Oliven-Allergie

Olivenallergie: Symptome, Ursachen und Tipps für Oliven Allergiker

Die Olivenallergie ist in Deutschland recht selten, im Mittelmeerraum gehört die Allergie gegen Oliven allerdings zu einer der häufigsten Pollenallergien, fast 36 % aller Pollenallergiker in diesen Ländern leiden unter allergischen Reaktionen auf die Pollen. Auch wer nach dem Verzehr von Oliven oder Olivenöl ein Jucken in Hals oder Mund verspürt kann eine Allergie gegen die Olive entwickelt haben. Auch wenn hierzulande nur wenige Menschen unter der Allergie leiden kann es trotzdem zu Reaktionen kommen da einige hier heimische Pflanzen wie Flieder und Esche Kreuzreaktionen auslösen können.


Die Olive bzw. der Olivenbaum gehört zur Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae) und wird schon seit Jahrhunderten im ganzen Mittelmeerraum angebaut. Oliven AllergieMittlerweile findet man die Olive aber in allen Ländern weltweit in denen das Klima das Wachstum der Pflanzen ermöglicht. Aus den Früchten des Olivenbaumes wird zumeist Öl gepresst und kommt dann als das beliebte Olivenöl in den Handel. Die größten Anbaugebiete finden sich in Spanien und Italien, ca. 90% der jährlichen Ernten werden zu Olivenöl gepresst.

Oliven werden aber auch als ganze Frucht verkauft und auf Pizza, in Salaten oder mediterranen Gerichten verarbeitet. Die Früchte sind von Natur aus Grün (Grüne Oliven) die schwarzen Oliven welche man im Handel kaufen kann werden mit Eisengluconat Schwarz gefärbt. Das Öl wird aber auch in der Kosmetikindustrie verarbeitet und findet sich in vielen Produkten wie Hautcremes oder Kosmetika.

Die Pollenflugzeiten der Olive liegen in Mitteleuropa zwischen April-Juli die Hauptflugzeit ist Mai-Juni, in diesen Monaten ist verstärkt mit Pollenflug zu rechnen. Bedingt durch die Kreuzreaktionen auf Flieder und Esche sollten Pollenallergiker auf die Flugzeiten dieser Pflanzen achten. Mehr Infos zu Pollenflugzeiten und dem Allergiewetter findet man in unserem Pollenflug-Allergie-Kalender.

Oliven Allergie Symptome

Die Symptome bei einer Allergie gegen Oliven werden zumeist durch die Pollen ausgelöst, Reaktionen auf Olivenöl oder die Früchte sind relativ selten. Die Symptome ähneln daher zumeist denen einer typischen Pollenallergie, es kann aber auch zu oralen Symptomen kommen. Eine Allergie gegen die Olivenpollen entwickelt sich zumeist erst nach einiger Zeit. Unser Immunsystem reagiert auf die Allergene der Olive und bildet dann Abwehrstoffe welche die Typischen Symptome einer Allergie auslösen.

  • Schnupfen und anschwellen der Nasenschleimhäute, Heuschnupfen
  • Urtikaria, Hautrötungen, Pusteln, Bläschen
  • Jucken in Hals und Rachen
  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
  • In schweren Fällen anaphylaktische Reaktionen, die sogar Lebensbedrohlich werden können.

Bei den genannten Symptomen sollte man einen Allergologen aufsuchen der dann anhand eines Allergietests feststellen kann auf welche der Oliven Allergene man reagiert. bei der Olive sind mehrere Allergene bekannt: Ole E1 bis Ole E9, wobei Ole E1 für die häufigsten Reaktionen verantwortlich ist. Mit einem Allergietest lässt sich feststellen gegen welche Allergene man eine Allergie entwickelt hat. Allergiker die bereits wissen das Sie auf verschiedene Pollen allergisch sind, sollten auch beim Verzehr von Oliven auf Reaktionen achten. Auch in vielen Cremes und Kosmetika ist Oliven-Öl enthalten welches eine allergische Reaktion auslösen kann. Wer Orale Symptome entwickelt, sollte in jedem Fall den Verzehr von Oliven oder Olivenöl vermeiden.

Ich habe eine Olivenallergie, was kann ich tun ?

Hat der Allergologe durch einen Allergietest festgestellt das man unter einer Oliven-Allergie leidet oder Kreuzreaktionen auftreten, kann auch eine geeignete Behandlung beginnen. In der Regel sollte dann auf Produkte verzichtet werden die Olivenöl enthalten, das hängt aber vom jeweiligen Allergen ab auf das man reagiert. Wie schon geschrieben sind zumeist Pollenallergiker betroffen, es kann durchaus sein das man dann trotzdem noch die Früchte oder das Öl verträgt.

Bei akuten Reaktionen werden zumeist Antiallergika in Form von Tropfen oder Tabletten vom Arzt verschrieben. Die Medikamente sind auch Rezeptfrei in der Apotheke oder Online erhältlich. Am bekanntesten sind hierbei Medikamente mit den Wirkstoffen Cetirizin oder Loratadin, welche oft bei Heuschnupfen verwendet werden. In jedem Fall sollte man vorher mit seinem Arzt sprechen ob diese bedenkenlos verwendet werden können. Die Allergietabletten heilen nicht die Allergie, sie unterdrücken nur die Symptome. Bei Hautveränderungen werden zur Behandlung oft Cremes und Salben verschieben die Cortison enthalten können, auch hier sollte man einen Arzt vor der Anwendung konsultieren.

Tipps zu einer Reaktion auf Pollen

Zumeist sind in Deutschland Kreuzreaktionen auf Flieder oder Esche zu erwarten, im Urlaub kann man aber auch direkt mit den Olivenpollen konfrontiert werden. Pollen verbreiten sich über die Luft und dringen in unsere Häuser und Wohnungen ein. Sehr oft setzen sich die Pollen dann in Polstern, Betten und dem Teppich ab. Um das zu verhindern kann man an Fenstern und Türen Pollenschutzgitter anbringen welche das eindringen der Pollen vermeiden. Auch Regelmäßiges Saugen im Wohnbereich vermindert die Belastung durch die Allergene, hierbei sollte man Staubsauger verwenden die auch für Allergiker geeignet sind. Auch ein Luftreiniger kann die Konzentration der Pollen verringern, man sollte also über die Anschaffung solcher Hilfsmittel nachdenken. Im Urlaub helfen evt. Nasenfilter um sich vor den Pollen zu schützen.