Hopfenallergie

Hopfenallergie: Symptome und Ursachen bei einer Pollenallergie gegen Hopfen

Eine Hopfenallergie kommt fast nur in den Hauptanbaugebieten des Hopfens vor, allergische Reaktionen auf Hopfen in Bier sind sogar noch seltener. Auch wenn die allergische Relevanz von Hopen sehr gering ist sind doch recht viele Menschen in den Regionen betroffen in denen Hopfen angebaut wird. Allergien sind in den letzten Jahren stark auf dem Vormarsch und immer mehr Menschen sind auch von einer Hopfenallergie bzw. einer Allergie gegen die Hopfenpollen betroffen.


Hopfen wird von je her zum Brauen von Bier verwendet und ist mit für das Aroma bzw. dem bitteren Geschmack des Bieres verantwortlich. Der Hopfen gehört zur Familie der Hanfgewächse und kann als Kletterpflanze bis zu 10 Meter hoch werden. Hopfen wird in Deutschland nur in einigen Gebieten angebaut zu den bekanntesten gehört Hallertau oder auch Holledau genannt, es ist das größte Hopfenanbaugebiet weltweit. Hopfen wird aber nicht nur zum Bierbrauen verwendet, sondern gilt auch als Heilpflanze welche bei Schlafstörungen sowie innerlicher Unruhe und Angstzuständen helfen soll.

hopfenallergieEine Allergie gegen die Hopfenpollen entwickelt sich wie fast bei allen Allergien erst nach einiger Zeit wenn man mehrfach Kontakt mit dem Allergen hatte. Unser Immunsystem erkennt den Hopfenpollen als Angreifer und bildet daraufhin Abwehrstoffe, welche dann die typischen Symptome einer Pollenallergie auslösen können. Sofortreaktionen auf die Pollen des Hopfen treten erst auf wenn unser Immunsystem für das Allergen sensibilisiert ist. Es gibt allerdings einige Kreuzallergien zum Hopfen, bekannt sind zb. Erle, Hasel und Birke, wer gegen diese Pollen schon eine Allergie entwickelt hat kann auch auf den Hopfenpollen reagieren.

Die Hauptblütezeit des Hopfens ist normalerweise im Mai es können aber schon ab April bis in den Juni hinein Pollen unterwegs sein. Mehr Informationen zu den Pollenflugzeiten des Hopfen und anderen Pollen findet man in unserem Allergie-Kalender.

Symptome der Hopfenallergie

Die Symptome entsprechen in der Regel den typischen Symptomen einer Pollenallergie, Reaktionen auf Hopfen in Bier sind relativ selten.

  • Laufen der Nase, Schnupfen
  • Niesen und Jucken sowie anschwellen der Nasenschleimhäute
  • Reizung der Atemwege, Husten bis hin zu allergischem Asthma
  • Jucken und brennen der Augen
  • Hautrötungen und Pusteln

Wer diese Symptome bei sich feststellt sollte einen Arzt aufsuchen, der dann gezielt prüfen kann ob man auf Hopfenpollen reagiert oder die Allergie evt. durch andere Pollen ausgelöst wird. Gerade im Mai zur Hauptflugzeit sind sehr viele Pollen unterwegs und man kann die Reaktion oft nicht ohne einen Allergietest, einer bestimmten Pollenart zuweisen. Mit einem Allergietest auf Hopfenpollen kann der Arzt feststellen ob man tatsächlich gegen den Hopfen allergisch reagiert oder ob andere Pollenallergien vorliegen.

Therapie bei einer Pollenallergie gegen Hopfen

Hat der Arzt durch den Allergietest festgestellt das man unter einer Hopfenallergie leidet, können Maßnahmen getroffen werden um die Beschwerden zu lindern. Zumeist werden dann Medikamente in Form von Tropfen oder Tabletten (Antihistaminika) vom Arzt verordnet. Eventuell ist auch eine Hyposensibilisierung möglich bei welcher der Körper langsam an das Allergen gewöhnt wird und somit Immun gegen die Hopfen-Pollen wird. Diese Therapie zieht sich allerdings über einen längen Zeitraum hin und ist nicht bei jedem Allergiker erfolgreich, ob eine Desensibilisierung gegen Hopfen möglich ist sollte ein Allergologe entscheiden.

Produkte für Pollenallergiker mit einer Allergie gegen Hopfenpollen

Wer unter den Symptomen einer Pollenallergie gegen Hopfen leidet kann einiges tun um sich vor dem Kontakt mit den Pollen zu schützen. Die Symptome werden zumeist mit Anitallergika behandelt welche man auch Rezeptfrei in der Apotheke oder online bekommt. Man sollte aber immer einen Arzt konsultieren bevor man zu Medikamenten greift.

Gegen die Pollen des Hopfen kann man sich aber auch mit einem Pollenschutzgitter schützen, das Pollenschutzvlies verhindert das eindringen der Hopfen-Pollen in die Wohnung in der Regel ist das aber nur in den Hauptanbaugebieten des Hopfens nötig. Ein Luftreiniger kann zusätzlich die Hopfen-Pollen aus der Luft filtern und ein Staubsauger mit einem Hepafilter hilft dabei den Teppich und die Polster von den Pollen zu befreien.

Bei Spaziergängen kann man sich mit Nasenfiltern oder Atemschutzmasken vor den Hopfen-Pollen schützen. Diese filtern die Pollen direkt aus der Atemluft. Die Hauptblütezeit ist in Deutschland relativ kurz und die Belastung ist zumeist nach einem Monat schon wieder sehr gering.