Reisallergie

Reisallergie: Symptome, Ursachen und Tipps für Reis Allergiker

Die Reisallergie ist sehr selten obwohl Reis zu den Hauptnahrungsmitteln auf der Welt gehört. In Deutschland sind nur sehr wenige Menschen von einer Allergie gegen Reis betroffen, bei einigen Diäten wird Reis sogar als Hypoallergen eingestuft. Tatsächlich kann aber auch Reis eine Allergie auslösen und zu den typischen Symptomen einer Lebensmittelallergie führen. Einige MEnschen beklagen sich gerade nach dem Besuch eines Asiatischen Restaurants oder dem Genuß von Asiatischen Lebensmitteln über Magenbeschwerden oder Jucken in Mund und Hals, das liegt aber zumeist nicht am Reis, sondern an anderen Zutaten in diesen Gerichten.


ReisfeldReis gehört zu den ältesten Getreidearten und gehört zur Pflanzenfamilie der Gamineae, er wird schon seit ca. 6000 Jahren im Asiatischen-Raum angebaut und gelangte ca. 800 vor Chr. nach Europa. Für ca. 50% der Weltbevölkerung ist Reis das Hauptnahrungsmittel um den täglichen Kalorienbedarf zu decken. Hauptsächlich werden 2 Reisarten angebaut, Oryza Sativa ist am meisten Verbreitet und wird zumeist in Asien angebaut. Aus Afrika stammt der Oryza Glaberrima welcher auch Afrikanischer Reis genannt wird. Sehr beliebt ist auch der sogenannte Wildreis der aber nicht zu den bekannten Oryza Sorten gehört sondern aus der Gruppe der Zizania, welcher der Gruppe der Süßgräser angehört.

Eine Reisallergie entsteht wie fast jede Lebensmittelallergie erst nach einiger Zeit und wenn unser Immunsystem mehrfach mit dem Allergen konfrontiert wurde. Unser Immunsystem entwickelt dann Abwehrstoffe welche dann die typischen Symptome auslösen können. Reis verliert aber durch erhitzen einen Großteil seines allergenen Potentials und es kann sein das Allergiker gekochten Reis trotz einer Allergie vertragen. Es sind aber auch Fälle einer Reisallergie bekannt welche durch Kontakt mit Reis ausgelöst werden, zumeist sind davon Menschen betroffen die Kontakt zu rohem Reis haben oder Berufsbedingt viel mit Reis in Kontakt kommen.

Reisallergie Symptome

Die Symptome bei einer Allergie gegen Reis entsprechen zumeist denen einer Lebensmittelallergie und machen sich zumeist nach dem Verzehr von Reis bemerkbar. Aber auch Kontaktallergien bzw. Rhinitis und Asthma Bronchiale wurden durch den Kontakt mit Reis schon beobachtet.

  • Bläschen oder Pusteln im Rachen
  • Brennen und Jucken auf der Zunge, Anschwellen von Zunge und Lippen
  • Brennen und Jucken im Rachenraum
  • Schluckbeschwerden, Verdauungsbeschwerden, Durchfall
  • Bei einer  Kontaktallergie auch Hautrötungen, Hautschuppungen, Ekzeme, Kontakturtikaria
  • Hautjucken, Pusteln und Pickel
  • Bei Kreuzallergien auch Anaphylaktische-Reaktionen, Allergieschock

Wer diese Symptome nach dem Verzehr von Reis oder dem Kontakt mit rohem Reis feststellt, sollte einen Arzt aufsuchen. Der Arzt kann dann feststellen auf welche Stoffe man tatsächlich reagiert, nicht immer ist Reis der Auslöser sondern zumeist sind andere Lebensmittel der Auslöser nach dem Verzehr. Der Arzt kann dann anhand eines Allergietests genau feststellen gegen welches Allergen die Symptome auslöst werden. Zumeist wird bei der Reisallergie der Pricktest eingesetzt, alternativ kann aber auch ein IgE-Test durchgeführt bei dem Reaktionen auf IgE-Antikörper gegen Gluteline und Globuline nachgewiesen werden können. Auch ein Provokationstest mit gekochtem Reis ist möglich. Auch Reaktionen auf das  Lipid-Transfer-Protein (LTP) sind möglich und können daher zu Kreuzreaktionen auf Pfirsich oder Apfel führen.

Wer eine Reisallergie hat, sollte einige Punkte beachten

ReisallergieWurde tatsächlich eine Allergie gegen eine der verschiedenen Reissorten festgestellt gilt es natürlich in erster Linie den Kontakt und den Verzehr zu vermeiden. Reis in gekochter Form kommt in sehr vielen Gerichten vor und man sollte sich vor dem Verzehr Informieren ob die Resisorte enthalten ist auf die man reagiert. Auch auf Reismehl oder Reismilch sollten Allergiker verzichten. Auch Naturreis oder Wildreis sollten gemieden werden, man vermutet das diese sogar stärker für Allergien verantwortlich sind als der Handelsübliche Langkorn oder Weißreis.

Reis wird aber nicht nur gekocht und gegessen, er kann auch in Kosmetika vorkommen ist aber in der Regel auch gekennzeichnet, man sollte bei der INCI-Nomenklatur auf die Bezeichnungen Oryza oder Rice achten und diese Produkte vermeiden.

Bei akuten Symptomen einer Reisallergie sollte man einen Arzt aufsuchen der feststellen kann ob die Reaktion tatsächlich durch Reis ausgelöst wird. Die Reisallergie ist sehr selten daher sollte man wissen welche Nahrungsmittel man evt. außer dem Reis noch zu sich genommen hat. Die Symptome werden dann zumeist mit Antiallergika behandelt, bei Hautreaktionen werden zumeist Salben verschrieben. Ob eine dauerhafte Desensibilisierung gegen Reis möglich ist sollte man einen Allergologen fragen, aktuell ist uns dazu nichts bekannt und wir konnten keine eindeutigen Infos dazu finden.