Soja-Allergie

Soja-Allergie: Symptome, Behandlung, Tipps für Soja Allergiker

Die Soja-Allergie und Ihre Symptome betrifft nicht nur Veganer, Soja kommt mittlerweile in vielen Produkten vor und immer mehr Menschen ernähren sich Vegetarisch. Zudem bestehen einige Kreuzallergien zu Soja welche oft die Hauptursache für allergische Reaktionen auf Soja sind. Hier finden Allergiker Tipps und Informationen zur Soja-Allergie und den bekannten Kreuzallergien.


Die Sojabohne gehört zur Familie der Hülsenfrüchte und wird schon seit Jahrtausenden in Asien angebaut. Das Eiweiß der Bohnen ähnelt sehr dem Tierischen-Eiweiß und ist erheblich Preiswerter. Daher wird Soja mittlerweile in vielen Ländern der Erde angebaut und Als Ersatzstoff für tierisches Eiweiß in vielen Produkten verarbeitet. Das führt dazu das sehr viele Menschen Kontakt zu dem Eiweiß haben und Allergien gegen Soja immer häufiger auftreten.

Soja ist heute in sehr vielen Lebensmitteln als Eiweiß Lieferant enthalten, leider entwickeln immer mehr Menschen eine Soja-Allergie. Bei vielen anderen Allergien dient Soja als Ersatzmittel für Eier oder Milch, das Eiweiß welches im Soja vorkommt wird beim Backen sehr oft als Eiersatz verwendet. Aber auch bei einer Laktoseintoleranz wird oft auf Sojamilch zurückgegriffen. Leider kommt es immer öfter zu allergischen Reaktionen gegen das Eiweiß welches in Soja enthalten ist.

Soja-Allergie SymptomeMenschen die von einer Soja-Allergie betroffen sind sollten auf Lebensmittel verzichten in denen das Eiweiß enthalten ist, in Sojaöl oder Lecithin ist kaum Eiweiß enthalten und löst zumeist auch keine Reaktion aus. Auch in der beliebten Sojasauce ist praktisch kein Soja-Eiweiß mehr enthalten und wird von vielen Soja-Allergikern problemlos vertragen. Allerdings ist Sojaeiweiß in sehr vielen Lebensmitten enthalten wie z.B. in Käse (Analogkäse) in Gebäck ( Kuchen,Plätzchen), Tofu oder als Milchersatz in Babynahrung, auch in Produkten welche bei einer Laktoseintoleranz das Milcheiweiß ersetzen sollen.

Soja kommt in so vielen Lebensmitteln vor das es schon fast als Grundnahrungsmittel zu betrachten ist und somit immer mehr Menschen dem Allergen ausgesetzt sind.  Soja muss auf der Verpackung der Lebensmittel als Inhaltsstoff angegeben werden, allerdings weiß man nicht ob Soja nicht in Produkten enthalten ist die man im Restaurant isst oder beim Bäcker bekommt. Man sollte also wenn man eine Soja-Allergie hat auch beim Besuch im Restaurant nachfragen ob Sojaeiweiß enthalten ist.

Wie entsteht eine Soja-Allergie ?

Die Sojaallergie kann verschiedene Ursachen haben einige Menschen reagieren direkt auf den Kontakt mit Sojaprodukten und andere haben eine Kreuzallergie welche häufig durch Pollen ausgelöst werden. Die Soja-Allergie entsteht zumeist erst nach einiger Zeit wenn unser Immunsystem für das Eiweiß der Sojabohnen sensibilisiert wurde. Das Immunsystem erkennt das Allergen als Angreifer und bildet Abwehrstoffe welche dann die typischen Symptome einer Nahrungsmittelallergie auslösen können. Allergiker mit einer Kreuzallergie zu Soja können allerdings auch sofort auf den ersten Kontakt mit Soja reagieren ,auch hier zeigen sich dann ähnliche Symptome.

Kreuzallergien zu Soja

Zum Eiweiß der Sojabohne bestehen verschieden Kreuzallergien, bei einer Kreuzallergie reagieren Allergiker auf Allergene welche denen der Sojaproteine ähneln. Da die Sojabohnen zu den Hülsenfrüchten gehört müssen Allergiker auch bei Erdnüssen, Bohnen und Erbsen aufpassen. Am häufigsten treten Kreuzallergien aber zu Pollen von Birke, Erle oder Hasel auf.

