Asthma bronchiale besteht.
  • Grippe-Impfung: Grippeimpfstoffe enthalten noch geringe Restmengen an Hühnereiweiß, sodass bei Hühnereiweißallergikern vom Soforttyp die Indikation streng zu stellen ist. Soll dennoch geimpft werden, muss dies unter sorgfältiger Überwachung geschehen.

Hühnereiweiß Ersatzstoffe

Es gibt verschiedene Rezepte um Ei in den Nahrungsmitteln zu ersetzen. Einfach mal testen das klappt mit den meisten Rezepten ganz normal, wir benutzen meistens ein kommerzielles Produkt aber es geht auch mit Sojamehl. Was am besten funktioniert hängt vom Rezept ab. Bei Waffeln verwenden wir zb. Sojamehl, bei Fertigbackmischungen „das klappt auch ;-)“ verwenden wir meist eines der kommerziellen Produkte.

Pro Ei verwendet man 1 Esslöffel Sojamehl mit 2 Es. Wasser.

Eiersatz für Allergiker und Veganer kaufen

Es gibt viele Hersteller welche Produkte anbieten mit denen man Hühnerei beim Backen und Kochen ersetzen kann. Als Ei Ersatz sind natürlich alle Veganen Produkte geeignet da diese keine tierischen Einweiße enthalten.

3 PAULY Ei-Ersatz glutenfrei, 2er Pack (2 x 250 g)
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MyEy VollEy Ei-Ersatz, natürlich & voll aufschlagbar, universell einsetzbar, lactosefrei & vegan, 1er Pack (1 x 1 kg)
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Bio Ei-Ersatz (175 g)

Quellen und Hinweise zur Hühnereiweißallergie:

Die Informationen auf unserer Seite wurden auf vertrauenswürdigen Quellen im Internet recherchiert und auch für nicht Mediziner verständlich aufbereitet. Die Informationen welche von uns gesammelt wurden dürfen nicht als Ersatz für eine professionelle Beratung oder Behandlung durch anerkannte Ärzte betrachtet werden. Sie dienen auch nicht zur Selbstdiagnose sondern nur als Informationsquelle. In jedem Fall sollte bei den Symptomen einer Hühnereiweißallergie ein Arzt aufgesucht werden.

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