Krätze Bilder Allergie

Krätze Allergie: Symptome, Behandlung, Bilder, Krätze erkennen

Wie erkennt man Krätze und wie sehen die Symptome aus, Bilder, Fotos und Tipps zu allergischen Reaktionen auf Krätzmilben (Scabies). Der Hautausschlag welcher durch Krätze ausgelöst wird ist eine allergische Reaktion auf die Ausscheidungen von Krätzmilben in der Haut. Auch wenn Krätze in Deutschland nur noch selten vorkommt treten ab und an immer wieder kleine Krätze Epidemien auf welche man durch allergische Hautreaktionen erkennen kann.


Krätze oder Scabies bzw. Acarodermatitis ist eine durch Parasiten ausgelöste Hautkrankheit welche zu Hautausschlag, Pickeln, Pusteln und starkem Juckreiz führt. Die Reaktionen der Haut sind eine Abwehrreaktion unseres Immunsystems auf den Kot, die Eier und die Ausscheidungen der Milben, ähnlich wie bei den Hausstaubmilben, daher ähneln sich die Symptome sogar teilweise.

Was ist Krätze und wie entsteht der Hautausschlag ?

Die Hautkrankheit Krätze kommt schon seit Jahrtausenden beim Menschen vor, sie wird durch kleine Milben (Sarcoptes Scabiei) ausgelöst. Die kleinen Spinnentiere haben sich auf den Menschen spezialisiert und benötigen Menschen als Wirt für die Fortpflanzung und nutzen unsere Haut als Nahrungsquelle. Die Symptome entstehen zumeist durch die weiblichen Krätzmilben, sie bohren Gänge in die oberste Hornschicht der Haut welche einige Millimeter lang sein können. In den sogenannten Milbengängen legen sie dann ihre Eier ab, nach zwei bis vier Tagen schlüpfen Larven, welche sich innerhalb von zwei bis drei Wochen zu geschlechtsreifen Milben entwickeln.

Weltweit leiden bis zu 300 Millionen Menschen an dieser Krankheit, daher ist es nicht ungewöhnlich das diese auch noch in Deutschland vorkommt. Krätze wird in erster Linie durch direkten Hautkontakt übertagen und gehört daher auch zu den Sexuell übertragbaren Krankheiten. Allerdings braucht man sich in der Regel keine Gedanken darüber machen, das man sich über die Kleidung, welche man beim Kauf anprobiert, oder über Bettwäsche im Hotel mit Scabies infiziert. Die Milben können nur wenige Tage ohne Hautkontakt überleben. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 3-4 Wochen kann aber bei Kontakt mit stark befallenen Personen auch kürzer sein.

In Deutschland tritt die Krätze durch unsere hohen Hygienestandards nur selten auf und kommt zumeist nur dort vor wo Menschen oft engen Hautkontakt haben. Übertragen wird die Krätzmilbe daher zumeist innerhalb der Familie, in Wohngemeinschaften wie zb. Alten und Pflegeheimen oder dem Krankenhaus. Daher müssen Krankenhäuser und Pflegeheime sofort melden wenn es zu einem Befall mit den Krätzmilben kommt. Mitarbeiter welche Krätze haben dürfen solange nicht mehr zur Arbeit bis die Scabies komplett abgeheilt ist und kein Befall mehr vorliegt.

Krätze Symptome und allergische Reaktionen

Die Symptome der Krätze ähnelt vielen anderen Hautkrankheiten und Allergien, sie sind zumeist an den betroffenen Hautstellen sichtbar. Es können aber auch allergische Reaktionen am ganzen Körper auftreten welche durch die Allergene der Krätzmilben ausgelöst werden. Die Symptome zeigen sich zumeist an Hautstellen die besonders Warm sind zb. zwischen den Fingern, in den Achselhöhlen oder im Genitalbereich sowie in Hautfalten zb. unter der Brust.

  • Hautausschläge (Exantheme), starker Juckreiz, leichtes Brennen der Haut
  • Bläschen, Pusteln und Pickelchen oft mit Eiter oder Flüssigkeit gefüllt
  • Bildung von Krusten und Schorf
  • Die Milbengänge sind oft nur schwer erkennbar, kleine Kanäle unter der Haut
  • Bei Reaktionen auf das Allergen, auch Hautausschlag am ganzen Körper, Niesen, Schnupfen, Hustenreiz

Krätze Bilder: Wie sehen die Symptome bei Krätze (Scabies) aus ?

