Kobalt-Allergie

Kobalt-Allergie: Symptome, Ursachen und Tipps für Allergiker

Die Kobalt-Allergie betrifft immer häufiger Menschen die auch unter anderen Allergien gegen Metalle wie zb. Nickel oder Chrom leiden. Die Symptome zeigen sich oft nach dem Tragen von Modeschmuck oder Kleidung bzw. deren Knöpfen oder Reißverschlüssen die Kobalt enthalten. Wer nach dem Kontakt mit dem Metall, Hautrötungen oder Pusteln an den Haustellen feststellt die mit dem Metall in Berührung gekommen sind, könnte eine Kobalt-Allergie entwickelt haben.


Kobalt wird schon seit Jahrhunderten als Erz gefördert ist aber relativ selten und kommt zumeist als Legierung in anderen Metallen vor, wie zb. in Nickel, Kupfer, Silber und Eisen. Früher wurde Kobalt auch zum Färben von Keramik und Glas benutzt (Kobaltblau). Heute kommt das Metall aber auch in Haarfarben oder Kosmetika vor, aber auch in Zahnersatz oder Zahnklammern. kobalt-allergieCobalt ist ein stahlgraues Metall welches bei vielen Produkten Anwendung findet, in Modeschmuck sowie in Silber und Weißgold-Schmuck, aber auch in Essbesteck, Haarnadeln, Zahnklammern oder Verschlüssen für Kleidung und Uhren.

Eine Kobalt-Allergie entwickelt sich wie fast alle Kontaktallergien erst wenn das Immunsystem sich gegen das Kobalt sensibilisiert hat. Es dauert also einige Zeit bis die typischen Symptome einer Kontaktallergie auftauchen. Ist das Immunsystem erst sensibilisiert bildet es Antikörper welche dann die Allergischen-Reaktionen auslösen, es können dann auch Sofortreaktionen bei Kontakt mit dem Metall auftreten. Hierbei löst sich das Metall oft durch den Schweiß und wird von der Haut aufgenommen.

Symptome der Kobalt-Allergie

Die Symptome einer Allergie gegen Kobalt entsprechen denen anderer Metall- bzw. Kontaktallergien:

  • Hautrötungen, Hautekzeme, Urtikaria
  • Allergisches-Kontaktekzem, trockene und schuppige Haut
  • Hautjucken, Brennen
  • Pusteln und Pickeln
  • Entzündete Hautstellen
  • Ein anaphylaktische Symptome treten recht selten auf

Wer solche Symptome bei sich feststellt sollte einen Allergologen aufsuchen und einen Allergietest durchführen lassen. Einige Berufsgruppen sind besonders gefährdet und sollten sich auf die Allergieform testen lassen. Hauptsächlich sind Mitarbeiter in der Metallindustrie bei Kontakt mit Hart- und Sintermetallen, Magneten und Maschinenbauteilen, aber auch in der Kosmetikindustrie sowie in der Glas und Keramikherstellung. Als Allergietest findet hier zumeist der Epikutantest (Pflastertest) Verwendung, hierbei werden dem Patienten, Pflaster mit dem Allergen auf den Rücken geklebt und nach einigen Tagen kontrolliert. Eine Kobaltallergie tritt zumeist in Verbindung mit anderen Allergien auf wie der Chromallergie oder Nickelallergie.

Kreuzallergien zu Kobalt

Eien echte Kreuzallergie ist uns nicht bekannt, aber Kobalt-Allergiker reagieren oft auf andere Metalle wie Nickel, Eisen oder Chrom da in diesen oft Legierungen mit Kobalt enthalten sind.

Ich habe eine Allergie gegen Kobalt, worauf sollte ich achten ?

Eine Allergie gegen Kobalt bleibt wie bei den meisten Kontaktallergien ein leben lang bestehen. Es ist also wichtig die genauen Ursachen zu finden welche die allergische Reaktion auslösen können. Das kann der Kontakt zu verschiedenen Materialien am Arbeitsplatz sein, aber auch die Aufnahme durch Lebensmittel oder sogar Zahnfüllungen können die Ursache der Allergie sein. In jedem Fall ist es wichtig herauszufinden wo man mit Kobalt in Berührung kommt um die Allergie-Symptome zu vermeiden.

Bei akuten Symptomen wie Hautekzemen werden zumeist Salben verschrieben welche Kortison enthalten können. Es können aber auch Antiallergika verschrieben werden um die Symptome zu unterdrücken. Man sollte in jedem Fall einen Allergologen aufsuchen der einem die passenden Medikamente verschreibt.

Wer Beruflich viel mit dem Metall in Kontakt kommt sollte sich mit Handschuhen schützen. Bei der Wahl der Kleidung sollte man darauf achten das kein Kobalt in Knöpfen oder Reißverschlüssen enthalten ist. Auch bei Schmuck sollte man sich immer Informieren ob Kobalt verarbeitet wurde, Nickelfrei heißt nicht automatisch auch Kobaltfrei. Auch den Zahnarzt sollte ,man auf die Allergie hinweisen da viele Zahnersatzstoffe ebenfalls Kobalt enthalten können.