Die Symptome der Soja-Allergie

Die Symptome einer Soja-Allergie ähneln denen einer Lebensmittelallergie es können aber auf Symptome einer Pollenallergie oder Kontaktallergie auftreten. Anbei die häufigsten Anzeichen einer allergischen Reaktion auf Soja:

  • allergischer Schnupfen, Jucken der Nase
  • Laufende Nase, Naselaufen, Dauerschnupfen
  • Halsschmerzen, Schluckbeschwerden
  • Schwellungen im Rachenraum
  • Magenschmerzen, Aufstoßen, Übelkeit, Erbrechen
  • Hautreizungen, Hautrötungen, Hautausschlag
  • In schweren Fällen kann ein anaphylaktischen Schock auftreten

Wer diese Symptome bei sich feststellt sollte einen Arzt (Allergologe)  aufsuchen, dieser kann anhand verschiedener Allergietests ( Pricktest, Bluttest) feststellen worauf man reagiert. Dadurch das Soja mittlerweile sehr weit verbreitet ist kann man selber sehr oft gar nicht einschätzen wodurch die Reaktion ausgelöst wird.

Soja-Allergie Behandlung und Tipps

Der Arzt hat anhand der Allergietests festgestellt das man auf Soja allergisch reagiert und wird geeignete Maßnahmen vorschlagen. In aller Regel muss das Allergen vermieden werden und die Ernährung sollte umgestellt werden. Das ist bei einer Sojaallergie nicht ganz so einfach und man sollte sich evt. Hilfe von einem Nahrungsmittelberater holen der einen Sojafreien Ernährungsplan erstellen kann.

Da die Sojaallergie nicht heilbar ist sollte man konsequenter weise auf alle Sojaprodukte verzichten wie zB. Sojakeimlinge, Sojabohnen, Tofu, Sojamilch, Sojadrinks, Sojajoghurt, Sojaeis, Sojamehl, Sojaflocken, Sojasoße, Söjaöl. Desweiteren muss verstärkt darauf geachtet werden welche Inhaltsstoffe auf den Lebenmittelverpackungen aufgedruckt sind. Die Sojasprossen welche oft im Handel angeboten werden sind tatsächlich nicht die Keime der Sojabohne sondern zumeist Keime der Mungobohne welche bei einer Soja-Allergie bedenkenlos gegessen werden kann. Echte Sojasprossen findet man relativ selten in den Ladenregalen und sind oft nur in speziellen Asia Geschäften erhältlich.

Aber auch bei den gekennzeichneten Lebenmitteln findet man oft nicht direkt den Begriff „Soja“ sondern auch andere Begriffe wie E 322 Lecithin-Soja, E 426 Polyose oder Tofu und Natto, gerade für Vegetarier und Veganer gibt es sehr viele Lebensmittel in denen das tierische Eiweiß mit Soja ersetzt wird. Speziell in Fertigprodukten wie zB. Pizza, Tütensuppen oder Soßen kommen diese Ersatzstoffe vor, wer bei einer Soja-Allergie sicher gehen möchte, sollte sein Essen selber zubereiten um zu kontrollieren welche Nahrungsmittel verwendet werden. Es gibt eine vielzahl von Rezepten die bei einer Soja-Allergie verwandt werden können.

Bei akuten Symptomen einer Sojaallergie sollte man einen Arzt aufsuchen, zumeist werden bei oralen Symptomen Allergietabletten verschrieben. Die Tabletten blockieren den Botenstoff Histamin und verringern so die allergische Reaktion. Bei Hautreaktionen auf Soja werden gegen die Hautausschläge, Pickel, Pusteln oder Ekzeme, auch Salben verschrieben in denen Kortison enthalten sein kann. Mit den Salben werden ebenfalls nur die Symptome der Allergie behandelt, die Allergie wird dadurch nicht geheilt. Ob eine Desensibilisierung gegen Soja möglich ist sollte man seinen behandelnden Arzt fragen.

Soja-Allergie durch Kosmetik oder Medizin ?

Soja wird auch in der Medizin und der Kosmetik verwendet und kann also auch über Tabletten oder Körperpflege Produkte aufgenommen werden. Im medizinischen Bereich sollte man besonders auf  Antibiotika, Schmerzmittel, Psychopharmaka und Vitamine achten, bei diesen wird Soja oft als Bindemittel oder zur Ergänzung verwand. Soja kommt zudem auch in Narkosemitteln wie Propofol oder Etommidat vor, man sollte also auch bei Operationen über die Allergie sprechen und dem Arzt am besten seinen Allergiepass vorlegen.

Sojaöl und Lecitin wird oft bei kosmetischen Produkten wie Hautcremes verwendet, auch wenn Reaktionen auf diese Stoffe recht selten sind kann man diese nicht gänzlich ausschließen. Wer bei sich die oben genannten Symptome nach der Verwendung von Kosmetika feststellt, sollte also prüfen ob evt. Soja enthalten ist. Allerdings sind in Kosmetika auch viele andere Allergieauslöser enthalten, wirklich bestimmen worauf man regiert kann man also nur über einen Allergietest.

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