Bilder mit Hautausschlag durch Krätze an Armen, Beinen und Rücken, häufig sind auch Hände und Achselhöhlen betroffen.

Krätze Nahaufnahme Krätze am Bauch Krätze am Arm Krätze an der Hand Krätze Rücken

Da die Krätze in Deutschland recht selten auftritt werden die Symptome oft nicht direkt erkannt sondern als allergische Reaktion oder anderen Hautkrankheiten zugeschrieben. Man sollte also in jedem Fall einen Arzt aufsuchen wenn man solche Symptome bei sich bemerkt, der Arzt kann feststellen woher die Symptome kommen und prüfen ob tatsächlich eine allergische Reaktion vorliegt oder ob der Patient mit Krätzmilben befallen ist.

Wie wird Krätze behandelt, was hilft ?

Wichtig ! In jedem Fall sollte man einen Arzt aufsuchen und Ihn die Diagnose und Behandlung vornehmen lassen. Auch wenn die Krätze vielen Menschen peinlich ist, da sie angeblich durch Unsauberkeit oder Schmutz auftritt, sollte man Krätze nicht selber behandeln. Auch Medikamente gegen Krätze können bei unsachgemäßer Verwendung starke Nebenwirkungen haben.

Hat der Arzt einen Befall mit Krätzmilben festgestellt kann eine Behandlung eingeleitet werden, am wichtigsten ist es natürlich erstmal die lästigen Parasiten los zu werden. Es gibt Medikamente welche die Milben sowie ihre Eier und Larven abtöten. Die Medikamente werden entweder direkt auf den betroffenen Hautstellen aufgetragen oder können eingenommen werden.

Für die Behandlung der Haut wird Permethrin Salbe verwendet. Sie funktioniert wie ein normales Insektizid und wird direkt auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen. In geringer Dosis kann Permethrin auch bei Kindern und Schwangeren angewandt werden. Auch Salben welche die Wirkstoffe Crotamiton oder Benzylbenzoat enthalten, können zur äußerlichen Behandlung der Krätze verschrieben werden.

Es gibt auch Tabletten mit dem Wirkstoff Ivermectin welche für die Behandlung von Scabies zugelassen sind. Häufig werden diese Tabletten bei besonders starkem Befall wie der sogenannten Borkenkrätze verschrieben oder wenn die äußerliche Anwendung mit Salben nicht erfolgreich ist. Bei einigen Patienten kann auch eine Kombination aus Salben und Tabletten vom Arzt empfohlen werden.

Kommen zur Krätze allergische Symptome hinzu welche durch die Allergene ausgelöst werden welche die Milben ausscheiden, können diese auch mit einem Antiallergikum behandelt werden.

Kann man sich vor Krätze schützen ?

Krätze wird zumeist durch den direkten Hautkontakt übertragen, die Milben wandern dann von einem Menschen zum anderen. Das lässt sich natürlich vermeiden indem man eben den Kontakt zu Menschen mit Krätze vermeidet.

Die Milben benötigen zudem einige Zeit um sich einzunisten, häufiges Waschen und eine regelmäßige Körperhygiene helfen dabei eine Übertragung zu vermeiden. In einigen Berufen lässt sich der Kontakt  mit den Milben allerdings nicht verhindern, Ärzte, Krankenpfleger und Personal in Altenheimen müssen auch Patienten mit Scabies betreuen und sollten daher Schutzkleidung tragen. Auch das Waschen und Desinfizieren der Hände sollte für Menschen in Pflegeberufen selbstverständlich sein.

Allerdings ist die Krätze nicht so ansteckend wie manche Denken, eine einfache Umarmung oder das Händeschütteln reicht in der Regel nicht aus um die Milben weiter zu geben. Es ist ein intensiver Kontakt zur Haut nötig. Auch bei Kleidung oder Bettwäsche reicht es aus diese gründlich zu waschen um die Milben abzutöten. Generell sollten sich innerhalb der Familie alle untersuchen lassen wenn schon jemand erkrankt ist.

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