Mit Cannabis Allergien lindern!? Ein umstrittenes Thema
Die Diskussion um Legalität, Illegalität und der Wunsch nach Legalisierung sind der eine Themenblock, der sich regelmäßig um Hanf, Marihuana und Co. dreht. Doch das soll nicht der Fokus dieses Beitrags sein. Stattdessen geht es darum – mit Blick auf Studien und neuere Erkenntnisse – zu eruieren, ob Cannabis eine Möglichkeit darstellen, Allergien zu lindern.
Abbildung 1: Hautausschläge und Schuppenflechte lassen sich gut mit Salben und Öls auf Cannabisbasis behandeln. Der Wirkstoff hemmt die Entzündung und lindert den Juckreiz.
Die Voraussetzungen des menschlichen Körpers
Zum Thema Endocannabinoide gibt es buchstäblich eine Lücke in der Forschung. Dass der menschliche Körper sie herstellt, ist längst kein Geheimnis mehr. Doch wozu sie dienen, darüber scheiden sich noch die Geister bzw. fehlt es an belastbaren Studien.
In Versuchen mit Mäusen zeigte sich: Endocannabinoide, die den Botenstoffen von Cannabis sehr ähnlich sind, hemmen Entzündungen. Um diese positive Wirkung möglich zu machen, verhalten sie sich genauso wie THC, der Wirkstoff von Cannabis: Sie docken an sogenannten Rezeptoren an. An diesen Rezeptoren wird beispielsweise die Abwehrreaktion der Haut reguliert. Versuche zeigten: Fehlen diese Andockstellen, war die Neigung zu Allergien deutlich ausgeprägter. Auch der Umkehrschluss zeigte sich im Versuch: Mit einem hohen Endocannabinoidwert fiel die allergische Reaktion deutlich geringer aus. Die Folgerung der Wissenschaftler: Salben sowie Öle auf Cannabisbasis könnten allergische Ekzeme und Kontaktallergien lindern.
Welches Produkt das Passende ist, kann nur jeder für sich allein entscheiden. Aus medizinischer Sicht bleibt zu betonen, dass das Endocannabinoidsystem vor allem deswegen wichtig ist, um die Körpersysteme zu nivellieren und die Homöostase zu erhalten. Sprich: Ein jeder muss und sollte sich um das Endocannabinoidsystem im Körper kümmern, denn es bewirkt einen Zustand des Gleichgewichts im Körper, der für jeden Menschen von großer Bedeutung ist – beispielsweise bei der Regulierung der Körpertemperatur, des ph-Wertes im Blut, des Blutzuckerspiegels, des Mineral- und Wasserhaushalts sowie der Stoffwechselprodukte, die ausgeschieden werden.







